Nicht nur viele, sondern auch gute Krippenplätze!
Pressemeldung der eaf, 26.09.2008
Der Ausbau der Bildungs- und Betreuungsplätze für die unter Dreijährigen wurde heute im Bundestag beschlossen. Bis 2013 sollen für ein Drittel aller ein- bis dreijährigen Kinder Krippenplätze vorhanden sein. Das ist ein wichtiger Schritt vorwärts und eine dringend notwendige Ergänzung zum 2007 eingeführten Elterngeld. Länder und Kommunen sind jetzt in der Pflicht, diese Plätze so schnell wie möglich anzubieten, denn die Eltern warten darauf!
„Allerdings wollen sie nicht lediglich eine Unterbringung für ihre Kinder, sondern erwarten mit Recht gute und anregende Bildungs- und Betreuungsangebote in kleinen Gruppen unter Leitung verlässlicher und liebevoller Betreuungspersonen“, so die Bundesgeschäftsführerin der eaf, Dr. Insa Schöningh. Dazu macht das heute beschlossene Kinderförderungsgesetz leider viel zu wenig konkrete Vorgaben. Die Länder müssen unbedingt verbindliche Standards entwickeln, insbesondere für die Qualifikationen der Tagesmütter und -väter.
Wenn die Kinder dem Krippenalter entwachsen sind, wünschen sich viele Eltern einen Ganztagsplatz im Kindergarten. Auch da hapert es vielerorts noch deutlich. Der Ausbau der Ganztagsplätze für die Drei- bis Sechsjährigen droht beim Krippenausbau ebenfalls ins Hintertreffen zu geraten. Aber auch der darf nicht vernachlässigt werden. Deutschland hinkt im europäischen Vergleich bei den Krippen- und Kindergartenangeboten mächtig hinterher und muss daher besondere Anstrengungen unternehmen, um ein vergleichbares Angebot zu erreichen.


