Vertraut den neuen Wegen - Gemeindeentwicklungskongress 22.09.2007

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Herzlich Willkommen auf den Seiten des 1. Badischen Gemeindeentwicklungskongress

Der erste Badische Gemeindeentwicklungskongress hat am Samstag, den 22. Spetember 2007 im Kongresszentrum in Karlsruhe stattgefunden. Rund 2000 Gemeindeglieder aus Baden haben daran teilgenommen. Die Vorträge der Referenten, die Texte, Berichte und Materialien der Workshops werden wir an dieser Stelle in den nächsten Tagen und Wochen veröffentlichen.
Lieder geht das alles nicht auf einmal. Aber sobald wir die Materialien erhalten, werden wir sie hier einstellen. Es lohnt sich also, immer mal wieder hier zu schauen.
Der Kongress stand unter dem Motto: "Vertraut den neuen Wegen" und befasste sich mit folgenden Themen:

Ein badischer Kongress - Impulse aus der Praxis für die Praxis  
Themen, Anregungen und Modelle

Mit Zuversicht nach vorne schauen 
Ermutigen und Ermutigt werden
... als Teil des wandernden Gottesvolkes von Gott berufen...

Lebendige Kirche erleben
Wir sind viele und wir gehören zusammen 
... als Haus der lebendigen Steine schöpfen wir Kraft und gestalten Kirche...

Von einander lernen - miteinander Wege gehen 
Einen Schatz an Erfahrungen teilen
 ... wir sind Glied des weltweiten Leibes Christi...

Schwerpunkte setzten, Profil gewinnen, Kräfte konzentrieren  
Nicht alle müssen alles machen. Aber das, was wir tun, müssen wir so gut wie möglich machen
... als Salz der Erde treten wir für Gottes gnädige Gerechtigkeit in allen Bereichen des Lebens ein...

"Vertraut den neuen Wegen"
Unter diesem Motto stand der erste Gemeindeentwicklungskongress der badischen Landeskirche. Jedes Nachdenken über die Zukunft der Kirche muss in einer Haltung des Vertrauens auf Gott geschehen...
Wir haben in unserer Landeskirche unter dem Namen "Kirchenkompass" einen Kommunikations- und Planungsprozess begonnen, um die Zukunft kirchlicher Arbeit zu planen.

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Bericht vom 1. Gemeindeentwicklungskongress in Baden mit Bildergalerie

Teilnehmer beim Gemeindeentwicklungskongress
Rund 2000 Teilnehmende

Gesalzener Zuspruch und gesalzener Anspruch" - Rund 2000 Teilnehmer beim ersten Gemeindeentwicklungskongress

Mit rund 2000 Teilnehmern fand am Samstag der erste badische Gemeindeentwicklungskongress unter dem Motto "Vertraut den neuen Wegen" im Kongresszentrum in Karlsruhe statt.  Mit Vorträgen, Foren und einem Markt der Möglichkeiten informierten sich Mitarbeitende aus ganz Baden über Gemeindeaufbau.
Kompetent leiten, vielfältig feiern, "Geist und Geld" oder "Bibel in Szene setzen" - das Themenspektrum des ersten badischen Gemeindeentwicklungskongresses war groß und begeisterte die 2000 Teilnehmer aus ganz Baden. Landesbischof Ulrich Fischer zeigte sich ebenfalls zufrieden mit dem ersten badischen Gemeindeentwicklungskongress: "Wir haben in Baden einen unglaublichen Reichtum der Möglichkeiten, einen Schatz an geistlicher Vielfalt; davon haben wir heute viel erlebt und mitnehmen können."

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Bericht vom 1. Badischen Gemeindeentwicklungskongress

Rund 2000 Teilnehmende
Rund 2000 Teilnehmende

Landesbischof Ulrich Fischer
Landesbischof Ulrich Fischer

Referent Peter Böhlemann
Referent Peter Böhlemann

Referentin Uta Pohl-Patalong
Referentin Uta Pohl-Patalong

"Gesalzener Zuspruch und gesalzener Anspruch" - 2000 Teilnehmer beim ersten Gemeindeentwicklungskongress

Kompetent leiten, vielfältig feiern, "Geist und Geld" oder "Bibel in Szene setzen" - das Themenspektrum des ersten badischen Gemeindeentwicklungskongresses war groß und begeisterte die 2000 Teilnehmer aus ganz Baden. Landesbischof Ulrich Fischer zeigte sich ebenfalls zufrieden mit dem ersten badischen Gemeindeentwicklungskongress: "Wir haben in Baden einen unglaublichen Reichtum der Möglichkeiten, einen Schatz an geistlicher Vielfalt; davon haben wir heute viel erlebt und mitnehmen können." Zu Beginn hatte Fischer ausgehend vom dem biblischen Zuspruch an die Kirche, Salz der Erde zu sein, von einem gesalzenen Zuspruch und einem gesalzenen Anspruch gesprochen. "Auf euch kommt es in der Zukunft der Kirche an!", rief Fischer den Teilnehmern im überfüllten Brahmssaal des Kongresszentrums zu. Dabei könnten sich alle des Zuspruchs Gottes gewiss sein und auf Gottes Geist und Unterstützung vertrauen. Unter dem Motto "Vertraut den neuen Wegen" könne die badische Landeskirche aber schon auf eine lange Tradition von Aufbrüchen und Umbrüchen zurücksehen. "Schon immer musste die Kirche alte Wege verlassen und andere beschreiten." Dabei erinnerte Fischer an den Todestag von Johann Peter Hebel am 22. September Hebel war der Prälat der badischen Landeskirche, die 1821 gegründet worden war.

"Beten ist unsere einzige Chance!"
Pfarrer Peter Böhlemann, der für den erkrankten Greifswalder Theologieprofessor Michael Herbst kurzfristig eingesprungen war, forderte dazu auf, Visionen wieder ins Zentrum der Gemeindearbeit zu rücken. "In der Kirche brauchen wir Hoffnungsbilder, die uns der göttliche Geist schenkt und die Sinn und Geschmack für die Schönheit des Reiches Gottes wecken. Die Quelle für solche Visionen ist die Bibel", so Böhlemann. Der Experte für Gemeindeaufbau und Leiter des Pastoralkollegs der westfälischen Landeskirche betonte, dass neue Wege der Gemeindearbeit kein Selbstzweck sein dürften, sondern nur geeignete Formen für die Verkündigung des Evangeliums. Deshalb dürfe die Kirche und dürften Gemeinden nicht verkrampft an althergebrachten Strukturen und Arbeitsformen festhalten. "Nicht die Kohle, sondern die Windkraft des Geistes wird die Volkskirche wieder lebendig machen", so Böhlemann. Nicht das Geld, sondern nur der Geist könne die Kirche für das 21. Jahrhundert zukunftsfähig machen. So plädierte Böhlemann für das Gebet als Kraft für einen Aufschwung: "Beten ist nicht die letzte, sondern unsere einzige Chance!"

Mehr Schwerpunktsetzungen in den Gemeinden
Die Kieler Theologieprofessorin Uta Pohl-Patalong forderte mehr Schwerpunktsetzungen in den Gemeinden. Nicht jede Gemeinde in einer Stadt müsse alles anbieten. "Mit Schwerpunktsetzungen entlasten wir uns gegenseitig!", so Pohl-Patalong. Gemeinden könnten dann auf die Belange ihrer Umgebung eingehen. Dabei spiele das ehrenamtliche Engagement eine große Rolle. "Wir leben damit das Priestertum aller Glaubenden und können so gabenorientiert Menschen nach ihren Fähigkeiten zur Mitarbeit ermutigen." In den Gemeinden sollten auch unterschiedliche Gottesdienste in vielfältigen Formen gefeiert werden. "Es soll dann auch sein, dass Menschen die sie ansprechenden Formen wählen können." Dazu gelte es, Gemeindegrenzen zu überwinden und sich in benachbarten Gemeinden mehr abzusprechen. "Eine Gemeinde kann dann auch guten Gewissens Arbeitsbereiche lassen, weil sie weiß, dass eine andere Gemeinde sie gut macht."

Vielfältiges Programm: Musik, Markt der Möglichkeiten und 20 Foren
Einen starken musikalischen Akzent setzten der Gospelchor "Angel Company" unter der Leitung von Berthold Engel sowie das Nordbadische Blechbläserensemble unter Leitung des Landesposaunenwartes Armin Schaefer.

An knapp 80 Ständen auf dem Markt der Möglichkeiten konnten sich die Teilnehmenden zudem über Arbeitsbereiche der Landeskirche sowie Gemeindeprojekte und Einrichtungen der Landeskirche informieren.

In den 20 Foren waren über 150 Experten zu unterschiedlichen Themen beteiligt. Dabei wurde beispielsweise Geld herbeigezaubert, wie im Forum "Geist und Geld", wo der Hobbyzauberer und Leiter der Abteilung Gemeindefinanzen im Evangelischen Oberkirchenrat Erich Rapp allerdings  dann doch feststellen musste, dass dies "keine tragfähige Form der Geldbeschaffung sei". Aber bei den Forenthemen wie Spendengewinnung, verschiedene Formen mit biblischen Texten umzugehen, Stärkung des Ehrenamtes oder Öffentlichkeitsarbeit, Prophetische Kirche, Ökumene oder Wiederentdeckung des Heiligen waren die Teilnehmenden vom Reichtum der Ideen begeistert, die sie nun nach Hause in ihre Gemeinden mitbringen können. "Das war ein Tag zum Auftanken", so eine sichtlich bereicherte Teilnehmerin am Ende des Tages.

Am Abend fanden noch Konzerte und Lesungen in Karlsruhe statt, am Sonntag schließt der Gemeindeentwicklungskongress mit verschiedenen Gottesdiensten in Karlsruhe Kirchen.

 

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Referate und Referenten

Referent Peter Böhlemann

Peter Böhlemann

"Vertraut den neuen Wegen, auf die der Herr uns weist..." - Referat auf dem Gemeindeentwicklungskongress

Jesus selbst hat ja ein eigenes Gleichnis für Ihren Kongress zur Gemeindeentwicklung erzählt (Mk 4,1-9). Es ist das Gleichnis vom Sämann.
Und Jesus sagt, so verhält es sich mit dem Reich Gottes. Ich streue die Botschaft davon aus, aber sie bringt unterschiedlich Frucht. Es gibt bestimmte Faktoren, die Wachstum behindern und welche, die es fördern. Es gibt sozusagen gute und schlechte Wege. Und sogar auf gutem Boden bringt manches 30- manches 60- und manches 100fach Frucht.

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PD Dr. Uta Pohl-Patalong
PD Dr. Uta Pohl-Patalong

PD Dr. Uta Pohl-Patalong (Hamburg)

Uta Pohl-Patalong  ist geboren 1965 in Schleswig, verheiratet, eine Tochter.
Pfarrerin und Privatdozentin an der Universität Bonn.
Uta Pohl-Patalong liefert mit ihrem Begriff der "kirchlichen Orte" ein vieldiskutiertes Strukturmodell für die Volkskirche.
Das Modell bietet die Chance, das traditionelle Gegenüber von Ortsgemeinde und übergemeindlichen Einrichtungen zu überwinden, indem es die jeweiligen Stärken beider kirchlicher Arbeitsformen zur Geltung bringt.

 

 

"Von der Ortskirche zu kirchlichen Orten - Chancen für die Volkskirche"  -  Vortrag beim Gemeindeentwicklungskongress von Uta Pohl-Patalong

Visionen braucht die Kirche natürlich immer und zu allen Zeiten, sonst ist sie nicht lebensfähig. Im Moment aber brauchen wir sie ganz besonders, denn allerorten wird die "Krise" der Kirche ausgerufen. "Die Krise" sind dabei genau genommen zwei verschiedene Krisen, die nur bedingt miteinander zusammenhängen: Einerseits eine Finanzkrise, die wohl alle, die sich in der Kirche engagieren, seit einigen Jahren sehr beschäftigt, andererseits aber auch eine inhaltliche Krise, die ich Relevanzkrise nenne: sie erlebt eine Krise ihrer Bedeutung, insofern sie für die Gesellschaft und für viele Menschen in der Gegenwart nicht die Bedeutung hat, die ihren eigenen, theologisch begründeten, Anspruch entspricht. ........ Für die Zukunft der Kirche scheinen mir aber die inhaltlichen Fragen wesentlich wichtiger zu sein.

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Texte, Berichte und Materialien aus den Workshops

Insgesamt 20 Workshops standen auf dem Programm des Gemeindeentwicklungskongresses am 22.09.2007 im Kongresszentrum in Karlsruhe

Ein vielfältiges Programm bot der Gemeindeentwicklungskongress. Neben den zwei Einführungsreferaten (siehe oben) und jeweils zehn verschieden Foren am Samstagvormittag und -nachmittag erwarteten die Besucher Bands, ein bunter Markt der Möglichkeiten, ein kulturelles Abendprogramm und verschiedene thematische Gottesdienste am Sonntagmorgen.- Diese gesamte Palette hier wiederzuspiegeln ist leider nicht möglich.
Allerdings werden wir Ihnen hier nach und nach alle Texte, Berichte und Materialien über den Kongress zur Verfügung stellen.

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Materialien zum Download

An dieser Stelle finden Sie das Programmheft und Arbeitshilfen  zum Download.
Nach und nach werden wir dann auch die Vorträge, Inhalte aus den Foren und eine Tagungsdokumentation hier für Sie bereit halten.

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