Satzung der unselbstständigen Stiftung der Evangelischen Frauen in Baden

„GRATIA – Stiftung der Evangelischen Frauen in Baden“

Präambel

(1)  Die Evangelischen Frauen in Baden der Evangelischen Landeskirche in Baden sehen ihren Auftrag darin, vom Evangelium her Orientierung zu geben in den Fragen, die die Lebenssituation von Frauen in Gesellschaft und Kirche betreffen. Aufgrund der befreienden Botschaft des Evangeliums will sie Frauen ermutigen, ermächtigen und befähigen, Verantwortung für die Gestaltung des Lebens in allen Bereichen – Familie, Beruf, Kirche, Gesellschaft und Öffentlichkeit – zu übernehmen (s. Präambel der Ordnung der Frauenarbeit der Ev. Landeskirche in Baden vom 1. März 2006).

(2)  Zur Förderung und Unterstützung innovativer und zukunftsorientierter Initiativen und Pro­jekte von Frauen im Bereich der Evangelischen Landeskirche in Baden und der ihr verbun­denen Partnerkirchen errichtet der Evangelische Oberkirchenrat gemäß § 127 Abs. 2 Nr. 16 Grundordnung der Evangelischen Landeskirche in Baden die unselbstständige Stiftung „GRATIA – Stiftung der Evangelischen Frauen in Baden“.

§ 1
Name

Die Stiftung führt den Namen „GRATIA – Stiftung der Evangelischen Frauen in Baden“. Sie ist eine rechtlich unselbständige Stiftung in der treuhänderischen Verwaltung des Evangelischen Oberkirchenrats.

§ 2
Zweck der Stiftung

(1)  Die Stiftung dient Zwecken der Förderung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern, der Entwicklungshilfe und der Bildungsarbeit.
(2)  Die Stiftung verwirklicht ihre Zwecke insbesondere durch die Förderung und Unterstützung innovativer und zukunftsorientierter Initiativen und Projekte von Frauen und für Frauen und Mädchen im Bereich der Evangelischen Landeskirche in Baden und der ihr verbundenen Partnerkirchen.

(3)  Die Zwecke der Stiftung werden hauptsächlich verwirklicht durch:

  1. Förderung und Unterstützung von Initiativen und Projekten von Frauen in Gemeinden, Bezirken und auf landeskirchlicher Ebene in Baden und in den der Evangelischen Lan­deskirche in Baden verbundenen Partnerkirchen,
  2. Förderung und Unterstützung von Projekten anderer gemeinnütziger Träger,
  3. Vergabe des Marie-von-Marschall-Preises für zukunftsweisende Projekte von Frauen, die spirituelles und gesellschaftliches Engagement in besonderer Weise verbinden,
  4. Förderung von Symposien, Kolloquien, ökumenischen Begegnungen u. ä. der Evangelischen Frauen in Baden.
(4)  Die Stiftung kann in Notfällen Frauen in prekären Lebenslagen (z. B. wohnsitzlose Frauen u. a.) im Sinne von § 53 AO. unterstützen.
(5)  Zur Erfüllung der Zwecke kann neben den Erträgen des Stiftungsvermögens auch auf einen Teil des Stiftungsvermögens zurückgegriffen werden.

(6)  Von dem ursprünglich durch den Evangelischen Oberkirchenrat gestifteten Vermögen wird ein Betrag von 10.000 € als Grundvermögen festgelegt, das in seinem Bestand erhalten werden muss. Das übrige Vermögen der Stiftung kann weiterhin zur Erfüllung der Stiftungszwecke verwendet werden. Pro Jahr sollen davon nicht mehr als 10.000 € verbraucht werden.

§ 3
Gemeinnützigkeit

(1)  Die Stiftung verfolgt ausschließlich, unmittelbar und mittelbar gemeinnützige, mildtätige und kirchliche Zwecke im Sinne der geltenden steuerrechtlichen Bestimmungen. Sie ist selbstlos tätig und verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke.
(2)  Alle Mittel dürfen nur für die satzungsgemäßen Zwecke verwendet werden.

(3)  Keine Person darf durch Ausgaben, die dem Zweck der Stiftung fremd sind, oder durch un­verhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.

§ 4
Vermögen der Stiftung

(1)  Das Vermögen der Stiftung sowie ihre Einnahmen und Ausgaben werden in der landes­kirchlichen Rechnung als Sondervermögen der Landeskirche ausgewiesen.
(2)  Dem Vermögen wachsen Zuwendungen zu, sofern diese Zuwendungen (Zustiftungen) aus­drücklich dazu bestimmt sind.
(3)  Spenden und andere Einnahmen sind zur Erfüllung des Stiftungszwecks zu verwenden. Zweckbindungen im Rahmen des Stiftungszwecks sind zu beachten.
(4)  Die Verwaltungskosten der Stiftung sind vorrangig aus den Erträgen zu decken.

(5)  Die Rechnungsführung und Rechnungslegung obliegt in Abstimmung mit den Evangelischen Frauen in Baden dem Evangelischen Oberkirchenrat.

§ 5
Verwaltung der Stiftung

(1)  Der Evangelische Oberkirchenrat überträgt die Verwaltung der Stiftung widerruflich auf den Vorstand nach § 6. Der § 4 Abs. 5 bleibt hiervon unberührt.

(2)  Im Übrigen richtet sich die Verwaltung des Stiftungsvermögens nach dem kirchlichen Gesetz über die Vermögensverwaltung und die Haushaltswirtschaft in der Evangelischen Landeskirche in Baden (KVHG) in der jeweils gültigen Fassung.

§ 6
Vorstand

(1)  Der Vorstand besteht aus der Leiterin der Evangelischen Frauen in Baden, der Vorsitzenden des Landesausschusses der Evangelischen Frauen in Baden und deren Stellvertreterin, der Vorsitzenden der Bezirksbeauftrag­tenversammlung und der Stellvertreterin sowie bis zu zwei Sachverständigen aus dem Bereich Frauen- und Geschlechterforschung. Letztere werden von den geborenen Mitgliedern für die Dauer von drei Jahren hinzu gewählt.
(2)  Der Vorstand tritt mindestens einmal jährlich zusammen.
(3)  Er ist beschlussfähig, wenn mindestens vier Vorstandsmitglieder anwesend sind.
(4)  Er wählt aus seiner Mitte eine Vorsitzende und deren Stellvertreterin.
(5)  Über die Sitzungen des Vorstands ist ein Protokoll aufzunehmen.

(6)  Beschlüsse des Vorstands müssen mit der Mehrheit der Vorstandsmitglieder gefasst wer­den (s. Art. 108 GO).

§ 7
Aufgaben des Vorstands

(1)  Dem Vorstand obliegen in Vollzug des § 5 Abs. 1 insbesondere die Entscheidungen zur satzungsgemäßen Verwendung der zur Verfügung stehenden Mittel und die Anlage des Vermö­gens in Abstimmung mit dem Finanzreferat des Evangelischen Oberkirchenrats.
(2)  Der Vorstand lädt einmal im Jahr Stifter und Stifterinnen und Spender und Spenderinnen zum GRATIA-Tag ein. Dort werden Angelegenheiten der Stiftung von grundsätzlicher Bedeutung beraten.

(3) Der Vorstand berichtet jährlich der Versammlung der Bezirksbeauftragten der Evangelischen Frauen in Baden über seine Arbeit.

§ 8
Rechnungslegung

(1)  Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

(2)  Die Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung wird vom Rechnungsprüfungsamt der Evan­gelischen Landeskirche in Baden geprüft.

§ 9
Satzungsänderung

Die Satzung kann nur mit Zustimmung des Evangelischen Oberkirchenrats in Karlsruhe geän­dert werden.

§ 10
Aufhebung der Stiftung

(1)  Die Stiftung kann nur durch den Vorstand nach Beratung im Landesausschuss der Evangelischen Frauen in Baden mit der Mehrheit der stimmberechtigten Mitglieder aufgehoben werden und auch nur dann, wenn die Erfüllung des Stiftungszwecks nicht mehr möglich ist, oder bei einer wesent­lichen Änderung der Verhältnisse.
(2)  Der Beschluss bedarf der Genehmigung des Evangelischen Oberkirchenrats in Karlsruhe.

(3)  Bei Auflösung oder Aufhebung der Stiftung oder bei Wegfall steuerbegünstigter Zwecke fällt das Sondervermögen an die Evangelischen Frauen in Baden zurück.

§ 11
In-Kraft-Treten der Satzung

(1)  Der Vorstand der Evangelischen Frauen in Baden hat mit dem Einverständnis des Landesausschusses der Evangelischen Frauen in Baden dieser Satzung am 14. Dezember 2006 zugestimmt.
(2)  Der Evangelische Oberkirchenrat hat am 19. Dezember 2006 diese Satzung beschlossen.
(3)  Diese Satzung tritt am 20. Dezember 2006 in Kraft.

(4)  Diese Satzung wurde am 6. Oktober 2015 geändert.

 
Evangelischer Frauenpilgerweg in Baden

Quelle: Evangelische Frauen in Baden

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Quelle: Evangelische Frauen in Deutschland

Evangelisches Magazin für Frauen- und Gemeindearbeit

Hrsg.: Evangelisches Zentrum Frauen und Männer gGmbH, Fachbereich Evangelische Frauen in Deutschland