Die Stiftskirche in Bretten

Geschichtsträchtiges Kleinod

Quelle: ekiba / David Groschwitz
Quelle: ekiba / David Groschwitz
Quelle: ekiba / David Groschwitz
Quelle: ekiba / David Groschwitz
Eine lange und bewegte Geschichte liegt hinter der Stiftskirche in Bretten. Ihre Ursprünge gehen in die Zeit der Romanik und Gotik zurück. In den 90er Jahren wurde sie gründlich renoviert und im Jahr 2014 hat sie eine neue Glocke erhalten, die Friedensglocke. Ihr Name erinnert an die Vorgängerin, die im Zweiten Weltkrieg eingeschmolzen wurde, weil man Waffen daraus machen wollte. 
 
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Der Turm stammt aus dem 11. Jahrhundert und könnte als Bergfried einer Fluchtburg gedient haben. Wenn man vom Innenraum her auf den Turmfuß schaut, sieht man, dass das Kirchenschiff, welches in der Zeit der Gotik an den Turm angebaut wurde, aus der Turmachse herausgedreht ist. Dies ist nicht auf die damals bereits hervorragende Messtechnik der Gotik zurückzuführen, die Ursachen sind wahrscheinlich eher im Zuschnitt der Parzelle der Kirche zu finden. Aus der Zeit der Gotik stammen zwei weitere Zeugen: zum einen der Lettner, welcher zur Erbauungszeit die bauliche Grenze zwischen „hohem“ und „gemeinem“ Volk gezogen hat und dessen wunderschönes vergoldetes schmiedeeisernes Tor schon lange unter Denkmalschutz steht.

Zum anderen die Bachkapelle, die seitlich an den Chor angebaut wurde. In der Bachkapelle wurden während der letzten Renovierung in den 90er Jahren des vergangenen Jahrhunderts illusionistische Architekturmalereien mit floralem Bandwerk aus dem 16. Jahrhundert, freigelegt. Selten können Fresken in diesem Umfang gerettet werden, doch in diesem Fall blieben 85 Prozent der Malereien für die Nachwelt erhalten. Auch die Epitaphien, welche an den Wänden der Kapelle angebracht sind, sind aufgrund ihrer Vielfältigkeit sehr sehenswert. Anhand von originalen Befunden wurden diese durch die Restauratoren teilweise wieder farbig gefasst. Auf eine Rekonstruktion von abgebrochenen Stellen wurde verzichtet. Da man als Betrachter an die grauen, steinfarbenen Skulpturen aus dem Mittelalter gewöhnt ist, ergibt das Gesamtbild für den Betrachter zunächst ein ungewohntes Seherlebnis.


Der Kirchenraum selbst wurde bis Anfang der vierziger Jahre des vorangegangenen Jahrhunderts als Simultankirche genutzt. Danach übernahm die evangelische Gemeinde den katholischen Chor und baute in den ehemals eingeschossigen hohen Chor eine Zwischendecke ein, um ihre Gemeinderäume darin unterzubringen. Die originalen symmetrisch angeordneten Zugänge zum Chorraum sind noch erkennbar, obwohl sie zugunsten eines neuen Eingangs zugemauert wurden.

Für diese Kirche gibt es auch eine geistliche Kirchenführung. Näheres finden Sie hier.
 

 
 
Die Stiftskirche in Bretten ist auch in der Kirchen-App der EKD zu finden. Zu den Download-Möglichkeiten der App für Android und iOS:
 

 

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75015 Bretten

 

 
Ansprechpartner
Oliver Weidermann
Internet-Redakteur (ZfK)
Offene Kirchen in Baden-Württemberg
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Quelle: ekd_kirchen-app.de

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