10. Vollversammlung in Busan

Blog aus Busan

Quelle: Microsoft Word - ClipArt
ACHT TEILNEHMENDE AUS BADEN BERICHTETEN TÄGLICH AUS SÜDKOREA.

Lesen Sie hier von ihren Erlebnissen, Erfahrungen und Einsichten bei der 10. Vollversammlung des ÖRK und machen Sie sich selbst ein Bild. KLICK
Quelle: Perfect Page, EKD, EKD, ÖRK

Vom 30. Oktober bis 8. November 2013 fand die 10. Vollversammlung des Ökumenischen Rats der Kirchen statt. Unter dem Leitwort: "Gott des Lebens, weise uns den Weg zu Gerechtigkeit und Frieden“ standen Fragen nach Einheit, Mission, Klimagerechtigkeit, theologischer Ausbildung, ökumenischer Spiritualität und interreligiöser Zusammenarbeit auf dem Programm. Um Gemeinden vor Ort an diesem wichtigen Ereignis der weltweiten Ökumene teilhaben zu lassen, hat eine Arbeitsgruppe im Auftrag der EKD eine Gottesdiensthilfe erarbeitet. Pfarrerin Anne Heitmann, Landeskirchliche Beauftragte für Mission und Ökumene, die unsere Landeskirche in der EKD-Delegation vertreten hat, hat daran wesentlich mitgearbeitet. Der erste Teil informiert in aller Kürze über die Vollversammlung und das Gastgeberland Korea. Das Herzstück ist der Gottesdienstvorschlag im zweiten Teil. Er konnte am Sonntag der Vollversammlung, dem 3.11.2013 oder zu einem anderen Zeitpunkt im Umfeld der Vollversammlung gefeiert werden. Der dritte Teil stellt Materialien und Ideen für die Gemeindearbeit und Initiativen zu den Themen der Vollversammlung vor. Sie können die Arbeitshilfe direkt auf www.busan2013.de herunterladen. Dort finden Sie auch weitere Anregungen und Informationen sowie die wichtigsten Links zur Vollversammlung.

 
Die Gottesdiensthilfe kann in der Abteilung Mission und Ökumene bestellt werden: 
Sonja[dot]meier[at]ekiba[dot]de  Tel: 0721 9175-390
 
 
Ein Beitrag zu Busan erschienen beim Materialdienst des Konfessionskundlichen Instituts (MD) in Bensheim, 05 / 2013
 
 
 
Ein Pool von engagierten Ökumenikern
160 Theologie-Studierende aus aller Welt tagten parallel zu den Delegierten der 10. Vollversammlung des Ökumenischen Rates der Kirchen in Busan. Global Ecumenical Theological Institute (GETI) hieß ihre Tagung. Benjamin Simon, Beauftragter für Mission und Ökumene in der Evangelischen Landeskirche Baden, nahm als einer der Dozenten daran teil. Hier zum Interview KLICK
 
 
Quelle: Benjamin Simon
Interesse am Dialog? Die badischen Teilnehmenden der Vollversammlung kommen gerne auch in Ihre Gemeinde, um von Busan zu berichten.
 

Aus Baden nach Busan

Vom 30. Oktober bis zum 8. November fand die 10. Vollversammlung (VV) des Ökumenischen Rats der Kirchen (ÖRK) statt. 4.000 Menschen aus 349 Mitgliedskirchen haben daran in Busan in Südkorea teilgenommen. Darunter auch einige Teilnehmende aus der badischen Landeskirche, die als EKD-Delegierte, Projektmitarbeitende, Studierende und als Stewards nach Busan geflogen sind.
Der ÖRK hat sich nicht nur mit wesentlichen Fragen der Ökumene, sondern auch mit Themen wie Gerechtigkeit, Frieden und Entwicklungspolitik beschäftigt.

Alle badischen Teilnehmenden waren gerne bereit, anschließend in Gemeinden über ihre Erfahrungen in Busan zu berichten. Außerdem wurden alle Gemeinden dazu aufgerufen, am 3. November oder an den Sonntagen davor oder danach die Beratungen in Busan mit einem Gottesdienst zu begleiten.

Anne Heitmann, Landeskirchliche Beauftragte für Mission und Ökumene
Sie hat als Mitglied der EKD-Delegation die Vollversammlung in Busan ganz aus der Nähe miterlebt. Dazu gehörte auch, die Programmarbeit des ÖRK für die nächsten Jahre neu auszurichten und neue Impulse einzubringen.
Unter den Delegierten aus Deutschland habe sich in der Vorbereitung der sogenannte „Pilgerweg für Gerechtigkeit und Frieden“ („Pilgrimage of Justice and Peace“) als wichtiges Thema herausgebildet, so Heitmann. Dieser soll in Busan konkrete Gestalt annehmen.
„Ich wünsche mir unter anderem, dass sich die ökumenische Bewegung und der ÖRK so weiterentwickeln, dass sie ein‚ Sinnbild und Zeichen versöhnter Verschiedenheit‘ sind und als ‚Botschafter der Versöhnung‘ in die Welt hinein wirken.“

Klaus Heidel, Landessynodaler
Der Landessynodale Klaus Heidel ist Mitbegründer und Mitarbeiter der Werkstatt Ökonomie e. V. in Heidelberg. Er fuhr als Berater der EKD-Delegation zur VV nach Busan. Heidel hat seit der letzten Vollversammlung 2006 im „Beirat“ des ÖRK für das Programm „Armut, Reichtum und Umwelt“ mitgearbeitet und so auch die Entstehung des Dokuments „Wirtschaften für das Leben (Economy of life)“ mitverfolgt, das in Busan auf der Tagesordnung stehen wird. „Ich habe mich in den letzten Jahren dafür eingesetzt, dass die Vollversammlung in Busan die Mitgliedskirchen des ÖRK einlädt, gemeinsam nach neuen Wegen des Umgangs mit den zentralen Herausforderungen unserer Zeit und hier vor allem mit dem Klimawandel zu suchen. Die Idee der Pilgrimage scheint hierfür einen guten Rahmen zu bieten.“

Dr. Benjamin Simon, Landeskirchlicher Beauftragter für Mission und Ökumene
Zum ersten Mal hat es bei der Vollversammlung ein zweiwöchiges Begleitprogramm für 150 Studierende aus den ÖRK-Mitgliedskirchen gegeben. Die Evangelische Landeskirche in Baden hat sich stark für dieses Projekt des Global Ecumenical Theological Institute (GETI) eingesetzt, das den Nachwuchs im Bereich Ökumene stärken soll. Neben den Studierenden wurden auch 20 Dozenten aus aller Welt gesucht. Einer davon war Benjamin Simon. Gemeinsam mit Dozenten aus Texas, Hong Kong, Korea, Finnland usw. gestaltete er ein Intensivprogramm mit Kursen in Interkultureller und Ökumenischer Theologie.

„Ich erhoffe mir, dass die ökumenisch-theologische Ausbildung in der weltweiten Ökumene einen festeren Stand bekommt“, so Benjamin Simon. Für die badische Landeskirche sei es wichtig, sich mit ökumenischen Fragen auseinanderzusetzen, „weil Menschen mit Migrationshintergrund künftig ein Teil unserer hauptamtlichen Kolleg/-innen sein werden“, stellt er fest.

Markus Keller, Theologie-Student
Er ist einer der beiden Studierenden aus Baden, die am GETI-Projekt teilnahmen. „Ökumene ist nicht das Hobby einzelner, sondern ein geistlicher Auftrag in der Nachfolge Jesu“, ist er überzeugt. Auch die Bemühung um Frieden und Bewahrung der Schöpfung gehörten zu diesem Auftrag. „Von den badischen Gemeinden wünsche ich mir Aufgeschlossenheit für diese Themen. Gerne würde ich in den Gemeinden über Busan und die Ergebnisse der Vollversammlung berichten“, stellt er fest. Bereits vorab hat er Veranstaltungen, Reportagen und Vorträge (mit-)geplant, um für die Vollversammlung in Baden Interesse zu wecken.

Anna Habermann, Theologie-Studentin
Auch Anna Habermann nahm als Studentin am GETI-Projekt teil. Praktische Ökumene-Erfahrungen konnte sie schon einige sammeln. Nach dem Abitur war sie EMS-Freiwillige in Ghana und im vergangenen Semester hat sie im Westjordanland Arabisch studiert. Ihr Studienschwerpunkt liegt im christlichmuslimischen Dialog und im Bereich afrikanische Theologien. „Ich hoffe, dass ich in Busan viele Begegnungen mit ganz unterschiedlichen Menschen haben werde, die mich bereichern werden“, erklärt sie. Auch sie plant schon einige Veranstaltungen, um die Erfahrungen von Busan anderen weiterzugeben.

Sarah Schroeder, Theologie-Studentin
Sie engagiert sich im Vorstand der Evangelischen Jugend Baden. Dort kümmert sich Sarah Schroeder auch um die Partnerschaft zur Kansas and Oklahoma Conference der United Church of Christ in den USA. In Busan hat sie gemeinsam mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen aus der ganzen Welt an einem Steward-Programm teilgenommen, das die Konferenz vor allem praktisch begleitete und unterstützte. „Ich freue mich darauf, gemeinsam mit jungen Christen aus anderen Ländern drei Wochen zu leben, zu arbeiten und Gottesdienst zu feiern.“

André Witthöft-Mühlmann, Umweltbeauftragter der Landeskirche
In der Landeskirche koordiniert er das landeskirchliche Klimaschutzkonzept und berät Organisationen in Fragen der Nachhaltigkeit. Auch internationale Erfahrungen konnte er in dieser Funktion schon sammeln. 2012 war er einer der Hauptredner der „interreligious Conference on nuclear issues“ in Fukushima (Japan). In Busan möchte er die landeskirchlichen Praxiserfahrungen im operativen Klima- und Umweltschutz einem internationalen Multiplikatorenkreis vorstellen. „Umgekehrt hoffe ich auch, viele gute Ideen aus Busan mitzubringen“, so Witthöft-Mühlmann. Vor dem Hintergrund des drängenden Problems des Klimawandels ist Busan für ihn „eine Art Dienst an der Weltkirche und ein Zeichen der Mit-Verantwortung der Kirchen“.

Matthias Meyer, Ökumene-Referent im Konfessionskundlichen Institut (KI) in Bensheim
„Wir beschäftigten uns in Busan mit zwei wesentlichen Grundfragen: Was ist Kirche und was ist ihr Auftrag?“, erklärt Matthias Meyer. Er fuhr im Auftrag des Konfessionskundlichen Instituts nach Busan. Zu seinen Aufgaben gehörte es, die beiden zentralen Dokumente zur „Mission und Evangelisation“ und zum Kirchenverständnis zu analysieren. Das Papier „Mission und Evangelisation“ ist das erste Papier dieser Art seit 1982. Wichtig ist Matthias Meyer, „Wege zur Ökumene zu wagen und die Einheit in Verschiedenheit vertieft einzuüben.“

Ansprechpartner:

Anne Heitmann

Quelle: M. Hornung
Kirchenrätin, Leiterin der Abteilung für Mission und Ökumene
Telefon: 0721 9175-387
Fax: 0721 9175-25-387
 
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Dokumente der 10. Vollversammlung auf englisch oder deutsch
 
Weitere Infos:
www.oikumene.org 
(ÖRK-Homepage)
 
 
 
www.globethics.net/geti 
(Global Ecumenical Theological Institute)