Luther & Co - Bibelübersetzungen

Quelle: Deutsche Bibelgesellschaft
 
 

Bibelausgaben gibt es viele

Den Unterschied macht oft die Übersetzung
Quelle: Judith Weidermann

Gute Zeiten für Bibelinteressierte: Nahezu jede Altersgruppe, jeder Bildungsgrad und jeder Lebensstil findet die zu seinen Lesegewohnheiten passende Bibel im Buchhandel – vom Schmuckstück für die  Wohnzimmervitrine über das Arbeitsmittel mit Schreibrand bis hin zum wasserfesten NT für das Lesen am bzw. im Baggersee ist alles dabei.

Von kommunikativen Bibeln für interessierte,  aber in Christlichem unerfahrene Leser/-innen ganz zu schweigen. So bietet beispielsweise Irmgard Weth – nach ihrer Neukirchner Kinderbibel und ihrer Vorlesebibel – seit wenigen Wochen auch eine Elementarbibel für Erwachsene (bisher nur das AT): weniger eine Übersetzung, sondern eine auf Verstehen hin angelegte Nacherzählung. Deutlich textnäher und doch konsequent auf Verstehen hin angelegt ist die Basisbibel, die erstmals Buch und Internet miteinander verknüpft. Dank Sacherklärungen ist die Basisbibel für Einsteiger bestens geeignet. Am anderen Ende des Spektrums stehen für kundige Leser/- innen Bibeln parat wie die Septuaginta Deutsch, die erste Übersetzung der antiken griechischen Übersetzung des AT ins Deutsche überhaupt.

Das Medium ändert sich - die Botschaft bleibt

Bibelausgaben im Internet lassen die Heilige Schrift neu sehen
Quelle: Screenshot_Basisbibel.de

» „The medium is the Message“ – dieser zum Bonmot kondensierte Buchtitel des Medientheoretikers Marshall McLuhan macht deutlich, dass ein Trägermedium allein schon vom Material her auch den Inhalt eines Textes beeinflusst. Bereits in der Antike wurden beispielsweise Verse, die als Inschrift einen Gedenkstein zieren sollten, „steintauglich“ verkürzt – sie wurden lapidar.

Und heute? Seit einigen Jahren gibt es neben dem klassischen Trägermedium Papier auch die digitalen Medien, und so findet man verschiedene Bibelausgaben längst auch im Internet. Wie verändern sich der Bibeltext oder das Leseverhalten eines Menschen, wenn die Worte, die für Christen „Heilige Schrift“ sind, zum Hypertext werden? Und wo endet in einem Hypertext eigentlich der Kanon der biblischen Schriften?

Forum Bibelübersetzung

Quelle: Wikipedia.org_ Gemeinfrei / April 2016
Jedes Jahr treffen sich Übersetzungswissenschaftler, Sprachwissenschaftler, Theologen, Missiologen und Interessierte zum „Forum Bibelübersetzung“.
In Referaten und Diskussionen erörtern sie verschiedene Zugänge der Bibelübersetzung; Konsequenzen und Sinnveränderungen, die sich durch übersetzungstechnische Entscheidungen ergeben; sie beschäftigen sich mit Textforschung und Textkritik der Bibel uvm.
 
(Bild: Ein Blatt der griechischen Bibelhandschrift P46, auf Papyrus, ca. 200 n. Chr.; Ann Arbor, University of Michigan. Der Text enthält einen Abschnitt des 2. Briefs des Apostels Paulus an die Korinther (Kap. 11,33 - 12,9).