Fragen zu Gebäuden/ Baumaßnahmen

Denkmalgeschützte Gebäude im Liegenschaftsprojekt

Gebäude, die unter Denkmalschutz stehen, werden im Rahmen der Erfassung nicht anders beurteilt als andere Gebäude.

Bei der Umsetzung ist der Denkmalschutz mit einbezogen. Bezogen auf die Nutzung von Kirchen finden immer auch Gespräche mit dem Denkmalschutz statt. Wenn Kirchengebäude heute renoviert, saniert und ggf. umgenutzt werden müssen, dann sollten die Art und Weise den Anforderungen von heute Rechnung tragen. Hier finden zwischen Landeskirche und Denkmalschutz, aber auch bei konkreten Maßnahmen Abstimmungsgespräche statt.

Wie viel Gemeindehausfläche müssen wir einsparen?

Wieviel Gemeindehausflächen in den einzelnen Kirchenbezirken zukünftig einzusparen bzw. landeskirchlich nicht mehr finanziert werden, kann erst nach der Datenerhebung und Auswertung festgestellt werden. Grundlage für die zugewiesene Gemeindehausshöchstfläche ist die Gemeindegliederzahl.

10-Bauteile-Modell und Instandhaltungsstau (Zukunftsprognose) Wann müssen wir an einem Gebäude sinnvollerweise handeln?

Der bauliche Zustand eines Gebäudes wird im Liegenschaftsprojekt durch das 10-Bauteile-Modell ermittelt. Folgende Bauteile werden dabei bewertet :

1.Dachhaut; 2.Fassade-Hülle; 3. Fassaden-Öffnungen; 4.massiv Konstruktion 5.übrige Konstruktion; 6.Innenausbau; 7. Heizung; 8.Sanitär; 9.Elektro; 10.Übrige Technik

Die Bewertung der Bauteile erfolgt durch den Objektbegeher vor Ort. Es sind Bewertungen von „neu“ bis „irreparabel“ möglich.

Ein Beispiel …

Heizung = leicht schadhaft = 0,8, d.h. die Anlage der Wärmerzeugung ist ca. 10 Jahre in Betrieb und bedarf nach dieser Betriebsdauer ersten Instandsetzungen, die je nach Anlage und Hersteller an unterschiedlichen Anlageteilen auftreten können.

Die Bewertung besitzt somit nachvollziehbare Erkennungsmerkmale bzw. Angaben zum Alter, die dann zur Berechnung des Instandhaltungsstaus führen.

Die Berechnung des Instandhaltungsstaus bezieht sich auf das gesamte Gebäude !

Zudem werden Qualitätsmerkmale erhoben die nicht in die rechnerische Bewertung mit einfließen, sind aber für die Gesamtbeurteilung des Gebäudes wichtig. Die Komponenten "Ausstattung, Funktionalität, Raumeinteilung, Energetischer Zustand und barrierefreier Zugang zum Gebäude" dient einer Einschätzung, um anstehende Maßnahmen erkennen zu können.

Was tun, wenn jetzt dringliche Renovierungen – wegen Verkehrssicherheit – anstehen?

Mit dem Liegenschaftsprojekt werden erforderliche Maßnahmen zur Sicherung der Verkehrssicherheit nicht in Frage gestellt. Maßnahmen, die jetzt schon durchgeführt werden müssen oder sollen, können durchgeführt werden. Der Kirchenbezirk wird mit einbezogen. Wenn er diese Maßnahme befürwortet, ist dieses Gebäude auch im Masterplan zu berücksichtigen. 

Sollte ein Gebäude zukünftig nicht mehr benötigt werden, dann sind keine erhaltenden Maßnahmen mehr durchzuführen.

Wenn die Verkehrssicherungspflicht nicht gewährleistet ist, darf das Gebäude nicht mehr betreten und genutzt werden.

Ab wann können Baumaßnahmen tatsächlich umgesetzt werden?

Der Ablauf für die Genehmigung und Umsetzung von Baumaßnahmen ist durch das Liegenschaftsprojekt grundsätzlich nicht verändert worden. Es ist aber wichtig, dass neue Baumaßnahmen dem künftigen Masterplanbeschluss des Kirchenbezirks entsprechen.

Daher benötigen Maßnahmen, die vor dem Masterplanbeschluss angegangen werden sollen (v.a. an Gemeindehäusern), die Zustimmung des Kirchenbezirks. Wenn ein Gebäude neu erstellt wird, dann ist dieses Gebäude im Masterplan des Kirchenbezirkes gesetzt.

Wenn der Masterplan beschlossen ist, dann können Baumaßnahmen auf Grundlage der Beschlüsse durchgeführt werden, sofern die Mittel seitens der Landeskirche und in der Kirchengemeinde vorhanden sind.

Wie werden geplante Baumaßnahmen berücksichtigt?

Geplante Maßnahmen/ Gebäude, die bereits eine Baugenehmigung besitzen, werden auf Grundlage der Genehmigungsplanung erhoben und können durchgeführt werden.

Wenn eine Kirchengemeinde ein Gebäude verkauft, wem gehört der Verkaufserlös?

Wenn eine Kirchengemeinde vor Ort ein Gebäude im Eigentum verkauft, dann bleibt der Verkaufserlös bei der Kirchengemeinde, evtl. Darlehen sind abzulösen. Es gilt jedoch weiter die gesetzliche Vorschrift der Vermögenserhaltung (Generationengerechtigkeit).

Gibt es Unterstützung bei geplanten Verkäufen (Verhandlung, Bewertung, …)

Der EOK/ Referat 8 steht den Gemeinden wie bisher zur Beratung zur Verfügung. Ansprechpartner sind Frau Maria Dahn-Coseriu (Tel. 0721-9175-822, E-Mail: Maria[dot]Dahn-Coseriu[at]ekiba[dot]de) oder Herr Horsch (Tel. 0721.9175-812, E-Mail: Ingo[dot]Horsch[at]ekiba[dot]de).

Ein Leitfaden zum Gebäudeverkauf kann beim Gebäudeverkauf angefordert werden, das VSA kennt diesen Leitfaden.

Gibt es in dem Fall, dass Gemeindehausflächen angemietet werden, einen FAG-Zuschuss?

Der Mietkostenzuschuss nach § 10 Abs. 2 FAG wird gewährt, wenn die Gemeindehausfläche im Masterplan zugewiesen ist.

 

 
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Sonderseiten zum Liegenschaftsprojekt in ekiba intern 10/2016

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