In Krankheit

Vater im Himmel,
der Tag der OP ist gekommen. Ich weiß, dass dieser Eingriff notwendig ist und mir helfen soll.
Dennoch ist meine Angst sehr groß. Ich fürchte mich vor der Bewusstlosigkeit, den Schmerzen, und auch dem möglichen Misslingen der Operation. 
Ich komme zu Dir mit meiner Furcht. Trage Du mich auf Deinen Händen und lass Deine wachsamen Augen nicht von mir. Gib mir Gelassenheit und Vertrauen. Gib den Ärzten eine ruhige Hand, lass die Operation glücken und zu meiner Heilung beitragen.
Sei auch bei denen, die in Angst um mich sind und durchdringe sie mit Deiner Kraft, dass sie die Zeit des Wartens und der Unsicherheit ertragen können.
Ich danke Dir, dass Du mich auch in dieser Situation nicht alleine lässt.
Amen 

Herr,
Verzeih’ mir bitte:
lange habe ich mich nicht an Dich gewandt,
lange fehlte mir die Kraft mit Dir zu reden,
lange fehlten mir die Worte, um auszudrücken, was ich denke oder fühle,
lange hatte ich große Zweifel.

Oft war ich auch ärgerlich,
Oft stellte ich mir Fragen wie: „Warum?“ „Warum ich?“ „Wozu?“
„Was ist der Grund meiner vielen Krankheiten?“

Hab’ Dank für
die Menschen, die in der ganzen Zeit für mich da waren,
die Menschen, die für mich gebetet haben,
die Menschen, die mir geschrieben haben,
die vielen Kinder, die mir so schöne Bilder gemalt haben.

Hab’ Dank,
dass ich jetzt sogar zwei Mal im Jahr Geburtstag feiern darf!
Dies ist ein wahrlich großes Geschenk.
Dessen tiefe Bedeutung ich kleiner Mensch in seiner ganzen Größe wohl überhaupt nicht begreifen kann.

Gib’ mir bitte die Weisheit, dieses Geschenk niemals mehr zu vergessen, und darin zu erkennen, was in meinem Leben wichtig ist.
Gib’ mir die Kraft, meine Erkenntnisse, die ich jetzt aus diesen Krankheiten gezogen habe, auch immer im Gedächtnis zu behalten.

Hab’ Dank!
Amen.

(B. T.)

Herr,
wie lange noch?
Schmerzen plagen mich.
In den schlaflosen Nächten frage ich mich,
wozu ich noch da bin.
Ich wollte doch nie anderen zur Last fallen.
Ich weiß, dass auch diese schwere Zeit meines Lebens von Dir kommt.
Herr, hilf mir, geduldig zu sein.
Ich will im Glauben fest bei Dir bleiben,
denn Du bist treu und wirst mich aus diesem Dunkel erlösen
und in Deinem Licht leben lassen.
Amen

(Paul Erhard Wejwer)

Heilender Gott,
Du weißt, wie krank ... ist und wie sehr sie/er leidet.
Du kennst seine/ihre Verzweiflung, Schmerzen und Angst.
Ich stehe daneben, bin so hilfos und möchte weinen.
Ich kann so wenig für ... tun;
aber beten kann ich:
Schau nicht an ... vorbei, sondern sieh' ihr/sein Leiden an,
und setz' dem etwas entgegen.
Ich bitte Dich um Linderung der Schmerzen, um ruhige Nächte, um Kraft, um Heilung,
ich bitte Dich um helfende Therapien der Ärzte und um wohltuende Schwestern.
Ich bitte Dich um Deine spürbare Nähe für ...
Amen

Großer Gott,
meine Gedanken kreisen immer wieder um die Frage: "Wie wird es werden?"
Wie kann ich mit dieser Krankheit leben, die zwar nicht tödlich ist, die mein Leben aber auf den Kopf stellt, die ein "normales" Weiterleben behindert?
Wie werde ich damit leben können, in Zukunft auf so Vieles und zunehmend auf immer mehr verzichten zu müssen?
Wie wird das sein, wenn ich mich irgendwann nicht mehr selbst versorgen kann, wenn ich die Kontrolle über meinen Körper oder meine Gedanken verliere, wenn ich nicht weiß, wann der nächste Krankheitsschub kommt?
Wie wird es sich leben, wenn die Medikamente nicht mehr helfen und die Ärztin ratlos schaut?
Wie werden meine Familie und meine Freunde damit leben können?

Großer Gott,
meine Krankheit überfordert mich!
Ich glaube nicht, dass ich das schaffen werde!
Und ich habe Angst um die, die mich lieben!

Ich habe keine Ahnung, wie es werden wird -
und ich habe im Moment auch keine Hoffnung.
Darum komme ich zu Dir, auch wenn ich nicht verstehe, wieso Du mich nicht davor bewahrt hast.
Ich komme zu Dir, um Dich zu bitten,
dass Du mit mir und meinen Lieben durch diese Krankheit gehst,
dass Du Tag um Tag bei uns bist und Kraft zum Annehmen, zum Ertragen und Erleiden gibst,
dass Du Zeiten zum Ausruhen und zum unbeschwerten Lachen schenkst,
dass Du Mut gibst, mit dieser Diagnose leben zu lernen
und das Leben dennoch zu genießen.
Amen

Lieber himmlischer Vater,
nachher habe ich einen Termin beim Arzt.
Meine Nervosität steigt und das flaue Gefühl im Magen nimmt zu.
Ich habe Angst, dass die Untersuchungen schmerzhaft werden,
Angst, dass die Ergebnisse mir den Boden unter den Füßen wegziehen könnten,
Angst, dass der Arzt/die Ärztin meine Bedürftigkeit und Furcht nicht erkennt,
Angst vor der Zeit im Wartezimmer, in der ich meine Gedanken kaum noch ordnen kann.

Mit meinen vielen Ängsten komme ich zu Dir und bitte Dich,
dass Du mich nicht alleine lässt,
dass Du bei mir bist bei den Untersuchungen und ich Deine Nähe spüren kann,
dass Du dem Arzt/der Ärztin offene Augen für mich gibst,
die richtige Diagnose und eine hilfreiche Therapie meiner Beschwerden,
dass Du schenkst, dass alles harmlos ist und ich wieder gesund werde,
dass Du mich festhälst, falls ich doch schwer krank bin und mir Heilung zuteil werden lässt.

Ich danke Dir, dass ich mit diesen Ängsten zu Dir kommen kann!
Amen

Herr,
eine lange Zeit der Krankheit liegt hinter mir,
lange Zeit habe ich überhaupt nicht mit Dir geredet,
lange war ich nur auf mich konzentriert.
Nur ich und meine Krankheit waren die einzigen Themen, um die meine Gedanken kreisten.

Bitte verzeih’, dass ich mich erst jetzt melde; ich konnte nicht anders;
Du weißt, mir fehlten einfach die Worte.
Ich weiß, Du warst in den vergangenen Monaten immer bei mir, obwohl ich mich nicht an Dich wenden konnte.
Eine Freundin sagte, Du würdest das verstehen.
Ich hoffe es auch und trotzdem: Verzeih’ mir bitte meine Sprachlosigkeit.

Nun habe ich endlich wieder das Gefühl, sagen zu können:
„Es geht mir jeden Tag ein kleines Stück besser.“
Danke, dass ich jetzt auch ab und an das Gefühl der Freude empfinden kann –
auch darüber, dass ich jetzt zusätzlich zu meinem „eigentlichen“ Geburtstag noch einen weiteren Geburtstag feiern kann.
Hab’ Dank für dieses großartige Geschenk!

Freunde sagen mir, ich sähe besser aus.
DANKE!
Amen

(B. T.)
 
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