Probedienst

Wegbeschreibung durch den Probedienst

Allgemeine Orientierung Sinn - Zweck - Ziele

Pfarrerinnen / Pfarrer im Probedienst prüfen ihre eigenen Fähigkeiten und die Arbeitsmöglichkeiten in der Landeskirche, bevor sie auf eine Pfarrstelle berufen werden.
Der Probedienst ist eine Zeit, in der Pfarrerinnen und Pfarrer im Probedienst die Erfahrungen der beruflichen Praxis in Zusammenarbeit mit anderen intensiv reflektieren sollen.

Mit ihren Unterlagen und Berichten aus dem Probedienst geben Pfarrerinnen und Pfarrer im Probedienst der Kirchenleitung Auskunft über ihre Tätigkeit, Befähigung und Bewährung, aber auch über Erfahrungen von Spannungen und Enttäuschungen als neue Mitarbeiterin, als neuer Mitarbeiter unserer Kirche. Diese Unterlagen werden als "Visitenkarte", als Qualitätsnachweis der Arbeit gründlich gelesen, und Pfarrerinnen und Pfarrer im Probedienst erhalten in einem Bescheid und in einer Predigtbeurteilung Auskunft, wie sie wahrgenommen werden. Über diese Rückmeldung findet ein Gespräch statt.

Im Bescheid wird die Entlassung aus dem Probedienst ausgesprochen und die Bewerbungsfähigkeit zuerkannt. In begründeten Fällen kann im Bescheid die Verlängerung des Probedienstes mitgeteilt werden. Das Dienstverhältnis als Pfarrerin bzw. Pfarrer im Probedienst endet in der Regel mit der Berufung auf eine Pfarrstelle.

FEA - Kurse

Fortbildung in den ersten Amtsjahren stellt eine Nahtstelle zwischen der Pflichtfortbildung während erster eigenständiger beruflicher Tätigkeit im Pfarramt und künftiger Fort- und Weiterbildung als selbstverständlicher Übung dar. Mit dem FEA-Programm wird eine Lerngeschichte eingeleitet, die persönliche, fachliche und methodische Kompetenzen fördert. Die Teilnahme an der Fortbildung in den ersten Amtsjahren ist Dienstpflicht. Sie stellt eine Voraussetzung für die Entlassung aus dem Probedienst dar.
Bei einem Probedienst von 24 Monaten ist die Teilnahme an 3 FEA-Kursen verbindlich. Die verbleibenden 4 Veranstaltungen, die im FWB-Programm mit ihren Wahlmöglichkeiten ausgeschrieben sind, werden in längstens 2 Jahren nach der Entlassung aus dem Probedienst absolviert. Im Bescheid zur Entlassung aus dem Probedienst wird hierauf besonders hingewiesen.

Als Pflichtkurse sind Organisation und Verwaltung im Pfarramt sowie Diakonie zu belegen, und mindestens eine Veranstaltung aus dem Wahlbereich.

Wegen der konzentrierten FEA-Zeit wird dringend empfohlen, möglichst frühzeitig (in den ersten 3 Monaten) einen individuellen Fortbildungsplan zu erstellen und sich zu den Veranstaltungen anzumelden. Dabei sind beratende Gespräche mit der Dekanin / dem Dekan, der Schuldekanin / dem Schuldekan sowie der Abteilung Personalförderung des Evangelischen Oberkirchenrates sinnvoll.

Während der FEA-Zeit werden noch keine individuellen Spezialisierungen in der Fort- und Weiterbildung gefördert.

Genauere Informationen zur Fortbildung in den ersten Amtsjahren finden sich am Anfang des jährlichen landeskirchlichen Fort- und Weiterbildungsprogramms.

Als fakultatives Angebot erhalten die Pfarrvikarinnen und Pfarrvikare einen Gutschein für zwei Coaching-Sitzungen.