im Rahmen des Projekts "Dialog im Netz"

#ueberallkirche | Geistliches, wo auch immer Du gerade bist

von 05/2014 bis 12/2020


Für die Menschen ist das Internet nicht mehr nur ein Kommunikationsmedium, sondern gewissermaßen ihr ins Digitale erweiterter Lebensraum, in dem sie sich präsentieren und ihre Beziehungen und Interessen pflegen.

Die Leitfragen des Projekts lauteten hierbei: "Welche digitalen Formate braucht es, damit die Verkündigung des Evangeliums auch digital geschehen kann? Wie lassen sich religiöse Angebote digital aufbereiten, damit das Verkündigende und Verkündigte einerseits gewahrt bleiben, zugleich aber das Dialogische bzw. Partizipative des Internets zur Geltung kommt?"

 

12 Gedanken zur #ueberallkirche

  
 

Projektarchiv "Dialog im Netz"

 

Projektkoordinatoren Ulli Naefken und Simon Heidbrink
von links: Ulli Naefken und Simon Heidbrink, Projektkoordinatoren "Dialog im Netz"

Was ist das Ziel des Projekts?
Etwas provokativ geantwortet: Wir wollen das Internet ein wenig religiöser machen. Hierzu sollen u.a. in einer großen Datenbank Kurzandachten, Gebete, Bibelstellen usw. gesammelt werden. Quasi als große Fundgrube für beispielsweise Ehrenamtliche, die eine Kurzandacht für ihre Gemeindegruppe benötigen oder für sich ein Gebet in einer besonderen Lebensphase. Ebenfalls sollen die bereits vorhandenen digitalen kirchlichen Angebote weiter ausgebaut werden.

Wer soll mit diesen neuen, digitalen Angebotsformen erreicht werden?
Neben den real existierenden Kerngemeinden könnte es in Zukunft auch digitale Gemeinden geben. Diese könnten aus Christinnen und Christen bestehen, die (noch) keinen Bezug zu einer Ortsgemeinde haben, aber spirituelle Angebote im Netz suchen. Aber keine Angst: selbstverständlich sollen auch alle Kirchenverbundenen bei unseren digitalen Angebotsformen nicht vergessen werden.

Welche konkreten Ideen gibt es schon?
Zurzeit experimentieren wir mit Andachten für WhatsApp und wir produzieren ein Adventsliedersingen mit 24 badischen Kirchenchören für die Adventszeit 2018. Bereits jetzt zum Installieren und Durchklicken gibt es die Kirchen-App der EKD mit Audioguides für eine geistliche Kirchenführung. Hier kann sich jede Kirchengemeinde mit ihrem Kirchengebäude eintragen. Am Buß- und Bettag (22.11.) haben wir abends um 19 Uhr eine Andacht bei Facebook gefeiert, in der Gebetsanliegen, die auf dem YouVent gesammelt wurden, gebetet wurden.

Welche Hürden und Hindernisse müssen bei diesem Thema beachtet werden?
Wir nehmen das Thema Datenschutz und Privatsphäre der Nutzerinnen und Nutzer sehr ernst. Bei allen Risiken sollen aber auch die Chancen entdeckt werden: Wäre es nicht schön, wenn Bewohner eines Altenheims oder Reisende auf digitalem Wege am Gottesdienst ihrer Heimatgemeinde teilhaben könnten oder man zu jeder beliebigen Zeit - wann und wo man will - eine Online-Andacht feiern kann.

Wie geht es perspektivisch mit dem Projekt weiter?
In den nächsten Wochen werden wir die Programmierung der Datenbank vorantreiben. Parallel werden wir weitere digitale Testballons starten, wie 360-Grad-Fotos- und -videos, wie interaktive Gottesdienste und und und. Lassen Sie sich überraschen.

Die Fragen stellte Alexandra Weber

erschienen in "ekiba intern" (Ausgabe 09/2017)

 

Beschluss der Landessynode im April 2014


erschienen in "ekiba intern"

Fachtag "Religion online" im März 2016 (nicht öffentlich)


Testballons mit Outdooractive & Actionbound für Pilgerwege


Selbsttest "Welcher YouVent-Typ bist Du?" inkl. Sammeln von Gebetsanliegen auf dem YouVent 2017


Smartphone-Coaching auf der Herbstsynode 2017


WhatsApp-Andacht am Reformationstag 2017


Facebook-Andacht am Buss- und Bettag 2017


#seibegleitet beim #lernen für das #abi18


Advent hören & sehen in 360° vom 1. bis 24. Dezember 2018

 

Digitale Pioniergemeinden gesucht und gefunden!

Die Evangelische Landeskirche in Baden möchte die Nutzung digitaler Medien in den Kirchengemeinden stärken: Mit zwei neuen Angeboten sollen Menschen künftig einerseits mit dem Kirchensystem ‌www.mediaki.de ganz persönliche Momente in der Kirche erleben und andererseits auf dem Smartphone unter www.kircheninbaden.de einen 360°-Kirchenrundgang starten können.
 
Das Projekt "Dialog im Netz" hatte hierzu digitale Pioniergemeinden gesucht - und viele haben sich beworben. Folgende Gemeinden wurden von der Jury ausgewählt und können nun gemeinsam mit den Projektverantwortlichen von "Dialog im Netz" diese digitalen Verkündigungsformen erproben:

Stiftskirche / Wertheim
Sindolsheim / Adelsheim-Boxberg
Unterschüpf / Adelsheim-Boxberg
Rosenberg / Adelsheim-Boxberg
Stiftskirche / Mosbach
Eberbach / Neckargemünd-Eberbach
Dilsberg / Neckargemünd-Eberbach
Hohensachsen / Ladenburg-Weinheim
Gnadenkirche / Mannheim
Christuskirche / Mannheim
Ketsch / Südliche Kurpfalz
Schwetzingen / Südliche Kurpfalz
Peterskirche / Heidelberg
Sinsheim / Kraichgau
Blankenloch / Karlsruhe-Land
Kieselbronn / Badischer Enzkreis
Niefern / Badischer Enzkreis
Auferstehungskirche / Pforzheim-Stadt
Auenheim / Ortenau (Kehl)
Mahlberg / Ortenau (Lahr)
Vogtsbauernhof / Ortenau (Offenburg)
Königsfeld / Villingen
Johanneskirche / Villingen
Maria-Magdalena-Kirche / Freiburg
Breisach / Breisgau-Hochschwarzwald
Waldshut / Hochrhein
Kattenhorn / Konstanz
Pauluskirche / Konstanz
Überlingen / Überlingen-Stockach

1. Kirchenforum Digitalisierung (11.10.2019)

erschienen in "ekiba intern" (Ausgabe 03/2020)

Fachtag ritual:digital (12.11.2020)


 
 
 

 
erschienen in "ekiba intern" (Ausgabe 05/2021)