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Beten - Ein kurze Einführung
Was bedeutet beten?
Wer betet, wendet sich Gott zu. Für Christinnen und Christen ist Gott ein Gegenüber, mit dem sie genauso sprechen können wie mit einem Menschen und dem sie vertrauen können.
Anlässe und Gründe für persönliche Gebete gibt es viele: Krisenzeiten genauso wie schöne Momente. Dem entsprechen verschiedene Formen: Klage, Bitte, Dank, Lob.
Warum wird gebetet?
Beim Beten geht es darum, Gott mitzuteilen, was einen bewegt. Auch Jesus hat gebetet. Manchmal hat er sich dazu zurückgezogen. Und er gibt Hinweis zum „rechten“ Beten. In Matthäus 6 ist ein Gespräch überliefert, in dem Jesus deutlich macht, dass beten Zwiesprache mit Gott ist und keine öffentliche Show, und dass nicht die Menge der Worte, sondern die Haltung zählt.
Wie kann man beten?
Beten kann man mit Texten anderer Menschen, mit eigenen Worten oder auch im Schweigen. Ein Lied singen oder eine Kerze anzünden, kann auch eine Form des Gebets sein. Bekannte vorformulierte Gebete sind Martin Luthers Morgen- und Abendsegen. Das wichtigste Gebet für Christinnen und Christen ist das Vaterunser. Die 150 biblischen Psalmen sind voller Situationen und Emotionen, in denen sich Menschen an Gott wenden. Bekanntestes Beispiel ist Psalm 23.
Beim Beten kann man die Hände falten oder öffnen. Manche Menschen beten im Knien. Es gibt aber keine Vorschrift für eine Gebetshaltung.
Raum für das Gebet bieten Kirchen und Gottesdienste. Das Gebet muss jedoch nicht an einem bestimmten Ort stattfinden und ist auch nicht auf bestimmte Zeiten beschränkt.
Gebete können auch den Tag strukturieren, zum Beispiel am Morgen, vor dem Essen oder vor dem Schlafengehen.
Wirkt beten?
Beten bedeutet nicht, dass sich alle Wünsche erfüllen. Der Theologe Dietrich Bonhoeffer sagte dazu: „Gott erfüllt nicht alle Wünsche, aber alle seine Verheißungen." Beten hat verändernde Kraft. Wer betet, nimmt das Leben intensiv wahr, das Schöne und Wunderbare ebenso wie Ungerechtes und Missstände.