Zukunftskonzept VSA/EKV – Auf dem Weg zu einer zukunftsfähigen Kirchenverwaltung
Mit dem Zukunftskonzept VSA/EKV stellt die Evangelische Kirche in Baden die Weichen für eine moderne und leistungsfähige Verwaltung. Ziel ist es, die bisher neun Verwaltungs- und Serviceämter (VSA) und fünf Evangelischen Kirchenverwaltungen (EKV) so weiterzuentwickeln, dass sie die kirchliche Arbeit von Haupt- und Ehrenamtlichen effizient und nachhaltig unterstützen.
Warum ein Zukunftskonzept?
Die Anforderungen an kirchliche Verwaltung wachsen – rechtlich, technisch und organisatorisch. Um diesen gerecht zu werden, braucht es klare Strukturen, digitale Prozesse und eine stärkere Zusammenarbeit. Das Zukunftskonzept schafft dafür die Grundlage.
Eckpunkte für eine effiziente und handlungsfähige Kirchenverwaltung im Zukunftskonzept:

Drei regionale Dienstleistungszentren (DLZ Nord, DLZ Mitte und DLZ Süd)
Kern des Konzepts ist die Bildung von drei regionalen Dienstleistungszentren (DLZ) in Südbaden, Mittelbaden und Nordbaden. Diese Zentren haben als Nachfolgeorganisationen der bisher neun VSA und fünf EKV zum Ziel:
- gleichgelagerte Verwaltungsprozesse einheitlich zu bearbeiten,
- Synergien besser zu nutzen,
- Gemeinden, Ehrenamtliche und Mitarbeitende zu entlasten.

Erster Meilenstein erreicht: DLZ Süd seit 1. Januar 2026 in Betrieb
Das Projekt hat seit 2023 große Fortschritte gemacht. Das Evangelische Dienstleistungszentrum (DLZ) Süd ist am 1. Januar 2026 in Betrieb gegangen, entstanden aus den Ämtern VSA Breisgau-Markgräflerland (Emmendingen), VSA Hochrhein-Südschwarzwald (Lörrach) und EKV Freiburg. Mit dem VSA Schwarzwald-Bodensee (Singen) besteht bereits eine aktive Verwaltungskooperation, der offizielle Beitritt ist zum 1. Januar 2027 geplant.
Die DLZ-Zusammenschlüsse in Mittel- und Nordbaden folgen zum 1. Januar 2027.
In Vorbereitung darauf werden übergreifend einheitliche Soll-Prozesse für zentrale Funktionsbereiche wie Finanzen, Personal, Bau und Kindertagesstätten definiert, um eine standardisierte und digitale Bearbeitung (auch durch neue Software für Rechnungswesen, Personaleinstellung oder Liegenschaftsmanagement) zu ermöglichen.
Rechtliche Grundlagen
Die rechtliche Grundlage wurde im Projekt “Umsetzung VSA-Gesetz" mit einer Überarbeitung des VSA-Gesetzes zur Umsetzung der staatlichen Änderung des Umsatzsteuergesetzes für Körperschaften des öffentlichen Rechts geschaffen. Weitere Grundlage ist eine entsprechende Rechtsverordnung (RVO), nachdem das Benehmen mit den Kirchengemeinden und Bezirkskirchenräten hergestellt wurde. Im Süden ist dieser Prozess bereits abgeschlossen, für die DLZ Mitte und Nord werden im April/Mai 2026 die entsprechenden Veranstaltungen stattfinden.
Beteiligung und Kommunikation
Das Zukunftskonzept lebt vom Engagement vieler Beteiligter, denen an dieser Stelle ein herzlicher Dank gilt: Mitarbeitende in VSA, EKV und EOK, Gremien, Regionenbeiräte, MAV und externe Partner arbeiten unermüdlich gemeinsam an der Umsetzung. Die Kommunikation erfolgt transparent und auf allen Ebenen – mit dem Ziel, Verständnis zu fördern und den Wandel aktiv zu gestalten.
Bei Fragen rund um das Projekt, wenden Sie sich bitte an Frau Simone Dinkelaker.
