Pfarramtsbüro

Das Pfarramtsbüro jeder Gemeinde ist ein Ort der Zusammenkunft und ein Aushängeschild der Gemeinde. Die Pfarramtssekretär*innen sind Verwaltungsfachkräfte, Organisationstalente, erste Ansprechpartner*innen auch in schwierigen Situationen und Bindeglied zu den Ehrenamtlichen. Neben der Anmeldung von Kasualien, der Gottesdienstplanung und einer Vielzahl an weiteren Aufgaben findet hier der offizielle und inoffizielle Austausch von Informationen statt.
 

Schnittstelle zwischen den Gemeinden, Kooperationsräumen, Bezirken und dem EOK

Der aktuelle Veränderungsprozess innerhalb der badischen Landeskirche stellt alle Beteiligten vor große Herausforderungen. Durch die Bildung von Kooperationsräumen und Dienstgruppen vor dem Hintergrund notwendiger Einsparprozesse, stehen Gemeinden und Kirchenbezirke vor großen Herausforderungen. Häufig kommen Fragen auf, welche vor Ort nicht allein gelöst werden können.
 
Die Etablierung einer zentralen Ansprechperson im EOK für alle Belange der Pfarramts- und Dekanatssekretär*innen ist ein wichtiger Schritt zu einem konstruktiven Austausch zwischen den Gemeinden bzw. Bezirken und dem EOK, um diesen neuen Herausforderungen gut entgegenstehen zu können.
 
Die Idee einer solchen Schnittstelle entstand im Rahmen des Projekts „Zentrales Pfarramtsbüro“, welches sich die Beratung von Gemeinden bei der Etablierung von gemeinsamen Pfarramtsbüros und die dortige Förderung der Professionalität zum Ziel gesetzt hat.
 
Ein Aufgabenbereich der Ansprechperson liegt im schnellen und zielgerichteten Erstkontakt innerhalb des EOKs. Die ankommenden Anfragen werden entweder direkt durch die Ansprechperson beantwortet oder an die entsprechenden Stellen weitergeleitet. Der Zeitaufwand für die Mitarbeitenden in den Gemeinden bei Anfragen an den EOK soll sich dadurch verringern. Zudem wird so gewährleistet, dass die Anfragen dem richtigen Empfänger zugeleitet werden.
 
Auch der persönliche Kontakt und Beratungen bei Ihnen vor Ort sind möglich. In den Bereichen der analogen Ablage und Archivierung, der digitalen Ablage z.B. in MS-Teams und dem Aufbau eines zentralen Pfarramtsbüros stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Eine erste Übersicht über die Arbeitsmöglichkeiten in MS-Teams finden Sie hier. Diese Beratungen können durch das Angebot der systemischen Gemeindeberatung „GBOE“ unterstützt werden.
 
Wenn Sie Gedanken rund um ein gemeinsames bzw. zentrales Pfarramtsbüro beschäftigen, finden Sie im Folgenden verschiedene Handreichungen und erste Informationen zu diesem Thema.
 
Viele Veränderungen bringen die Notwendigkeit von Fort- und Weiterbildungen mit sich. Diese sollen optimalerweise an die Bedürfnisse der Zielgruppen angepasst werden. Damit dies gut gelingen kann, wird das Schulungsangebot für Pfarramts- und Dekanatssekretär*innen dauerhaft angepasst und ausgebaut. Dies zu gewährleisten ist ebenfalls Teil des Aufgabenportfolios der Schnittstelle.
 

Am 01.10.2018 begann das landeskirchliche Projekt 'Sicherung und Bearbeitung der Pfarrarchive'. Nach dem Beschluss der Landessynode im Herbst 2017 befindet sich das Projekt in der Umsetzung. Es hat zum Ziel, alle noch nicht erschlossenen ca. 400 Pfarrarchive der Evangelischen Landeskirche in Baden zu sichern und zu bearbeiten. Damit sollen für alle Gemeinden vergleichbare Bedingungen geschaffen und eine schnelle und zielgerichtete Verfügbarkeit aller zur Entscheidungsfindung nötigen Informationen, die optimale Auffindbarkeit und Benutzbarkeit der Unterlagen zur Geschichte, aber auch zur Verfolgung rechtlicher Ansprüche ermöglicht werden. Das Projekt endet am 31.12.2026.
 

Welche Ziele hat das Projekt?

  • Bearbeitung noch nicht erschlossener Pfarrarchive
Jede Gemeinde führt neben der Registratur auch ein eigenes Archiv. Seit der Einführung eines Archivpflegers in den 1980er Jahren wurden ca. die Hälfte aller Pfarrgemeinden besucht und deren Unterlagen fachgerecht archiviert. Die Projektmitarbeitenden sollen die bisher nicht erschlossenen Unterlagen auf die gleiche Art und Weise bearbeiten.
 
 
  • Unterstützung bei der nachhaltigen Archivierung
Durch die Arbeit des Projekts werden die Altlasten der Ablage beseitig. Neben dem Archiv verfügt die Gemeinde im Anschluss über ein Findbuch, in welchem alle Akten aufgeführt sind. So müssen zukünftig nur die neu anfallenden Unterlagen archiviert werden. Dies verringert den Zeitaufwand signifikant. Zudem bietet das eingerichtete Archiv eine Blaupause für die weiteren Archivierungsarbeiten vor Ort.
 
 
  • Etablierung von Schulungsangeboten
Um auch in Zukunft die Sekretär*innen vor Ort zur Archivierung zu befähigen, wurde bereits jetzt ein digitales Schulungsangebot im Bereich Ablage und Archivierung etabliert. Dies ergänzt das Angebot des Forum Hohenwart. Weiter Informationen finden Sie unter dem Reiter „Schulungen und Schulungsvideos“.
 

Welchen Mehrwert bringt das Projekt für die Pfarr- und Kirchengemeinden?

Durch die fachliche Bearbeitung der Unterlagen werden diese im Schnitt um die Hälfte reduziert, da die Projektmitarbeitenden auch eine Bewertung der Unterlagen vornehmen und nicht relevante Unterlagen vernichten. Auch lassen sich Unterlagen und Vorgänge durch die Verzeichnung und die Zuweisung von Aktenzeichen leichter und zielgerichteter finden. Da die Archivierung der Unterlagen gesetzlich vorgeschrieben ist, sparen sich die teilnehmenden Gemeinden den personellen Aufwand für dies Arbeit. Wenn Sie wissen möchten, ob Ihre Gemeinde Teil des Projekts ist, können Sie sich gerne telefonisch und per Mail melden.
 

Wer ist an dem Projekt beteiligt?

Das Projekt wurde 2017 durch das Landeskirchliche Archiv initiiert. Durch die Fusion des Archiv mit Württemberg ging das Projekt in die Direktion der Landeskirche über.
 
  
Projektleitung Zentrales Pfarramtsbüro, Projektleitung Sicherung und Bearbeitung der Pfarrarchive
Projekt 'Sicherung und Bearbeitung der Pfarrarchive'
Projekt 'Sicherung und Bearbeitung der Pfarrarchive'
Projekt 'Sicherung und Bearbeitung der Pfarrarchive'
Projekt 'Sicherung und Bearbeitung der Pfarrarchive'

Das Projekt zu Anhören

Folge 3: Das Projekt "Sicherung und Bearbeitung der Pfarrarchive", Teil 1  (Text: Andreas Müller, Anna Ohnmacht, Vivian Ritter, Claudia Vittori, Natascha Wetzel; Sprecher:innen: Dr. Michael Hallerberg, Vivian Ritter)

Quelle: Landeskirchliches Archiv Karlsruhe, Dr. Michael Hallerberg

 
Folge 4: Das Projekt "Sicherung und Bearbeitung der Pfarrarchive", Teil 2 (Text: Andreas Müller, Anna Ohnmacht, Vivian Ritter, Claudia Vittori, Natascha Wetzel; Sprecher: Dr. Michael Hallerberg)

Quelle: Landeskirchliches Archiv Karlsruhe, Dr. Michael Hallerberg

 

Welche Ziele hat das Projekt?

  • Förderung der Professionalität in den Pfarramtsbüros
Es erfolgt eine Überarbeitung der Aufgabenbeschreibung für die Pfarramtssekretär*innen. Zudem sollen Mitarbeitende in den Pfarramtsbüros durch neu konzipierte Schulungen in die Lage versetzt werden, diese neuen Aufgaben innerhalb eines zentralen Pfarramtsbüros noch effizienter und professioneller zu erledigen.
 
 
  • Einführung von zentralen Pfarramtsbüros in den Kooperationsräumen
Die Bildung von Kooperationsräumen innerhalb der EKIBA führt zu einer engeren Zusammenarbeit in allen Bereichen der kirchlichen Arbeit auch auf der Gemeindeebene. Dadurch wird die zentrale Verwaltung eine wichtige Rolle spielen, um Ressourcen effizient nutzen zu können. Die Bildung eines zentralen Pfarramtsbüros ist hierfür eine geeignetes Mittel.
 
 
  • Unterstützung bei der Einrichtung und Inbetriebnahme zentraler Pfarramtsbüros
Die Zusammenlegung mehrerer Pfarramtsbüros kann mit Herausforderungen verbunden sein. Um diese gut und schnell bewältigen zu können, unterstützt der EOK die Gemeinden in der Planung und Umsetzung zur Einrichtung eines zentralen Pfarramtsbüros.
 

Welchen Mehrwert bringt das Projekt für die Pfarr- und Kirchengemeinden?

Durch die Einrichtung von zentralen Pfarramtsbüros sollen in Zukunft die Aufgaben der Pfarramtssekretär*innen klar definiert werden. Ein ergänzenden Fort- und Weiterbildungsangebot unterstützt die Mitarbeitenden entsprechend. Durch die Vertiefung der Professionalität innerhalb der Gemeindeverwaltung werden Ressourcen für die theologische Gemeindearbeit generiert, welche den Gemeindemitgliedern zugutekommen.
Die Unterstützung durch den EOK bei der Umsetzung des Vorhabens „Einrichtung zentrales Pfarramtsbüro“ entlastet die Beteiligten vor Ort und kann durch Erfahrungswerte aus bereits erfolgreich durchgeführten Projekten dieser Art Hilfestellungen in praktischen Fragen geben.
 

Wer ist an dem Projekt beteiligt?

Neben der Projektleitung, welche auch eine allgemeine Ansprechperson für die Pfarramtssekretär*innen ist, sind in der Steuerungsgruppe Mitarbeitende aus den Personal-, Finanz- und Rechtsabteilungen des EOKs vertreten. Diese wird durch Vertreter*innen aus dem Bereich VSA/EKV und Fort- und Weiterbildung ergänzt. Bei Entscheidungen im Bereich von Personalressourcen wird zudem die MAV mit einbezogen.
 

Beim Aufbau eines zentralen oder gemeinsamen Pfarramtsbüro gibt es viele verschiedene Aspekte zu beachten, angefangen bei der komplexen Frage der Rechtsträgerschaft, über die räumliche und technische Ausstattung bis hin zu Öffnungszeiten und Aufgabenverteilungen. Hier finden Sie verschiedene Materialien und Informationen rund um dieses Thema. Diese helfen Ihnen dabei einen ersten Überblick zu gewinnen und weisen auf verschiedene relevante Aspekte des Vorhabens hin.
Daneben stehen wir Ihnen selbstverständlich jeder bei Fragen zur Verfügung.
 
Weitere Informationen und Handreichungen zum Transformationsprozess „ekiba2032“ finden Sie hier.
 

Hier finden Sie verschiedene Handreichungen zum Thema Aktenplan, Schriftgutverwaltung und Kassation.
 
Eine vollständige Zusammenführung aller unten stehenden Handreichungen finden Sie hier:
Für VSAs und EKVen: zur Zeit in Bearbeitung

Aktenplan
 
 
Registratur, Hand- und Organisationsakten
Für Pfarrämter:
 
Für Dekanate:
 
Vorlagen:
 
Anforderungen an einen Archivraum
 
Themenbezogene Übersichten

 

Kirchenbuchordnung 2019 (KiBuO)
Am 1. September 2019 ist die neue Kirchenbuchordnung der Evangelischen Landeskirche in Baden in Kraft getreten. Sie ist veröffentlicht im Gesetzes- und Verordnungsblatt der Evangelischen Landeskirche in Baden (2019), Nr. 9 vom 04.09.2019, S. 201-208.
 
Wenn Sie Interesse haben, die historischen Kirchenbücher Ihrer Gemeinde an das Evangelische Archiv abzugeben, wenden Sie sich hierfür bitte an die Kolleg*innen in Stuttgart unter .
Die Kirchenbücher sollten zu den folgenden Jahren geschlossen worden sein:
Taufbücher: Ende 1929
Traubücher: Ende 1959
Beerdigungsbücher: Ende 1999

Siegelrechtsverordnung 2024 (SiegelRVO)
Die Siegelrechtsverordnung vom 17. Dezember 2024 trat rückwirkend zum 1. November 2024 in Kraft und hat bis heute Geltung. Sie wurde im Gesetzes- und Verordnungsblatt der Evangelischen Landeskirche in Baden (2025), Ausgabe 2 vom 05.02.2025 Nr. 18 veröffentlicht.
 
Siegel, welche nicht mehr verwendet werden, müssen an das Evangelische Archiv abgegeben werden.
Wenden Sie sich hierfür bitte an die Kolleg*innen in Stuttgart unter
 

Hier finden Sie unsere kurzen Einführungsvideos zu verschiedenen Themen der Schriftgutverwaltung.
Analoge Aktenablage
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Digitale Aktenablage
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Archivierung
Einen Moment bitte, das Video wird geladen. Lädt...
Hier finden Sie eine kurze Einführung in den Bereich der Archivierung.
 
 
Sie sind darüber hinaus auf der Suche nach passgenauen Fort- und Weiterbildungen? Sowohl die Bildungskirche als auch das Forum Hohenwart bietet Schulungen und Workshops zu vielen verschiedenen interessanten Themengebieten an. Am besten schauen Sie einfach mal vorbei.
 
  

Ihre Ansprechperson

Vivian Ritter

Projektleitung Zentrales Pfarramtsbüro, Projektleitung Sicherung und Bearbeitung der Pfarrarchive