Krise im Weinbau – (nicht nur) ein badisches Thema!
Zur aktuellen Situation und der Krise im Weinbau äußern sich der Leiter des KDL Pfr. Peter Schock und der Winzer Martin Schmidt aus Eichstetten am Kaiserstuhl. Es werden auch Hilfsangebote genannt.
In der vierten Folge von FarmVision Weinbau spricht Padraig Elsner mit Rolf Brauch. Er ist Diplomagraringeneur und ehemaliger Berater und Seelsorger der Evangelischen Kirche Baden. Die beiden sprechen über die Krise und den Weinbau mit dem Konzept "love it, change it, leave it". Welche Emotionen spielen in einer Krise mit und in wie weit sollte eine
Krise als Wendepunkt gesehen werden? Sowohl in der Familie als auch bei ökonomischen Fragen ist es wichtig begleitet zu werden. Brauch macht die Kollegiale Beratung stark und zeigt auf, wie sinnvoll Kooperationsberater unter Kollegen aber auch im Hinblick auf die Verbände sind. Es muss offen gesprochen werden, wenn es um Veränderungen geht, aber auch wenn kein Ausweg aus der Krise gesehen wird. Eine neutrale und ehrliche Rückmeldekultur in der Familie ist genauso wichtig, wie das negative Narrativ des Aufhörens zu verändern. Auch in der Zusammenarbeit mit der Politik sieht Brauch die Winzerinnern und Winzer als Kollegen im Mittelpunkt. Die Handelnden und die Verbände müssen bei Dialogprozessen den Hut auf haben und mit der Politik zusammen arbeiten. Und diese muss Verantwortung übernehmen, aber den Druck abbauen, damit aus Absichten gehbare Wege werden.
Erntedankerklärung der EKD, KLB und des Deutschen Landfrauen- und Bauernverbandes
Anlässlich der traditionellen Übergabe der Erntekrone an Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier veröffentlichen die Evangelischen Kirche in Deutschland, die Katholischen Landvolkbewegung, der Deutsche LandFrauenverband und der Deutsche Bauernverband ihre gemeinsame Erntedankerklärung 2025. Die Übergabe findet am 5. Oktober 2025 in der evangelischen St. Stephan-Kirche in Tangermünde statt.
Bauer Roland Waldi und sein Sohn Paul aus Wiesloch-Maisbach schildern die Ernteturbulenzen 2025 in einer SWR-Doku. Sie gibt auch viele gute Einblicke in
die alltäglichen Sorgen und Freuden einer Landwirtsfamilie – und die Rolle, die Petrus spielt…
Roland Waldi ist Geschäftsführer der Marktgemeinschaft Kraichgaukorn, die Getreide ohne den Einsatz von chemischem Pflanzenschutz produziert; sie ist auch Thema. Der KDL unterstützt diese regionale Marktgemeinschaft aus Landwirten, Müllern und Bäckern seit ihrer Gründung.
Hier finden Sie einen Artikel von Peter Schock erschienen in der SVLFG zum Thema: Psychische Gesundheit in der Grünen Branche – wen interessiert‘s? Eine theologisch-ethische Betrachtung
Sie befinden sich in einer schwierigen Lebenssituation – aus persönlichen, familiären oder betrieblichen Gründen? Oder weil alle drei
ineinander verwickelt sind? Aufgrund unserer Ausbildungen als Agrarwissenschaftler oder Pfarrer mit abgeschlossener Berufsausbildung zum Landwirt beraten und begleiten wir Sie fachkompetent mit dem Blick auf Sie und Ihren Betrieb. Wir suchen gemeinsam mit Ihnen Lösungen, die für Sie, Ihr Leben und Ihre Familie passen. Wir sind stark vernetzt im Agrarbereich, arbeiten mit in der Landwirtschaftlichen Familienberatung „Familie & Betrieb“, in der Ländlichen Heimvolkshochschule Neckarelz, im Betriebs- und Haushaltshilfsdienst Pro Care in Nordbaden und im Betriebshilfsdienst Südbaden und haben einen guten Überblick über weitere, auch kirchliche Hilfsangebote beider Konfessionen, um Ihnen gezielt helfen zu können. Als Menschen der Kirche begleiten wir Sie auch seelsorgerlich, wenn Sie es wünschen.
Melden Sie sich! Wir stehen Ihnen gerne zur Seite!
Unter dem Motto „Gebt, so wird euch gegeben“ (Lukas 6,38) stellt das Evangelischen
Bauernwerk in Württemberg Materialien für Erntebittgottesdienste zur Verfügung. Eine gute Gelegenheit, nicht nur zu Erntedank, sondern bereits im Frühsommer Gottesdienste z.B. im
Freien zu feiern zu den Themen Ernährung und Schöpfung, die auch auf die derzeit schwierige Situation in der Landwirtschaft hinweisen. Die Arbeitshilfe mit Vorschlägen für Liturgie und Lieder, Sprechmotette, Anspiel, einer exegetischen Auslegung, Predigtvorschlag und Anregungen zur Gestaltung von Kindergottesdiensten enthält auch Gedanken von Landwirtsfamilien zu Erntebitt. Sie ist ab sofort auf www.hohebuch.de abrufbar oder kann direkt beim Evangelischen Bauernwerk unter Tel. 07942/107-0 oder info@hohebuch.de bestellt werden. Infos und Unterstützung auch beim KDL: www.ekiba.de/kdl
Der KDL-Landesbeauftragte Pfr. Peter Schock unterstützt Sie gerne bei diesen Gottesdiensten! Melden Sie sich bei peter.schock@ekiba.de
Krise im Weinbau – Erntedank-Rundbrief der Landdienste der beiden großen Kirchen
Zur aktuellen Krise im Weinbau und seine Auswirkungen für die Winzer und
Weinbaugemeinden in Baden äußern sich der Kirchliche Dienst auf dem Land der EKIBA und das Referat Kirche im Ländlichen Raum der Erzdiözese Freiburg in einem gemeinsamen ökumenischen Rundbrief an die Gemeinden. Sie weisen darin auch auf Hilfsmöglichkeiten für die Betroffenen und ihre Familien hin.
Für eine gelingende Ernte bitten – darum geht es bei den Erntebittgottesdiensten, einer Tradition aus Württemberg. Gottesdienste im Frühsommer im Freien, auf Bauernhöfen – eine gute Gelegenheit für Gemeinden, ihre Verbundenheit mit der Landwirtschaft und ihre Schöpfungsverantwortung zum Ausdruck zu bringen.
Landesbauernpfarrerin Sabine Bullinger hat in Zusammenarbeit mit dem Bezirksarbeitskreis Blaubeuren des Evangelischen Bauernwerks, Prälaturreferentin Renate Wittlinger und Bezirksbauernpfarrerin Sandra Baier die Materialien zum diesjährigen Erntebittgottesdienst erstellt.
Die Arbeitshilfe mit Vorschlägen für Liturgie und Lieder, Sprechmotette, Anspiel, einer exegetischen Einführung und zwei Predigtvorschlägen enthält auch Gedanken von Landwirtsfamilien zu Erntebitt. Sie wird ab Anfang April über die Dekanatsämter an die Pfarrämter verteilt und ist ab sofort auch auf www.hohebuch.de abrufbar.
Weitere Bestellungen beim Ev. Bauernwerk: Tel. 07942/107-70 oder r.grigo@hohebuch.de
Erntebittgottesdienste gibt es in der württembergischen Landeskirche seit 1817. Es war eine Anordnung des damaligen württembergischen Königs nach dem Jahr ohne Sommer und der damit ausgelösten Hungersnot nach dem Vulkanausbruch des Tambori auf Indonesien.
Ansprechpartner ist der KDL Baden: kdl-baden@ekiba.de
Stellungnahme zu einer Gesamtstrategie zur Entwicklung der Ländlichen Räume in Baden-Württemberg
Starke Ländliche Räume für ein zukunftsfähiges Land
Der Kirchliche Dienst auf dem Lande der Evangelischen Landeskirche in Baden (KDL) unterstützt nachdrücklich die Stellungnahme des gemeinsamen Kompetenzzentrums Quartier der Diakonie Baden-Württemberg der beiden Landesverbände Diakonisches Werk der evangelischen Landeskirche in Baden e.V. und Diakonisches Werk der evangelischen Kirche in Württemberg e.V. zu einer Gesamtstrategie zur Entwicklung der Ländlichen Räume in Baden-Württemberg und die darin geäußerten Hinweise, Anliegen und Gedanken. Insbesondere der Hinweis und die Forderung einer Ergänzung des Konzeptes der zentralen Orte durch ein flächendeckend vernetztes Konzept der sozialen Orte möchten wir hervorheben. Denn das Konzept der sozialen Orte erwächst aus einer über Jahrhunderte geübten Verortung und Praxis der Kirche auf dem Land und entspricht auch dem heutigen und zukünftigen kirchlichen Engagement in den Ländlichen Räumen. Hingewiesen sei dabei neben einem regen Gemeindeleben auf die vielfältige Bereitschaft zu sozial-diakonischen Aktivitäten und Engagements wie Trägerschaften für Kitas, Sozialstationen, Einrichtungen für Menschen allen Alters in Problemlagen und mit Behinderungen, Senior:innen, Pflegebedürftigen, Kranken etc. Hinzu kommen zahlreiche Bildungsangebote und -einrichtungen, gerade auch im Bereich der ländlichen Erwachsenenbildung. Allesamt Aktivitäten, die für den Erhalt, die Attraktivität und Zukunftsfähigkeit der Ländlichen Räume und ihrer Lebensmöglichkeiten von elementarer Bedeutung sind. Auf einen weiteren wichtigen Aspekt möchten wir besonders hinweisen: „Die Kirche im Dorf lassen!“ Seit alters sind Kirchengebäude der Mittelpunkt ländlicher Siedlungsformen. Um sie herum, die meist auch mit Begräbnisstätten verbunden waren, wurden die Dörfer errichtet. Die Kirchen prägen das Land und die Kulturlandschaft. Noch heute ist das gut sichtbar, wenn man sich im ländlichen Raum einem Dorf nähert. Aber Kirchen waren weit mehr als das architektonische Zentrum: Sie waren neben ihrer ohne Frage zentralen religiösen Bedeutung sozialer Treffpunkt, Raum für Feier, Trauer, Initiations- und Lebensriten, Kultur, Sinn-Vergewisserung, Bildung, Geselligkeit und Austausch – elementare Aufgaben, die sie in der Regel auch heute noch erfüllen, weit über die religiöse oder konfessionelle Gemeinschaft hinaus. Kirchengebäude als Orte des gesamten Lebens von der Geburt bis zum Tod sind in ihrer alle Sinne ansprechenden Fülle (Architektur, Gestaltung, Lage, Glocken, Orgel…) bis heute identitätsstiftende Zentren in den Ländlichen Räumen. Sie zu erhalten kann deshalb nicht nur Aufgabe der Religionsgemeinschaften, sondern muss eine gesamtgesellschaftliche sein! Die Stellungnahme des Kompetenzzentrums Quartier der Diakonie Baden-Württemberg weist mit seiner Betonung der sozialen Orte zu Recht auf einen diesbezüglich voranschreitenden Strukturwandel mit häufigem Wegfall hin. Gleichzeitig erwächst dadurch ein Leerstand von Gebäuden, die anderweitig genutzt werden können, z.B. als Wohnraum in attraktiver Lage. Hinzu kommen die Erfordernisse durch Schonung von Ressourcen und energetische Gebäudesanierungen mit den Zielen Klimaschutz und einer notwendigen Transformation zu nachhaltigen Lebensweisen. Hierzu können die Kirchen mit ihren Kirchen(gebäuden) einen wichtigen Beitrag leisten. Diese traditionsreichen Gebäude stehen zentral, bieten Raum und Gestaltungsmöglichkeit, sind im Bewusstsein der Menschen fest verankert und aus den Dörfern nicht wegzudenken. Viele Kirchengemeinden freuen sich deshalb über potenzielle und interessierte Kooperationspartner, diese wertvollen Gebäude mit einer adäquate Mit- oder Weiternutzung entsprechend zu erhalten. Kirchen als Orte, die Tradition und Zukunft in sich vereinen, können zu Symbolen zukunftsfähiger und starker Ländlicher Räume werden. In diesem Sinn bittet der KDL, diese besonderen und wertvollen Orte bei einer Gesamtstrategie zur Entwicklung der Ländlichen Räume in Baden-Württemberg bewusst im Blick zu behalten und sich an ihrem Erhalt zu beteiligen. Zugleich bieten wir uns gerne als Vernetzungspartner zu den Gemeinden und Kirchenbezirke unserer Kirchen an, um notwendige Kontakte herzustellen und an zielführenden Konzepten und Lösungen mitzuwirken. Die Kirchen waren immer verwurzelter Bestandteil, Mitwirkende und Mitgestaltende auf dem Land – das soll so auch in Zukunft sein!
Karlsruhe, den 25. Januar 2023 gez. Pfr. Peter Schock
Einführung von Herrn Steffen Fadin, KDL-Beauftragter Nordbaden
Am 29.09.2024 wurde unser KDL-Beauftragter für Nordbaden, Steffen Fadin, nach über einem Jahr Beschäftigung in Neckargerach nun auch in sein Amt eingeführt.
Nach dem Gottesdienst und den Grußworten wurde auch noch gefeiert!
Hier finden Sie die Predigt von Pfarrer und KDL-Leiter Peter Schock und den Pressebericht über die Einführung.