Visitation
Die Visitation schöpft aus dem Reichtum der Möglichkeiten, die Gott der Gemeinde und der Kirche geschenkt hat. Sie begleitet Menschen, die im Geiste Jesu ihren Glauben leben und freut sich über die Entdeckungen, wie vielfältig der Geist Gottes wirkt. In diesem Sinne ist Visitation immer zuerst Begegnung, gekleidet in die Form eines Besuches.
Was will Visitation?
Visitation will als geschwisterlicher Besuchsdienst den Gemeinden, den Pfarrern/ Pfarrerinnen, und allen, die in der Gemeinde / im Kirchenbezirk Dienst tun, bei der Erfüllung ihres Auftrags helfen und sie zur Selbstprüfung anleiten.
Visitation will die Verbundenheit der Einzelgemeinde mit der Gesamtkirche, insbesondere mit dem Kirchenbezirk, deutlich machen und stärken.
Was ist Visitation?
Visitation ist Anlass, die Dienste und Tätigkeiten in der Gemeinde zu überprüfen und durch Anregungen, Rat und Information zu helfen, dass die anstehenden Aufgaben erkannt und bewältigt werden.
Visitation ist Rückschau; Bestandsaufnahme, kritische Analyse des Bisherigen, Selbstprüfung und Rechenschaft über die Arbeit der letzten Jahre gehören zu jeder Visitation. Aber Visitation ist nicht nur rückwärts gerichtet, sondern will die Gemeinde bei der künftigen Erfüllung ihres Auftrages unterstützen.
Was bedeutet Visitiation?
Visitation bedeutet sicherlich Kontrolle durch die Kirchenleitung, da die Dienstvorgesetzten der jeweiligen hauptamtlichen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen bei der Visitation beteiligt sind. Darin zeigt sich aber auch die Verantwortung der Kirchenleitung für das, was in den Gemeinden geschieht. Kontrolle aber muss letztlich dazu dienen, kirchliche Arbeit besser zu machen.
Visitation bedeutet darum auch Beratung und soll der Gemeinde und den Mitarbeitenden helfen, die anstehenden Aufgaben zu erkennen und zu bewältigen.
Ergebnisse einer Visitation
Der eigentliche Ertrag einer Visitation lässt sich durch eine sinnvolle Nacharbeit sichern. Einen Ansatz dafür kann der Visitationsbescheid bieten, in dem die Visitationskommission ihre Eindrücke zusammengefasst hat. Erst wenn der Ältestenkreis/Kirchengemeinderat diesen Visitationsbescheid erörtert und überlegt, was sich an konkreter Planung daraus für die künftige Gemeindearbeit ergibt, hat sich der Aufwand gelohnt.
Die Ergebnisse einer Visitation sollten darum sorgfältig ausgewertet, nach allen Richtungen hin bedacht und in praktische Konsequenzen umgesetzt werden. Es empfiehlt sich, nach einer gewissen Zeit die Mitglieder der Visitationskommission nochmals einzuladen und die geplanten oder bereits eingeleiteten Maßnahmen zu besprechen und festzulegen. Der Visitator oder die Visitatorin hat die Verpflichtung, „sich nach angemessener Zeit davon zu überzeugen, ob den im Visitationsbescheid enthaltenen Anregungen und Weisungen entsprochen worden ist."
Visitation einer Gemeinde / eines Kirchenbezirks
Das Gleiche, was hier über die Visitation in der Gemeinde beschrieben ist, gilt auch für die Visition eines Kirchenbezirks:
