Unternehmen, Betriebe oder auch Organisationen haben alle eine „DNA“ aus bestimmten Werten, Überzeugungen, Denkweisen und ungeschriebenen Gesetzen. Diese „Tiefenstruktur“ macht die Kultur der entsprechenden Unternehmen aus. Der KDA ist sensibel, diese Kultur zu erkennen und zu einem für alle Beteiligte guten Miteinander mitzugestalten.
Damit die Menschen in der Kirche sehen, dass wir auch Gutes tun
Eindrücke vom Parlamentarischen Abend der Betriebsräte der Wehrtechnik
Zum Parlamentarischen Abend hatte der Arbeitskreis der Betriebsräte der Wehrtechnik, Luft- und Raumfahrt am 26.September in die Bayerische Vertretung nach Berlin eingeladen.
Eingeladen war auch Wirtschafts- und Sozialpfarrer Andreas Bordne aus dem KDA Südbaden, sind doch sowohl Baden als auch Württemberg Standorte der Wehrtechnik, Luft- und Raumfahrt wie zum Beispiel die Firmen Litef Northrop Grumman in Freiburg, Diehl Defence am Bodensee, Junghans Microtec in Villingen.
Gastrednerin war die Wehrbeauftragte des Deutschen Bundestages Dr. Eva Högl, welche die Rüstungsproduktion aus der Sicht der Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr als notwendig würdigte.
In den Gesprächen mit einzelnen Betriebsräten am Tisch zeigte sich das hohe ethische Verantwortungsbewusstsein der Betriebsräte in ihrem Wirtschaftszweig: für Rüstungsexporte ebenso wie für die Notwendigkeit, dass Waffen eingebunden sein müssen in politische Strategien für Friedenslösungen. Interessant waren auch die immer wieder kehrenden Rückfragen, was Kirche über Verteidigung denkt. Die anwesenden Mitglieder des Wirtschaftsausschusses informierten darüber, dass die Gespräche für ein neues Rüstungsexportkontrollgesetz derzeit ruhen. Auf die Frage an einen der Vorsitzenden des Arbeitskreises Alexander Heiling, weshalb ein kirchlicher Vertreter zu diesem Abend eingeladen war, kam die Antwort: „damit die Menschen in der Kirche, die sich so viele Gedanken über Frieden machen, sehen, dass wir auch Gutes tun.“ In diesem Sinne zeigt sich, dass die Evangelischen Kirchen im Dialog mit den Beschäftigten der Rüstungsindustrie stehen und ihre Haltung zur Friedenssicherung klar kommunizieren müssen.
Ein Beitrag von Andreas Bordne