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Ökumene in Baden

Das vielseitige ökumenische Engagement der EKIBA beginnt in Baden selbst: Im Austausch und der Zusammenarbeit mit den Gemeinden der katholischen Erzdiözese Freiburg, den Mitgliedskirchen der ACK Baden-Württemberg und den Internationalen Gemeinden.
 

Ökumenische Rahmenvereinbarung: Unterschrift Cornelius-Bundschuh

Quelle: Abteilung Ökumene und Kirche weltweit, EKiBa

Die Landeskirche und das Erzbistum Freiburg arbeiten in enger Verbindung - von den Gemeinden über die Kirchenbezirke bis zu den Kirchenleitungen. 
In der Rahmenvereinbarung für ökumenische Partnerschaften können sich Pfarreien, Pfarr- und Kirchengemeinden sowie Dekanate und Arbeitsfelder zu verbindlicher Zusammenarbeit verpflichten. Sie arbeiten zusammen, wo immer es möglich ist. 
 
Paare, die verschiedenen Konfessionen angehören, können in Baden gemeinsam kirchlich getraut werden. Die Trauung wird von den Geistlichen beider Kirchen gleichberechtigt vollzogen und auch in die Trauregister beider Kirchen eingetragen. Das ist bundesweit einmalig!
 
Hier geht es zur Website des Erzbistums Freiburg:
www.ebfr.de
 

Logo der ACK Baden-Württemberg

Quelle: ACK Baden-Württemberg

Auch innerhalb der protestantischen Konfessionsfamilie und mit orthodoxen Kirchen bestehen gute Beziehungen. An vielen Orten feiern mehrere Konfessionen den Weltgebetstag, den Pfingstmontag oder den Tag der Schöpfung gemeinsam.
Für die Zusammenarbeit können auch mehrere Konfessionen gemeinsam die Rahmenvereinbarung für ökumenische Partnerschaft nutzen.
 
Auf Landesebene arbeiten 26 Kirchen und kirchliche Gemeinschaften in der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Baden-Württemberg (ACK) zusammen. Auf der Basis des Glaubens an Jesus Christus ermutigt sie zu ökumenischen Gottesdiensten und lädt dazu ein. In wichtigen gesellschaftlichen Fragen sprechen und handeln die Mitgliedskirchen gemeinsam. 
 
Hier geht es zur Website der ACK Baden-Württemberg:
www.ack-bw.de
 

Unterzeichnung Partnerschaftsvereinbarung Mannheim

Quelle: ChristusFriedenGemeinde Mannheim

Christinnen und Christen aus vielen unterschiedlichen Ländern und Kulturen leben unter und mit uns. Sie feiern Gottesdienste in ihrer Muttersprache und ihrer Tradition in internationalen Gemeinden. Sie sind in Baden zuhause und zugleich mit anderen Weltregionen verbunden. So werden sie zu Bindegliedern zwischen verschiedenen Nationalitäten und Brückenbauerinnen der weltweiten Christenheit vor unserer Haustür.

Viele solcher Gemeinden haben sich 2008 zum Interkulturellen Konvent christlicher Gemeinden in Baden (IKCG) zusammengeschlossen und arbeiten mit der Landeskirche zusammen, um gemeinsam Kirche zu gestalten.
Hier geht es zur Website des IKCG Baden:
www.ikcg.de
 
In Mannheim haben sich bereits mehrere internationale Gemeinden gemeinsam mit der ChristusFriedenGemeinde zu ökumenischer Partnerschaft verpflichtet.
Auf der Startseite des IKCG Baden und der ChristusFriedenGemeinde finden Sie alle Infos zum Interkulturellen Kirchenzentrum Mannheim:
www.ikcg.de
 
Infos der EKD zur Arbeit von und mit Internationalen Gemeinden / Migrationsgemeinden:
www.internationale-gemeinden.de
  

Pfarrerin Bettina Fuhrmann

Landeskirchliche Beauftragte für Ökumene und Kirche weltweit und die Arbeit mit internationalen Gemeinden
 

Ökumene international

Die Landeskirche sei „in sich einig und mit Christen in aller Welt befreundet“, heißt es in der Unionsurkunde von 1821. Damit weitet sich der ökumenische Blick über die Landesgrenzen hinaus. Das bildet die Grundlage für den engen Austausch der EKIBA mit Partnerkirchen und Verbünden auf internationaler Ebene.
 
 

Begegnungen beim Partnerschaftstreffen in Bühl 2017

Quelle: Abteilung Ökumene und Kirche weltweit, EKiBa

„Freundschaft steckt in den Füßen“ heißt es in einem nigerianischen Sprichwort. Wer sich auf den Weg macht und eine Kirche in einem anderen Land kennenlernt oder internationale Gäste empfängt, erweitert seinen Horizont. In kirchlichen Partnerschaften kommen Fragen des Glaubens und der Gemeindepraxis ebenso auf den Tisch wie globale Herausforderungen. Dabei ergänzen sich persönliche Begegnungen und der Austausch durch digitale Formate. 

Partnerschaften gibt es auf landeskirchlicher, bezirklicher und auf gemeindlicher Ebene. Sie geben der weltweiten Ökumene ein Gesicht. Die meisten internationalen Beziehungen der Landeskirche bestehen seit vielen Jahren und sind eingebunden in internationale Werke wie dem Missionswerk Evangelische Mission in Solidarität - EMS. So können verlässliche Beziehungen auf Augenhöhe entstehen. 
 
Hier geht es zur Website der EMS:
www.ems-online.org
Hier finden Sie mehr über die Partnerkirchen der Landeskirche und die Partnerschaften der Bezirke:
 

Begegnungen bei der Jahrestagung 2020

Quelle: Abteilung Ökumene und Kirche weltweit, EKiBa

Für junge Menschen gibt es vielfältige Möglichkeiten, einen gut begleiteten internationalen Freiwilligendienst in einer Partnerkirche zu verbringen.
Der Freiwillige Ökumenische Friedensdienst (FÖF) der Evangelischen Landeskirche in Baden entsendet nach Europa, Südamerika und nach Israel/Palästina.
 
Hier geht es zur Website des FÖF:

Das Ökumenische Freiwilligenprogramm (ÖFP) der Evangelischen Mission in Solidarität (EMS) entsendet in fast alle Mitgliedskirchen in Asien und Afrika. Umgekehrt kommen junge Erwachsene aus den EMS-Mitgliedskirchen zu einem Freiwilligendienst nach Deutschland (Süd-Nord-Austausch). Einsatzstellen in Gemeinden und Gastfamilien in Baden werden immer gesucht!
 
Hier geht es zur Website des ÖFP:
Alle Infos für Gastgebende Gemeinden in Baden/Deutschland sind hier zusammengestellt:
 
Außerdem bietet das Hilfswerk Brot für die Welt einen Entwicklungspolitischen Freiwilligendienst an.
Hier geht es zur Website des Entwicklungspolitischen Freiwilligendienstes:

Einen Überblick über die Angebote aller evangelischer Träger bietet die Plattform Evangelische Freiwilligendienste.
Hier geht es zur Website der Plattform:
 

Illustration verfolgte Christen

Quelle: pxhere.com

„Jeder Mensch hat das Recht auf Gedanken-, Gewissens- und Religionsfreiheit…“ heißt es in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen. Dennoch werden heute viele Menschen wegen ihrer Religion oder Weltanschauung bedrängt und verfolgt und können ihren Glauben nicht ungehindert praktizieren.
 
Als Kirche setzen wir uns für das Recht auf Religionsfreiheit für alle Menschen ein. Eine besondere Verantwortung haben wir für unsere Glaubensgeschwister, die unter Bedrängung und Verfolgung leiden. Um sie geht es z.B. am 2. Sonntag der Passionszeit, Reminiszere. Mit Informationen, Fürbitten und konkreten Projekten steht jedes Jahr eine anderes Schwerpunktland im Mittelpunkt.
 
Als Landeskirche haben wir in besonderer Weise die Situation in unseren Partnerkirchen im Libanon, in Indien und Indonesien und in Nigeria im Blick.
 
Materialien der EKD zu Reminiszere mit Länderbeispielen finden Sie hier:
EKD Reminiszere
 
Spannend dazu zu lesen ist das Interview mit einer der Co-Autorinnen des Berichts Katja Dorothea Buck unter der Überschrift: „Obacht bei Zahlen zum Thema Christenverfolgung!“ 
  

Pfarrer Christian Lepper

Landeskirchlicher Beauftragter für Ökumene und Kirche weltweit
 

Solidarisch handeln: Entwicklungszusammenarbeit und Nothilfe

Die EKIBA hilft Kirchen weltweit. Sie tut dies beispielsweise über die verschiedenen Werke, in denen sie Mitträgerin ist, und fördert diakonische, theologische und liturgische Programme. Über die gleichen Strukturen werden für Krisengebiete (nach Umweltkatastrophen oder in kriegerischen Konflikten) auch Nothilfen gewährt.
 

Nothilfe Corona in Indien 2021

Quelle: Diakonie Katastrophenhilfe 2021

Die EKIBA ist über das Missionswerk Evangelischen Mission in Solidarität (EMS) und mission 21 verbunden mit Partnerkirchen in Afrika, Asien und dem Nahen Osten. Diese Solidargemeinschaft von Kirchen unterstützt sich gegenseitig in Notlagen und entscheidet gemeinsam über Projekte, die dann von der Gemeinschaft der Kirchen finanziert und begleitet werden. Über das Gustav-Adolf-Werk (GAW) pflegt sie Verbindungen nach Osteuropa und Lateinamerika. Daneben unterhält sie auch Direktbeziehungen zu einzelnen Kirchen weltweit. 
 
Die EMS-Kirchen unterstützen sich in Notsituationen. So zum Beispiel in Indien und Indonesien, um Schäden zu beseitigen, die aufgrund von Extremwettersituation klimawandelbedingt entstanden sind.
 
Daneben werden Sozialeinrichtungen und verschiedene Bildungsprogramme regelmäßig unterstützt. Zum Beispiel werden in Ghana, Südafrika, Kamerun und Nigeria sowohl Friedensprojekte wie Dialogprogramme und Weiterbildungsangebote in Flüchtlingslagern mitfinanziert. Auch ost- und südeuropäische Partnerkirchen werden im diakonischen Bereich und Gemeindeaufbau Programme gefördert.
 
Hier geht es zur Projektübersicht EMS
Hier geht es zur Projektübersicht mission21
Hier geht es zur Projektübersicht GAW
 

Kampagnenplakat von Brot für die Welt 2008

Quelle: Brot für die Welt

Brot für die Welt (BfdW) ist das international aufgestellte Hilfswerk der evangelischen Kirchen in Deutschland. Jede protestantische Landeskirche innerhalb der EKD überweist jährlich einen festgelegten Prozentsatz ihres Haushaltsvolumens (mind. 1,5%) an das Hilfswerk.
 
BfdW finanziert mit diesem Geld Hilfsprojekte weltweit. Daneben entwickelt BfdW aber auch Bildungsmaterialien für den deutschen Kontext, mit dem in Gemeinden und Schulen auf die globalen Zusammenhänge in der Welt aufmerksam gemacht wird. Das Hilfswerk fördert außerdem im Inland Anbieter von entwicklungspolitischer Bildungs- und Lobbyarbeit in der Zivilgesellschaft sowie Austauschprogramme zwischen Partnern in Deutschland und dem Globalen Süden. 

Der Kirchliche Entwicklungsdienst ist ein Programm der Landeskirchen, das BfdW bei diesen Arbeiten unterstützt. Er dient als Scharnier zwischen Brot für die Welt und den Landeskirchen sowie den verschiedenen entwicklungspolitischen Organisationen in der Zivilgesellschaft in Baden. Der Beauftragte für den Kirchlichen Entwicklungsdienst vertritt die Landeskirche in verschiedenen entwicklungspolitischen Gremien landesweit und bringt entwicklungspolitische Perspektiven auf verschiedenen Ebenen innerhalb der Landeskirche ein.
 
Hier geht es zur Website von Brot für die Welt:
 

Spenden und Kollekten bilden einen wichtigen Grundpfeiler der entwicklungspolitischen Förderprogramme der Landeskirche. Die Gelder, die an drei bestimmten Sonntagen im Jahr für Projekte der Landeskirche gesammelt werden, kommen in der Regel Partnerkirchen bzw. Partnerorganisationen im Globalen Süden zugute. Diese sind:
        • 1. Sonntag nach Epiphanias
        • Rogate
        • 5. Sonntag nach Trinitatis 
 
Daneben wird an Karfreitag traditionell für diakonische Projekte in Osteuropa gesammelt.
 
Im Advent und an Weihnachten fließen die gesammelten Kollekten an Brot für die Welt.
 
Gerade in den Zeiten der Corona-Pandemie hat das Spendenportal der EKIBA Gutes Spenden eine wichtige Rolle gespielt, um die durch den reduzierten Gottesdienstbesuch ausgebliebenen Gelder zu kompensieren bzw. das Spendenangebot zu erweitern. 
 
Hier geht es zur Website des Portals Gutes Spenden: 
  

Pfarrer Michael Starck

Landeskirchlicher Beauftragter für den Kirchlichen Entwicklungsdienst
 

Vernetzt unterwegs: Ökumenische Zusammenschlüsse und Missionswerke

Die ökumenische Arbeit der Evangelischen Landeskirche in Baden ist geprägt von ihrer Mitgliedschaft in verschiedenen Netzwerken und Missionsgesellschaften. Lernen Sie hier einige kennen! 
 

Mission weltweit heute, geht das? Ja, denn Mission ist heute keine Einbahnstraße. Kirchen weltweit können nur gemeinsam das Evangelium in Wort und Tat zu verkünden.
 
In der Evangelischen Mission in Solidarität (EMS) ist der Name Programm. 28 Kirchen und Missionswerke bilden ein Netzwerk gewachsener, langfristiger Partnerschaften und arbeiten gleichberechtigt und auf Augenhöhe zusammen. Ganz gleich, ob es um theologische, organisatorische oder finanzielle Fragen geht. Sie unterstützen sich gegenseitig und stehen sich in Krisen bei. Sie fördern Partnerschaften, ökumenisches Lernen und gemeinsame missionarische Programme. 
 
Die Evangelische Landeskirche ist Gründungsmitglied und arbeitet intensiv in Vollversammlung und Missionsrat mit. Partnerschaften werden unterstützt, Freiwillige begleitet, der theologische Austausch z.B. durch das Projekt Die Bibel mit den Augen der anderen lesen gefördert.
 
 
Das Gustav-Adolf-Werk e. V. ist das älteste evangelische Hilfswerk in Deutschland.
 
Für weitere Informationen zum Gustav Adolf Werk Baden geht es hier zur Webseite: www.gustav-adolf-werk.de/gaw-baden
 

Versöhnung Kehl am Rhein

Quelle: © Eleanor McCormick

Die EKIBA ist Mitglied in der Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa (GEKE) und der Unterabteilung der Konferenz der Kirchen am Rhein (KKR). Die GEKE ist ein Zusammenschluss von über 100 europäischen Kirchen, die aus der Reformation hervorgegangen sind. Sie wurde 1973 als „Leuenberger Kirchengemeinschaft“ gegründet und zeichnet sich durch ihre theologische Arbeit an aktuellen kirchlichen und ethischen Fragen aus. In ihrem Gründungsdokument Leuenberger Konkordie gewähren die Kirche einander Abendmahlsgemeinschaft.
 
Hier geht es zum aktuellen Newsletter der GEKE: https://civicrm.leuenberg.eu/newsletter-archive
 
Über die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) ist die Badische Landeskirche Mitglied in der Konferenz Europäischer Kirchen (KEK), gegründet 1959 mit Sitz in Brüssel und im Ökumenischen Weltkirchenrat (ÖRK), gegründet 1948 mit Sitz in Genf. Beide sind Zusammenschlüsse von orthodoxen Kirchen und solchen, die aus der Reformation hervorgegangen sind. Im ÖRK sind zudem einige Pfingstkirchen Mitglied. Die römisch-katholische Kirche genießt sowohl in der KEK als auch im ÖRK Gaststatus. ÖRK und KEK beziehen Stellung zu aktuellen gesellschaftspolitischen Herausforderungen in Europa und weltweit und tragen damit zur Versöhnung ehemals verfeindeter Völker und Nationen bei. Besonders setzen sie sich für den Schutz ethnischer und religiöser Minderheiten ein. Grundlage der KEK ist die Charta Oecumenica (2001). 
 

Logo des Pilgerwegs der Gerechtigkeit und des Friedens

Quelle: © ÖRK/WCC

Gemeinden weltweit sind sich heute mehr denn je bewusst, dass das Leben selbst bedroht ist: Klimawandel, Gewalt und Krieg, Armut und Ungerechtigkeit gefährden die Menschheit.
 
Mit dem Aufruf zum Pilgerweg der Gerechtigkeit und des Friedens hat die Vollversammlung des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK) ein Hoffnungszeichen gesetzt.  Der gemeinsame Glaube verbindet. Der eine Gott des Lebens ruft Christinnen und Christen auf, sich zu engagieren, wo auch immer Frieden, Gerechtigkeit und Schöpfung gefährdet sind.
 
Der Pilgerweg der Gerechtigkeit und des Friedens lädt ein, gemeinsame Schritte zu gehen. Was das weltweit konkret bedeutet, finden Sie auf der Website des Pilgerwegs 

In unserer Region haben sich Menschen zur Pilgerwegs-Community zusammengeschlossen. Die Pilgerwegs-Community will ermutigen und bestärken. Gemeinsam kann Kraft entstehen, die in Kirche und Gesellschaft die Anstrengungen für Frieden, Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit wirksam befördert:
  

Pfarrerin Dr. Gesine v. Kloeden

Geschäftsführung Gustav-Adolf-Werk - Hauptgruppe Baden

Pfarrerin Anne Heitmann

Kirchenrätin, Leiterin der Abteilung Ökumene und Kirche weltweit