Angebote & Ausflugsziele
Kirche in Freizeit & Tourismus


Klassische kirchliche Orte laden zum Verweilen ein und spenden Kraft, Gottes Segen kann spürbar werden. Die Angebote der Kirchen im Urlaubs- und Freizeitbereich sind ökumenisch und vielfältig.
... am Bodensee

... im Schwarzwald

... im Taubertal

Das Angebot Radwegekirchen bereichert das Fahrradziel "Liebliches Taubertal". Immer entlang des Radweg-Klassikers von Rothenburg ob der Tauber über Weikersheim, Bad Mergentheim, Tauberbischofsheim und Wertheim bis Freudenberg am Main wurden schon über 30 Radwegekirchen eingerichtet.
... in der Ortenau

Radwegekirchen

Geocaching

Offene Kirchen

Pilgern und Wandern

Spirituelle Wanderungen

Bibel- und Kulturreisen

Reisen und Freizeiten

Jedes Jahr bieten evangelische Kirchengemeinden, Kirchenbezirke, und verschiedene Dienste und Werke der Landeskirchen spannende oder besinnliche Reiseziele an. Das Angebot ist vielfältig, und geht von Kinder- und Jugendfreizeiten über Familienfreizeiten, Bibelfreizeiten und Frauenreisen bis hin zu Urlaubs- und Kultureisen für Erwachsene. Dabei kommen je nach Angebot weder besinnliche Momente noch Action und Abenteuer zu kurz.
Urlaubsseelsorge

Urlaub und Freizeit sind für die meisten Menschen eine ganz besondere Zeit. Heraus aus dem Alltag wird die Gelegenheit genutzt, die Seele einmal baumeln zu lassen, Neues zu entdecken oder durch eine Veränderung des Ortes auch eine Veränderung des Lebens zu erfahren. Eine solche herausragende Zeit ist auch eine hervorragende Zeit für eine Begegnung mit Gott und Kirche. Deshalb wagt sich Kirche heraus aus ihrer bewährten Ordnung hinein in die so offene wie vielfältige Welt des Tourismus: Dann werden Gottesdienste am Strand oder im Freizeitpark gefeiert. Konzerte, Vorträge, Andachten, Programme für Kinder und Jugendliche, seelsorgerliche Gespräche und vieles mehr gehören zum Angebot der Urlaubsseelsorge.
Kur- & Rehaseelsorge

Campingkirche



Vielleicht haben Sie Freude an einem Tag in der Bibelgalerie am Bodensee? Die Bibelgalerie in Meersburg ist ein Erlebnismuseum für jung und alt zum Thema „Welt der Bibel“. Besucher entdecken Bibelspuren. Ob am „Brennenden Dornbusch“, am Jakobsbrunnen oder im Nomadenzelt, im mittelalterlichen Skriptorium, der Lutherstube oder in der Druckerwerkstatt.
Die Bibelgalerie im ehemaligen Dominikanerinnen-Kloster erschließt auf 400 qm exemplarisch die Entstehung der Heiligen Schrift, ihre Überlieferungsgeschichte bis zur Gegenwart und ihr Wirken in Kunst und Kirche. Ein Kräutergarten im Innenhof des Klosters ist jederzeit zugänglich.



Der Balzer Herrgott – auch Winkelherrgott genannt – ist eine in eine Weidbuche eingewachsene steinerne Christusfigur im mittleren Schwarzwald zwischen Wildgutach und Neukirch-Fallengrund (Baden-Württemberg). Er ist Ziel vieler Wanderer und Spaziergänger. Entstehung und Herkunft sind bis heute nicht vollständig geklärt. Die in eine Buche eingewachsene Christusfigur stammt vermutlich aus spätgotischer Zeit, doch bereits die Angaben zum ursprünglichen Kruzifix variieren stark.

"Luft holen ... für Seele und Rad" - Die Radfahrerkirche „Hörden“ liegt an der Murg zwischen Gaggenau und Gernsbach – auf dem Weg der Tour de Murg. Diese führt durch das im nördlichen Schwarzwald gelegene Murgtal und bietet immer wieder schöne Ausblicke.
Die Radfahrerkirche ist von Mai bis Oktober täglich von 10:00 bis 17:00 Uhr geöffnet. Sie bietet einen Raum der Stille zur inneren Einkehr, aber auch zum Rasten für den Körper. Daneben gibt es aber auch Vieles, was Radlerinnen und Radler brauchen können: Flickzeug oder Karten und Wegweiser. Weitere Informationen erhalten Sie unter: www.radfahrerkirche-hoerden.de
Inzwischen gibt es weitere Radfahrerer- bzw. Radwegekirchen in Baden und darüber hinaus.




Als der französische «Sonnenkönig» Ludwig XIV. im Jahr 1685 die Ausübung des evangelischen Glaubens in seinem Reich verboten hatte, waren vor mehr als 300 Jahren rund 200.000 Protestanten ins Ausland geflohen. Auf Schleichwegen durch die Alpen führten die Routen der Hugenotten und Waldenser zunächst ins evangelische Genf. Von dort konnten die Flüchtlinge offen auf der Straße über Bern und Zürich bis Schaffhausen reisen, weiter durch das evangelische Württemberg und Nordbaden in die evangelischen Territorien Hessens.
Er ist 1.800 Kilometer lang und zieht sich von Le Poët-Laval in den südfranzösischen Alpen bis hin zum nordhessischen Bad Karlshafen an der Weser. Der Hugenotten- und Waldenserpfad ist die Route, auf der vor mehr als 300 Jahren Zehntausende Protestanten aus Südfrankreich und Waldenser aus den italienisch-piemontesischen Alpentälern wegen der Unterdrückung ihres Glaubens geflohen waren. Nach vielen Jahren wurde im April 2012 der letzte Abschnitt des europäischen Kulturfernwanderwegs in Baden-Württemberg eröffnet.
«Der historische Kulturfernwanderweg ist für uns ein Gegenstück zu den klassischen Pilgerwegen», sagt Renate Buchenauer vom Verein «Hugenotten- und Waldenserpfad». Die Koordinatorin für den in Deutschland rund 800 Kilometer langen Pfad sieht in der Wanderrote auch «einen Weg zum Protestantismus und der Toleranz», der nicht nur auf die Spuren der Glaubensflüchtlinge von damals hinweisen soll. «Mit dem Weg soll auch das Thema Migration behandelt werden», sagt Buchenauer, die selbst von einer hugenottischen Familie abstammt. Geplant seien dazu unter anderem kulturelle Veranstaltungen sowie Schau- und Informationstafeln, die auf das Thema Flucht und Sesshaftigkeit hinweisen.
«Unser Logo ist die weiße Silhouette eines wandernden Hugenotten mit Rock, Schlapphut und Stock vor einer blauen Scheibe», sagt Buchenauer. Dem Verein gehören Kommunen, Landkreise, Kirchengemeinden, Wander- und Kulturvereine sowie Unternehmen an. Mehrere hundert Menschen hätten in den vergangenen Jahren in Hessen und Baden-Württemberg an der Gestaltung des Pfades mitgewirkt, erzählt die Vereins-Koordinatorin. Das Hugenottenbild stamme von einem historischen Kupferstich und damaligen Erkennungsmünzen, mit denen sich die verfolgten Protestanten auf ihren geheimen Zusammenkünften oder bei heimlichen Gottesdienstfeiern ausweisen mussten, sagt Buchenauer. Die Mitarbeiter markieren den Wanderpfad mit der blauen Scheibe, die die historische Erkennungsmünze (méreau) symbolisiert, und einer geschwungenen grünen Linie für den Pfad «als Zeichen für den langen Weg, den die Flüchtlinge damals gegangen waren».
Der Hugenotten- und Waldenserpfad führt zu zahlreichen Fachwerkhäusern und Kirchen, die etwa in den nordhessischen Orten Gottstreu, Gewissenruh und Schöneberg oder in den baden-württembergischen Gemeinden wie Pinache, Perouse, Neuhengstett, Simmozheim oder Großvillars zum Teil noch französische Inschriften tragen. Wo die Flüchtlinge ansässig wurden, werden mancherorts noch heute bei größeren Feiertagen Gottesdienste auf Französisch gehalten.
Waldenser und Hugenotten unterscheiden sich in Geschichte und Theologie, teilten aber eine Verfolgungs- und Fluchtgeschichte. Die Waldenserbewegung entstand im 12. Jahrhundert in Südfrankreich, wurde über Jahrhunderte verfolgt und schloss sich Mitte des 16. Jahrhunderts der Reformation an. Die Hugenotten waren von dem Reformator Johannes Calvin beeinflusste Protestanten im Frankreich der vorrevolutionären Zeit. Sie wurden ebenfalls verfolgt und flohen vor allem zum Ausgang des 17. Jahrhunderts in großer Zahl in protestantische Gebiete.
Der Hugenotten- und Waldenserpfad führt auf einer Gesamtlänge von 1.800 Kilometer von Südfrankreich und Norditalien über die Schweiz bis ins nordhessische Bad Karlshafen. Im Schwarzwald können Wanderer zwischen Calw und der Staatsgrenze bei Schaffhausen auf den Wanderwegen des Schwarzwaldvereins - «Gäurandweg», «Ostweg» und «Querweg», dazwischen auch auf dem «Neckarweg» - den Themenschildern folgen. Von Calw nach Norden beginnt dann die Markierung mit einem eigenen Zeichen. Im September dieses Jahres ist eine grenzübergreifende Wanderveranstaltung im Raum Schaffhausen-Hegau geplant.
(Quelle: epd/Ralf Schick)

Sie wurden aus ihrer vertrauten Umgebung im französisch-italienischen Grenzgebiet vertrieben und mussten ihr Land, ihre Hütten und Häuser zurücklassen. In Baden und Württemberg fanden etliche Waldenserfamilien eine neue Heimat: Gegen den Einspruch der evangelischen Kirchenleitung, die vor über 300 Jahren die reformierten Waldenser in einem Gutachten «als schreckliche Ketzer und Irrlehrer» bezeichnete, wies ihnen im Jahr 1701 der württembergische Herzog Eberhard Ludwig in einem durch zwei Kriege entvölkerten Grenzgebiet Siedlungsflächen zu.
28 arme Flüchtlingsfamilien aus dem damaligen La Balme, einem kleinen Weiler im Pragelatal, kamen vor über 300 Jahren nach Grünwettersbach und gründeten dort den Ort Palmbach (Kreis Karlsruhe). 360 Morgen verwüstetes Ackerland wurde den Vertriebenen wenig später auf einer Hochfläche zugewiesen, über das der Dreißigjährige Krieg und der pfälzische Erbfolgekrieg getobt hatten. «Sie wurden vertrieben um ihres Glaubens willen», sagt die Karlsruher Pfarrerin und Kirchenrätin Susanne Labsch.
Grünwettersbach lag damals in einer kleinen württembergischen Exklave im Badischen und gehörte zum Oberamt Neuenbürg. Nach den beiden Kriegen hatte das ursprünglich 80 Bürger zählende Dorf nur noch 30 Einwohner. In Erinnerung an ihre alte Heimat nannten sie die neue Siedlung La Balme, später auch Balmbach geschrieben. 1806 wurden Grünwettersbach und auch Palmbach badisch.
Im Jahr 1725 bauten die geflüchteten Familien in Palmbach ihre erste Kirche. Zwei Gedenktafeln hinter dem Altar der aus Holz erbauten Waldenserkirche sind in der heutigen, 1906 aus Sandstein erbauten Nachfolgekirche, noch erhalten. Die in französischer Sprache verfasste Tafel «bezeugt, dass die Vertriebenen den Beistand Gottes und seinen Segen hier verwirklicht sahen», sagt Labsch, die selbst mehrere Jahre in italienischen Waldensergemeinden gelebt und gearbeitet hat.
Die auf den südfranzösischen Armutsprediger Petrus Waldes (1217 verstorben) zurückgehenden Waldenser waren eine vorreformatorische Bewegung im Gegensatz zu den Hugenotten, die von Beginn an von der jeweils herrschenden Amtskirche verfolgt wurden. Im Jahr 1184, so sagt der in Karlsruhe wohnende Waldenser-Experte und Buchautor Albert de Lange, wurden die Waldenser formell vom Konzil von Verona verurteilt.
Die mit den Albigensern verfolgten und durch Ketzer-Kreuzzüge dezimierten Waldenser zogen sich daher in die unzugänglichen Hochtäler im heutigen italienisch-französischen Grenzgebiet zurück. Doch auch dort waren sie nach kurzer Zeit nicht mehr sicher, weshalb ihr Pfarrer Henri Arnaud sie 1699 nach Deutschland führte: Allein 1.700 Frauen und Männer fanden Aufnahme im damaligen Herzogtum Württemberg, rund 1.300 in Baden.
(Quelle: epd)


Das Melanchthonhaus steht in Bretten, der Geburtsstadt des Reformators Philipp Melanchthon. Auf eindrucksvolle Weise zeigt dies das Leben und das Wirken des Freundes und Wegbegleiters Martin Luthers.


Mal wieder eine Kirche zu betreten ist an sich nie verkehrt. In der Rubrik Kirchen in Baden zeigen wir Ihnen besondere Kleinode badischer Kirchen, die architektonisch und kirchengeschichtlich besonders sehenswert sind.


Die 17 Stelen wurden von acht Bildhauer- und Steinmetz-Firmen der Ortenau aus Buntsandstein aus den Vogesen gefertigt - dem gleichen Material wie das Straßburger Münster.


Geboren wurde die Idee während eines Urlaubsaufenthaltes an der mecklenburgischen Seenplatte. Ein Mitglied der Kirchengemeinde Ludwigshafen verbrachte dort einige Urlaubstage und wurde auf die bisher einzige Hörspielkirche Deutschlands aufmerksam - die Hörspielkirche Federow. Interessiert und neugierig zugleich, besuchte man die Hörspielkirche Federow und war begeistert.
Zu Hause angekommen, wurde fasziniert von diesem Erlebnis erzählt und der Stein geriet ins Rollen... Immer mehr wurden von der Begeisterung angesteckt und die Idee einer Hörspielkirche am Bodensee war geboren. Ein Hörspiel im Kirchenraum hören - diese Erfahrung möchte man auch Einheimischen und Gästen im Süden Deutschlands ermöglichen.
Weitere Infos zur Hörspielkirche finden Sie auf: www.hoerspielkirche-sipplingen.de

Sich treiben lassen, dennoch ein festes Ziel vor Augen. Die Abendstimmung auf dem See genießen, miteinander unterwegs sein und geistliche Impulse als Kraftquelle spüren.








