Junge Dame mit einem Megafon
 

 

Am 8. März 2026 war Landtagswahl in Baden-Württemberg

Kirche & Demokratie

  
Postkartenmotiv Menschenwürde, Nächstenliebe, Zusammenhalt

Warum wir als Evangelische Landeskirche in Baden für Demokratie und Vielfalt eintreten

Ein Beitrag zur Landtagswahl in Baden-Württemberg
Aus dem christlichen Menschenbild erwächst ein klares Bekenntnis zu Menschenwürde, Demokratie und Vielfalt. Oberkirchenrat Matthias Kreplin zeigt, warum die unveräußerliche Würde aller Menschen, die Begrenzung von Macht und das Miteinander in versöhnter Verschiedenheit zentrale Grundlagen für Kirche und Gesellschaft sind – und welchen Auftrag die Kirche heute hat, für Menschenwürde, Nächstenliebe und Zusammenhalt einzustehen.
Momentaufnahme Krankenwagen in schneller Fahrt

Im Notfall Menschenwürde – ein persönlicher Einblick

In ihrem beruflichen Alltag geht es oft um Tod und Leben. Renée Keller arbeitet als Fachkrankenschwester in der Notaufnahme. Was ihr dabei Menschenwürde bedeutet und wo sie an Grenzen kommt, erzählt sie im Interview.  
Hand mit Armband Spread love

Nächstenliebe heute: Stimmen aus der ekiba

Nächstenliebe ist in fast allen Religionen und spirituellen Traditionen fest verankert. Im Christentum ist sie eines der wichtigsten Gebote: “Liebe deinen Nächsten wie dich selbst” (Markus 12,31). So wird betont, dass die Liebe zu Gott eng mit der Liebe zu anderen Menschen verbunden ist. Wir haben Mitarbeitende in der ekiba gefragt, was Nächstenliebe für sie bedeutet, und wo und wie sie sie erleben.
Zwei Personen bei Sonnenuntergang am See

Zusammenhalt braucht Vertrauen - Gespräch mit Judith Winkelmann

Unterschiedliche Meinungen über Politik und Gesellschaft gibt es auch in Familien, Freundeskreisen und Kirchengemeinden. Doch was, wenn darüber Streit entsteht, die Situation eskaliert? Wie können wir trotzdem im Gespräch bleiben?
Judith Winkelmann vom Zentrum für Seelsorge in Heidelberg zeigt im Interview, warum Vertrauen wichtiger ist als Rechtbehalten und wie Beziehungen trotz unterschiedlicher Positionen Bestand haben können. Für sie spielt auch die Kirche eine wichtige Rolle.
Bad Boll

Flüchtlingsschutztagung 2026 in Bad Boll

Für ein respektvolles gesellschaftliches Klima und Menschlichkeit bei der Umsetzung neuer Regelungen zum Schutz und zur Integration von Flüchtlingen
  

Veranstaltungen zum Thema Demokratie

christliche Symbole (Kreuz, Fische, Kirchturm) schweben über der Deutschlandflagge und der Bevölkerung
Fr. 12.06.2026
15:00 bis 18:00 Uhr
Glaube. Nation. Macht.
Online
Evangelische Akademie Baden
Do. 17.09.2026
09:00 bis 17:00 Uhr
Handlungs- und Argumentationstraining - durchgeführt von der Landeszentrale für politische Bildung
+punkt, Marsilius-Arkaden
HD-Neuenheim
Evangelische Erwachsenenbildung Heidelberg
 
Das Bündnis für Demokratie und Menschenrechte engagiert sich für den Schutz der freiheitlich‑demokratischen Grundordnung und der Menschenrechte. Es vernetzt demokratische Akteure aus Kirchen und Religionsgemeinschaften, Gewerkschaften, Verbänden und Vereinen, Parteien, Kommunen (Städte, Landkreise, Gemeinden) und staatlichen Institutionen.
Wir empfehlen immer wieder mal auf die Website www.buendnis-demokratie-menschenrechte.de zu schauen, auch wegen der zahlreichen Hinweise auf aktuelle Veranstaltungen.
 

Material & Buchtipps

 

Podcastfolge "Migrationspanik und Realität"

Hinweisen möchten wir Sie auch auf die Podcast-Episode „Migrationspanik und Realität“ der Evangelischen Akademie Bad Boll. Europa erlebt seit Jahren eine vermeintliche „Dauerkrise“ der Flüchtlingspolitik. Doch was steckt tatsächlich hinter Abschottung, Überlastungsnarrativen und dem Ruf nach Kontrolle? Die renommierte Migrationsforscherin Dr. Judith Kohlenberger spricht über die gegenwärtige Flüchtlingspolitik in Europa.

Fachmagazin "unterwegs zu menschen"

Die Begriffe ‚Wir – Ihr – Die‘ sind mehr als nur Wörter. Sie zeigen, wie Menschen sich selbst und andere sehen: Wer gehört dazu, wer steht dazwischen, und wer wird ausgeschlossen? Diese Ausgabe von unterwegs zu menschen widmet sich diesem wichtigen Thema. Denn bei unseren Besuchen begegnen wir oft genau dieser Einteilung.

Antonio Scurati: Faschismus und Populismus, Stuttgart 2024.

Faschistische Aufmärsche, Rassismus und Gewalt gegen Geflüchtete sind immer mehr an der Tagesordnung. Die Akteure reduzieren das politische Leben auf Gefühle, vor allem Angst und Groll, und vereinfachen die komplexe Realität demokratischer Gesellschaften. Dabei folgen sie bewusst oder unbewusst dem Führungsstil Benito Mussolinis. Warum und wie dieser Stil extremen Kräften den Weg bereitet, erläutert der italienische Professor Antonio Scurati für vergleichende Literaturwissenschaft in einem fesselnden Essay.
 

Heinrich Detering: Was heißt hier „wir“? Zur Rhetorik der parlamentarischen Rechten, Ditzingen 4. Aufl. 2019.

Der Literaturwissenschaftler Heinrich Detering wirft einen scharfen Blick auf die Rhetorik der parlamentarischen Rechten – und zeigt, wie ihr Anspruch, für „das Volk“ zu sprechen, in totalitäre Ermächtigungsvorstellungen, Rache- und Vernichtungsphantasien führt. Er legt offen, wie diese Sprache der Gewalt sich selbst verharmlosend verkleidet. Und er macht vor, wie sich solche rhetorischen Strategien durchschauen lassen.
 

Daniel Hornuff: Die neue Rechte und ihr Design. Vom ästhetischen Angriff auf die offene Gesellschaft, Bielefeld 2019.

Das Neue an der Neuen Rechten ist nicht ihre Ideologie, sondern deren öffentliches Erscheinen. Der Angriff auf die offene Gesellschaft wird vor allem mit ästhetischen Mitteln geführt. Die Neue Rechte setzt Design und Bilder als zersetzende Werkzeuge ein. Sie übernimmt eine ursprünglich progressive Ästhetik und wendet sie subversiv: Rassismus designt sie zum Diversity Management, Nationalismus zum Wohlfühl-Lifestyle, der „Hipster-Nazi“ ist keine Satire und sexistischer Feminismus kein Widerspruch. So zeigt Daniel Hornuffs Analyse, dass die Verteidigung der offenen Gesellschaft nicht nur eine politische, sondern auch eine ästhetische Aufgabe ist.
 

Carolin Amlinger/Oliver Nachtwey: Zerstörungslust. Elemente des demokratischen Faschismus, Berlin 2025. 

Woher diese Lust an der Zerstörung? Und warum folgen so viele Bürger*innen den libertären Autoritären in den selbstgewählten Faschismus? Auf der Grundlage umfangreicher empirischer Forschungen, darunter einer Vielzahl ausführlicher Interviews, u. a. mit AfD-Anhängern und Mitgliedern libertärer Vereinigungen, entwickeln Amlinger und Nachtwey eine Erklärung: Im Kern richtet sich diese Revolte gegen die Blockade liberaler Gesellschaften, die ihre Versprechen auf Aufstieg und Emanzipation nicht mehr einlösen.
 

Bernhard Pörksen: Zuhören. Die Kunst, sich der Welt zu öffnen, München 2025. 

Zuhören, Gehörtwerden, den Dialog auf Augenhöhe führen – das sind Schlagworte unserer Zeit, Leerformeln der politischen Rhetorik. Aber was heißt es, wirklich zuzuhören, die eigenen Überzeugungen in Frage zu stellen, sich der Weltsicht des anderen auszusetzen? Warum hört man so lange nicht auf die Opfer sexuellen Missbrauchs, warum nicht auf die Warnungen vor dem Klimawandel? Bernhard Pörksen zeigt, welche Mechanismen das Zuhören verhindern – ob im privaten Umgang oder in der Öffentlichkeit. Und er präsentiert Ansätze und Methoden, die eine neue Offenheit, tieferes Verstehen und empathisches Zuhören ermöglichen.
 

#wählen

Websitebannermotiv Menschenwürde, Nächstenliebe, Zusammenhalt
Damit Sie ein erkennbares Zeichen für Demokratie setzen können, stellen wir Ihnen die Motive der ökumenischen Initiative zur Bundestagswahl „Für alle. Mit Herz und Verstand.“ als zeitlose Materialien (Banner, Postkarten, Poster und Social-Media-Vorlagen) zur Verwendung im Kontext von Wahlen zur Verfügung.
 
 
 

Diakonie Baden

Die Diakonie Baden beteiligt sich an der Liga-Kampagne „Soziales IST Zukunft!“. Vor der anstehenden Landtagswahl ruft sie ihre Mitarbeitenden, Einrichtungen und Dienste dazu auf, die Kampagne vor Ort mitzutragen und lädt zudem an mehreren Orten zum Austausch mit der Politik ein.
 
 

Zusammen für Demokratie

Zusammen für Demokratie ist ein Bündnis zivilgesellschaftlicher Verbände und Einrichtungen, die sich gemeinsam für den Schutz unserer Demokratie einsetzen.