Pilgern

 
Bodengravur: Europa ist auf der Pilgerschaft geboren

Quelle: pixabay.com / gemeinfrei

Sie möchten das Pilgern in Ihrer Gemeinde fördern?
 
3 Wege bieten sich an:
 

Willkommensschild

Quelle: pixabay.com / gemeinfrei

Wenn Ihre Gemeinde an einem gut frequentierten Pilgerweg liegt, können Sie zu Gastgebern für Pilger werden. „Gastfrei zu sein vergesst nicht; denn dadurch haben einige ohne ihr Wissen Engel beherbergt.“ (Hebräer 13,2) Die EKD hält verschiedene Signets vor:
 
Geöffnete Kirche > www.kirche-geoeffnet.de
Radwegekirche > www.radwegekirchen.de
 
Hilfreich sind Auslagen, die Besuchern bei der Besinnung helfen:
 
Voller Sehnsucht – herausfordernd pilgern
Wer seiner Sehnsucht folgen und sie stärken will, der wird sein Pilgern entsprechend gestalten: Er will sein Leben aus den Routinen des Alltags freimachen und sich für das noch Ausstehende öffnen. Dann wird Pilgern Heimweh und Fernweh zugleich: Der Pilger möchte zu sich kommen und zugleich nicht bei sich stehen bleiben. Er sucht das Andere, den Anderen. Abstand gewinnen möchte er von den Dingen des Alltags, von der Familie, von Freunden und ihren Erwartungen, von Zwängen und Vorstellungen und letztlich von sich selbst. Distanz zum Gewohnten ist entscheidend für dieses Pilgern. Wie die Distanz vom Alltag konkret aussieht, ist bei jedem Pilger anders. Die Erfahrung zeigt, was dem Pilger hilft, sich für das Neue zu öffnen:
 
  • Rucksack packen: Einpacken und aussortieren – was brauche ich wirklich und was nicht? Gelingt es mir, ohne unnötigen Ballast unterwegs zu sein?
  • Motivation klären: Suche ich überhaupt etwas? Bin ich bereit, dafür etwas aufzugeben?
  • Abschied nehmen: Ich bereite meine Reise so vor, dass Alltag, Beruf und Familie auch ohne mich zurechtkommen – ich kann guten Gewissens aufbrechen.
  • sich aus der Hand geben: Statt zu machen, was mir gerade in den Sinn kommt, vertraue ich mich den Regeln des Pilgerns an. Das macht mich frei von mir selbst.
  • Gewohnheiten aufgeben: Ich lasse mich auf das Fremde ein, Massenquartier statt Einzelzimmer, Handwäsche statt Waschmaschine.
  • offen sein: Ich vertraue mich anderen an, gerade auch meine Schwächen, Ängste und Fragen.
  • Vom Unverfügbaren leben: Ich sichere mich nicht gegen alles ab. Wertvoller als das reservierte Bett im Hotel ist die unerwartete Matratze. Ich probiere aus, wie es ist, auf andere angewiesen zu sein.
  • Andacht halten: Nicht nur meine Füße sollen auf den Weg gebracht werden, auch Geist und Seele. Ich höre auf Gott, zumindest versuchsweise.
  • sich Herausforderungen stellen: Ich verzichte auf Sicherheit und wähle die Etappen so lang, dass sie ein Risiko sind. Nur durch Übung wächst Vertrauen.
© Detlef Lienau: Das Weite suchen: Pilgern - mit Gott auf dem Weg sein, Brunnen 2018, 13f
 

Schild Pilgerweg

Quelle: pixabay.com / gemeinfrei

Sie bieten selbst Pilgern für Ihre Gemeinde an.
 
Pilgern anbieten – leicht gemacht:
1. Hilfreich ist die Ausbildung zum Pilgerbegleiter > Infos beim Pilgerbeauftragten
2. Außerdem gibt es viele ausgearbeitete Materialien.
3. Im PDF sind einige Gebete und Texte, die Sie verwenden können > Impulse zum Pilgern
4. Sie nutzen die vielfältigen Angebote der Landeskirche > www.ekiba.de/pilgern
5. Sie nutzen einen der Pilgerwege in Baden-Württemberg > www.kirche-tourismus-bw.de/pilgerland-baden-wuerttemberg
 

Ihre Gemeinde möchte …
  • ein Pilgerprojekt publikumswirksam starten
  • möchte im Kirchgemeinderat Möglichkeiten des Engagements klären
  • sich in einer öffentlichen Veranstaltung oder einer Gruppe mit dem Pilgern beschäftigen
  • mit einem Vortrag oder Workshop zum Pilgern motivieren
  • ...
Lassen Sie sich beraten vom Pilgerbeauftragten der badischen Landeskirche Pfr. Dr. Detlef Lienau