Die Philippuskirche in Mannheim-Käfertal
Alle Gemeinderäume in einem Gebäude
1934 wurde ein Gemeindehaus für die Einwohner von Käfertal-Süd errichtet. Zum Bau einer Kirche kam es allerdings nicht mehr. Im Zweiten Weltkrieg wurde das Gemeindehaus 1944 völlig zerstört und anschließend bis 1948 wiederaufgebaut. Grundsteinlegung der eigenen Kirche war schließlich am 14. Oktober 1961.
Gebaut wurde nach Plänen des Architekten Wolfgang Handreck. Für die künstlerische Gestaltung war Klaus Arnold verantwortlich. Am Sonntag, den 27. Januar 1963, weihte Landesbischof Dr. Julius Bender den Kirchenneubau ein. Der Apostel Philippus war Namensgeber für die Kirche.
Die kubische Philippuskirche hat einen quadratischen Grundriss. An der Außenseite befinden sich die Stützen und Dachbinder des Stahlbetonskeletts. Der ursprüngliche Sichtbeton wurde 1997 mit einem hellen Anstrich versehen. Die beiden Längsseiten sind mit Naturstein verkleidet. An der Hauptfront wird in großen Lettern Joh 14,8 zitiert: „Philippus spricht: Herr, zeige uns den Vater“. Das Gegenstück befindet sich im Innenraum an der Altarwand: „Wer mich sieht, der sieht den Vater“ (Joh 14,9). Das Relief hier stellt das Himmlische Jerusalem und die Speisung der 5.000 dar (Joh 6,5-15).
Die Philippuskirche erfuhr im Jahr 2007, nach dem Verkauf des dahinter gelegenen Gemeindehauses, eine erhebliche Nutzungserweiterung. In einem 10-monatigen Umbau wurden Gemeinderäume im Kirchenraum eingebaut, im bislang ungenutzten Volumen des "Eingangshügels" konnten das Pfarramt und weitere Funktionsräume untergebracht werden.
Eine neue barrierefreie und zentrale Erschließung verknüpft diese zusätzlichen Räume nun auch mit der Kindertagesstätte im Sockel der Kirche, dem Kirchenraum und Gemeinderaum darüber. Sämtliche Einbauten in der Kirche wurden in schwarz gehalten und verbinden sich mit dem Bestand zu einer neuen Einheit.
Die Wiedereinweihung nach dem Umbau erfolgt am Karsamstag, den 22. März 2008, durch Landesbischof Dr. Ulrich Fischer.

