HEIDELBERG KAPELLENGEMEINDE PRINZIPALIEN

 
Blick durch den Kirchenraum auf die neuen Prinzipalien der Kapellenkirche in Heidelberg
Blick auf die neuen Holz-Prinzipalien der Kapellenkirche in Heidelberg

 
 
"Ästhetische Rückführung auf archaische Grundstrukturen. Das lebendige Material Holz wird grob im nassen Zustand bearbeitet. Alle Teile der Installation werden sich durch kleine und größere Trocknungsrisse verändern. Die Installation vervollständigt selber den ästhetischen/ künstlerischen Prozess. Die Gemeinde kann visuell daran teilhaben. Der schon fast „klösterlich“ anmutende Ausdruck der Installation soll zeigen, losgelöst aller religiösen Dogmen, die Basis dessen, was Glauben, was Religiosität ausmacht: Gebet, Meditation, Mitgefühl, Gemeinschaft."
(Werner Schlegel)
 
Fertigstellung 2011

K: Schlegel, Salzkotten-Niederntudorf und Schreiter, Langen
A: SSV Architekten, Heidelberg
F: Schrumpf, Bielefeld und Schulz, Berlin
B: Evangelische Stadtmission Heidelberg e.V.
 
Die Kapellengemeinde ist eine Personalgemeinde. Sie besitzt eine zentrale Stellung als Diakoniekirche für die Stadt Heidelberg. Angebote als Internationale Gemeinde und Manna: Cafe, Quatschen, Kurse ergänzen das vielfältige Profil der Gemeinde.
 
Bei der Renovierung der Kapelle in der Plöck sollte der vielfältigen Gemeinde auch baulich ein Zentrum gegeben werden. Das Umbaukonzept sah vor, die vorderen Emporenbereiche zu kürzen und den Altarbereich zu vergrößern. Der einstmals stark auf die Kanzel ausgerichete Kirchenraum erhielt durch die ebenerdig aufgestellten Prinzipalien eine neue Mitte auf Gemeindeebene.
 
Die Prinzipalien von Werner Schlegel aus 700 Jahre altem massivem Eichenholz nehmen mit ihren Rissen Bezug auf manche Lebenslinien der Besucher der Kapellengemeinde. Auch die beiden neuen Kirchenfenster von Johannes Schreiter, die den geöffneten Altarraum künstlerisch aufwerten, korrespondieren thematisch mit der Arbeit der Kapellengemeinde.