MS-Teams-Ablage für Gemeinden in Kooperationsräumen

Die Entwicklung der hier aufgeführten Varianten von Teams-Ablagestrukturen erfolgte auf Basis des Vorwissens um Bereich der analogen Registraturablage und dem Austausch mit verschiedenen Personenkreisen in den Gemeinden.
Da wir Ihnen in Zukunft passende Informationen und gelebte Best-Practice-Vorschläge anbieten möchten, freuen wir uns über Ihre Rückmeldungen zu diesem Thema.
Selbstverständlich stehen wir Ihnen auch bei Fragen jederzeit gerne zur Verfügung.
Wenn Sie ein gemeinsames oder zentrales Pfarramtsbüro einrichten möchten, finden Sie auf der Seite zum Thema Pfarramtsbüros weitere Informationen.
 

Grundsätzliches

Bevor mit der strukturierten Arbeit in Teams begonnen werden kann, muss abgewogen werden, welche Personenkreise Zugriff auf welche Informationen benötigen.
Empfohlen wird, dass bei einer engen überregionalen Zusammenarbeit (z.B. im Kooperationsraum oder Bezirk) ein separates Team für die Dienstgruppe und die Sekretär*innen angelegt wird, in welchem diese Informationen ausgetauscht werden.
Für die Ablage in der eigenen Gemeinde muss zudem mindestens ein eigenes Team angelegt werden. Wie stark die inhaltlichen Ausprägungen der einzelnen Teams sind, kommt auf den Umfang der überregionalen Zusammenarbeit an.
Prinzipiell ist die Nutzung von privaten oder nur für ausgewählte Personen(-kreise) zulässigen Kanälen zwingend erforderlich.
 

Wichtige Hinweise

  • Bei der Erstellung eines neuen Kanals muss bereits an den relevanten Personenkreis gedacht werden. Die nachträgliche Veränderung des Kanaltyps ist nicht möglich (z.B. von Öffentlich auf Privat umstellen). Es muss jedes Mal ein neuer Kanal mit den entsprechend Einstellung erstellt und die relevanten Dateien in diesen neuen Kanal kopiert werden.
  • In freigegebenen Kanälen können nur Personen mit einer kbz.ekiba.de-E-Mail-Adresse eingeladen werden. Ehrenamtliche ohne eine solche Adresse können nicht hinzugefügt werden.
  • Ehrenamtliche ohne kbz.ekiba.de-E-Mail-Adresse müssen einem Team zugewiesen werden. Innerhalb des Teams können sie öffentlichen und privaten Kanälen zugewiesen werden.
  • Dateien, welche im Kanal „Allgemein“ abgelegt werden, können von allen Team-Mitgliedern, auch den Gästen, eingesehen werden. Achten Sie hier besonders darauf, nur allgemeingültige Dateien abzulegen.
 

Die üblichen Personenkreise, welche in die Arbeit mit Teams einbezogen werden, sind in der Regel folgende:
  • Hauptamtliche
  • Sekretär*innen
  • Mitglieder des Ältestenkreises bzw. KGR
  • Organist*innen und Kirchendiener*innen
  • Ehrenamtliche
  • ggfs. Kindergarten-Personal
 

Sollte bei Ihnen bereits ein Team eingerichtet worden sein, sollten Sie für die Pfarrämter und Dekanate in Ihrer Teams-Ablage einen privaten Kanal für das Pfarramtsbüro einrichten. Dort können Sie die folgende Ordnerstruktur einfügen. Somit ist die Registratur bei Ihnen digital über MS-Teams anwendbar.
 
 
Darüber hinaus können Sie thematische Kanäle für Ihre Arbeit anlegen und die relevanten Personenkreise entsprechend einladen.
Bitte beachten Sie, dass archivwürdige Unterlagen aus den thematischen Kanälen mittelfristig in die Registratur überführt werden müssen. So können bei einer möglichen zukünftigen Umstellung auf ein Dokumentenmanagementsystem alle relevanten Akten umgezogen werden.
Weitere Informationen zum Thema Archiv und Archivwürdigkeit finden Sie hier.
 

Dateiumzug

Am besten beginnen Sie mit der digitalen Ablage zu einem festgelegten Zeitpunkt. Im Anschluss werden neu erstellte Dateien direkt dort abgespeichert. Bereits erstellte Dateien, welche Sie verwenden, können ebenfalls in der neuen Struktur abgespeichert werden. Alte Bestandsdateien, welche Sie für Ihre operative Arbeit nicht mehr benötigen, lassen Sie in Ihrer herkömmlichen Ordnerstruktur. Diese wird in Zukunft durch das Landeskirchliche Archiv gesichtet und bewertet. Alternativ können Sie diese auch auf eine externe Festplatte verschieben. Führen Sie auf jeden Fall, bevor Sie starten eine Datenanalyse der Bestandsdaten durch. Stimmen Sie sich vorab über den geplanten Dateiumzug mit Ihrem Dekanat ab und binden Sie rechtzeitig auch die für den örtlichen Datenschutz zuständige Person ein.
 

Datenschutz und Informationsklassifizierung

Bei der Ablage von Dateien beachten Sie zudem die Datenschutzrichtlinien und -klassifizierungen, welche Sie in der Anwendungsrichtlinie zur Informationsklassifizierung und der DB Ablage Cloud finden. Dateien der Datenschutzklasse 3 müssen mit Hilfe der Informationsklassifizierung zusätzlich verschlüsselt werden. Hier finden Sie die entsprechende Anleitung. Bitte beachten Sie, dass für die Verschlüsselung das einmalige Herunterladen einer separaten Software über die Seite von Microsoft nötig ist.
 

Mögliche Teams-Strukturen für die gemeinsame Arbeit von Gemeinden

Die folgenden Informationen und inhaltlichen Gestaltungen einer Teams-Struktur beruhen auf Erfahrungswerten, sowohl aus dem Bereich der analogen Ablage als auch aus Gesprächen mit Personen in den Gemeinden. Allerdings können zu diesem Zeitpunkt noch keine konkreten Teams-Strukturen abgebildet werden. Hier freuen wir uns über Anregungen und Hinweise von Ihnen. 
 

Bei dieser Variante werden zwei separate Teams angelegt. Hierbei handelt es sich auf der einen Seite um ein Team, auf welches die Hauptamtlichen und Sekretär*innen, Organist*innen und Kirchendiener*innen Zugriff haben. Ggfs. kann hier auch der Ältestenkreis angesiedelt werden. Dies ist aber nicht zwingend erforderlich.
Prinzipiell können in dieser Teams-Struktur sensiblere Unterlagen bis Datenschutzklasse 3, ausgenommen Seelsorge (vgl. hierzu DB-Ablage-Cloud (DB-Cloud)), leichter abgelegt werden, da der Zugriff von Außenstehenden auf das komplette Team nicht möglich ist. Es sollte ein privater Kanal für den Austausch zwischen den Hauptamtlichen als sogenannter „Leitungskanal“ eingerichtet werden. Zudem kann hier ein Kanal „Büro“ angelegt werden, welcher der digitalen Registraturablage entspricht.
Neben diesen beiden Kanälen wird es in Ihrem Team noch weitere Kanäle geben. Diese dienen in erster Linie der gemeinsamen Arbeit und der Ablage von Handakten. Abgeschlossenen Vorgänge oder genehmigte Protokolle können direkt aus den inhaltlichen Kanälen in die Registratur verschoben werden.
Inhaltlich kann es sich bei weiteren Kanälen um folgende Themen handeln:
  • Dienstpläne
  • Sitzungsprotokolle
  • Konfi-Arbeit
  • Religionsunterricht
  • etc.
Dazu kann, wie bereits erwähnt, ein Kanal für die Ältesten eingerichtet werden, in welchem z.B. folgende Dokumente zu finden sind:
  • Sitzungsprotokolle
  • Sitzungseinladungen
  • Informationen zu Veranstaltungen explizit für diesen Personenkreis
  • Visitationsberichte
  • etc.
Ein weiterer Kanal kann für alles Rund um die Gottesdienstplanung eingerichtet werden. Hier haben neben den bisher genannten Gruppen auch die Organist*innen und Kirchendiener*innen Zugriff. Bei überregionalen Gottesdienstplanungen, z.B. innerhalb eines Kooperationsraums oder des Kirchenbezirks, kann dieser Kanal auch im entsprechenden überregionalen Team angelegt werden. Inhaltlich kann dort folgendes zu finden sein:
  • Gottesdienstpläne
  • Abkündigungen
  • Liedblätter
  • Einladungen, Plakate und Aushänge zu besonderen Gottesdiensten
  • etc.
Auf der anderen Seite findet sich ein Team, welches für alle Engagierten in der Gemeinde zur Verfügung steht. Hier können die Kanäle offener gestaltet werden, was den Austausch zwischen den Ehrenamtlichen erleichtert. In diesem Team kann alternativ auch der Ältestenkreis bzw. Kirchengemeinderat mit einem privaten Kanal angesiedelt werden, statt im Team für die Hauptamtlichen.
Die Kanäle können sich inhaltlich nach den Schwerpunkten der Ehrenamtsarbeit richten. Hier kann z.B. das komplette Thema „Öffentlichkeitsarbeit“ verortet werden. Selbstverständlich kann auch jeweils ein separater Kanal für einzelne Kreise oder Gruppen angelegt werden. Dies erfordert jedoch einen höheren Aufwand im Bereich der Zugriffsberechtigungen.
Inhaltliche finden sich die folgenden Dateien in diesen Kanälen:
  • Listen für den Besuchskreis (z.B. Geburtstagslisten)
  • Ablauf- und Einsatzpläne von Veranstaltungen
  • Plakate, Flyer, usw. zum Verteilen und teilen (z.B. in sozialen Netzwerken)
  • Gemeindebrief
  • etc.
 

Bei dieser Variante befinden sich alle für die Gemeinde relevanten Kanäle in einem Team. So gibt es Kanäle, auf welche nur die Hauptamtlichen und Sekretär*innen zugreifen können. Bei weiteren Kanälen werden die Berechtigungen auf Ehrenamtliche ausgeweitet, je nachdem, wer welche Informationen benötigt.
 
Bitte beachten Sie, dass alle Teams-Mitglieder auf die Inhalte des Kanals „Allgemein“ Zugriff haben. Daher muss bei dieser Variante verstärkt auf die sachgemäße Nutzung des Kanals und der dortigen Datenablage geachtet werden.
Auch die Ehrenamtlichen können in einen Kanal eingebunden werden, wobei es sich dabei inhaltlich um deren Einsatzgebiete handelt.
 
Die inhaltlichen Zuordnungen können ähnlich der Version „Zwei Teams“ gestaltet werden.
 

Eine weitere Variante zielt auf eine direkte Zusammenarbeit innerhalb eines Kooperationsraumes oder einer anderen Struktur ab. So ist es möglich, dass eine Teams-Ablage unabhängig der Gemeindestrukturen erstellt wird. In diesem Fall werden ebenfalls sowohl Kanäle für die Haupt- wie auch die Ehrenamtlichen angelegt. Diese sind inhaltlich themenbasiert angelegt und es gibt nur einen Kanal für das Gemeindebüro. Diese Variante kann z.B. zum Einsatz kommen, wenn Sie kurz vor einer Fusion stehen und damit verbunden auf die Ablage in MS-Teams umsteigen möchten.
 
Die inhaltlichen Zuordnungen können ähnlich der Version „Zwei Teams“ gestaltet werden.
 

Tipps und Tricks

  • Für die Organisation von Veranstaltungen und die Verteilung von Aufgaben kann die App „Planner“ genutzt werden (webbasiert).
  • Termine, welche für alle Kanalmitglieder wichtig sind, können im eigenen Kanalkalender eingepflegt werden. So ist jeder immer auf dem aktuellen Stand.
  • Das Einbinden von wichtigen Dateien in die Registerkarten eines Kanals verringert das Suchen und Klicken, z.B. im Kanal „Pfarramtsbüro“ der Aktenplan der Landeskirche.
  • Durch die Verknüpfung der einzelnen Kanäle in die „normale“ Windows-Dateiexplorer-Ordnerstruktur via OneDrive kann wie gewohnt in dieser Dateiexplorer-Ordnerstruktur gearbeitet werden -> Vorsicht bei Verzögerungen der Synchronisierung.
  

Frau Vivian Ritter

Projektleitung Zentrales Pfarramtsbüro, Projektleitung Sicherung und Bearbeitung der Pfarrarchive