Energiemission

 

Kommen Sie mit auf Energiemission!
Energie sparen - Schöpfung bewahren

Die Evangelische Landeskirche in Baden geht auf Energiemission: Als "kleine Schwester" des Grünen Gockels lädt die Energiemission dazu ein, das Thema Energie in den kirchlichen Gebäuden systematisch anzupacken.

Sie umfasst Strom, Heizung und Warmwasser und ist auch mit nur ein oder zwei Ehrenamtlichen zu bewältigen.

Die Evang. Kirche von Hessen und Nassau hat das Konzept übernommen und ebenfalls erste Gemeinden auf den Weg gebracht.

Erste Erfolge werden schnell sichtbar. So hat z.B. die Kirchengemeinde Wolfenweiler in zwei Gebäuden 35 % ihrer Heizenergie eingespart. Die Kirchengemeinde Mühlbach konnte ihren Strombedarf um 28 % senken. Mühlbach hat bereits die zweite externe Begutachtung erfolgreich absolviert, ist also nun schon seit mehr als vier Jahren dabei.

Die Energiemission arbeitet mit System

Energieverbräuche erfassen - bewerten - Energieprogramm erstellen - Validierung durch einen externen Gutachter.
 

Der Eigenanteil für die teilnehmenden Kirchengemeinden beträgt derzeit 0 Euro. Alle Kosten für die Energiemission werden zentral übernommen.

Die Landeskirche gewährt für die Umsetzung des Energieprogramms nach erfolgreicher Begutachtung und dann alle zwei Jahre einen 50%-Zuschuss in Höhe von max. 2000 Euro.

Eine Kirchengemeinde reduziert mit der Energiemission ihren Verbrauch für Heizung, Strom und Warmwasser erfahrungsgemäß dauerhaft um mindestens 10 % innerhalb von zwei Jahren. 

 

 
Mit dem Klimaschutztag startet die Energiemission offiziell in der jeweiligen Pfarrgemeinde. Felix Schweikhardt vom Büro für Umwelt und Energie sowie ein Energieberater besuchen die Gemeinde vor Ort, analysieren die Struktur der Wärme- und Stromversorgung in den Gebäuden und stellen diese schematisch dar. Die Heizungsregelung wird überprüft und gegebenenfalls optimiert. Im Gepäck befinden sich Strom-Messgeräte, Thermografiekamera sowie verschiedene andere Messgeräte. Vor Ort wird der Zugang zu AVANTI für die Gemeinde eingerichtet, einem Zähler-Erfassungsprogramm, mit dessen Hilfe die Gemeinde monatlich ihre Energieverbräuche erfasst und auswertet. Außerdem erfolgt eine erste Einführung in dieses Programm.
 
Am Ende des Klimaschutztages steht der Gemeinde eine erste Maßnahmenliste und eine Vorlage für den Energiebericht zur Verfügung. Der Kirchengemeinderat berät im Anschluss, welche Maßnahmen ins Energieprogramm für die nächsten zwei Jahre aufgenommen werden sollen und beschließt dieses.
 
 

Mühlbach im Kraichgau

 

Mühlbach im Kraichgau ist Pionier der Energiemission in Baden: Die Gemeinde beschloss 2016 in ein kontinuierliches Energiemanagement einzusteigen und wurde 2017 als erste Gemeinde in Baden mit dem Zertifikat der Energiemission ausgezeichnet. Für die Umsetzung ihres Energieprogramms bekommt die Gemeinde nun erstmals 2.000 Euro als Zuschuss von der Landeskirche ausgezahlt. Der Energiebeauftragte Wolfdietrich Schau freut sich, dass durch die getroffenen Maßnahmen bereits 11 % des Strom- und Heizenergieverbrauchs sowie 27 % des CO2-Ausstoßes eingespart werden konnten. Folgende Maßnahmen wurden mit dem Fördergeld bezuschusst:

  • Neue LED-Beleuchtung für die Kirche und Pfarramt
  • Neuer PC-Bildschirm fürs Pfarramt
  • Neue Leuchten und Pedalheizung für den Organisten
  • Bankheizungen auf der Empore wurden ausgeschaltet
  • Einsatz einer abschaltbaren Steckerleiste für Geräte im Pfarramt
  • Größerer Umbau an der Heizungsanlage mit dem Ziel, den bislang ungeregelten Kindergarten Heizkreis zukünftig per Mischer regeln zu können, eine Pumpe einzusparen und Wärmemengenzähler einbauen zu können. Außerdem wird der Warmwasserspeicher nur noch per Bedarf aufgeheizt.

Bei Fortschreibung des Energieprogramms gewährt die Landeskirche für dessen weitere Umsetzung einer Energiemission-Gemeinde alle zwei Jahre eine Förderung von 50%, maximal einen Zuschuss von 2.000 Euro.

 

Ihr Ansprechpartner

Wenn Sie teilnehmen möchten, melden Sie sich bitte an bei: 
  

Ulrich Klein

Grüner Gockel, Energiemission, Heizungsoptimierung und Avanti