Wir sind Gottes Kinder

Weihnachtskrippe

Jochen Cornelius-Bundschuh

„Seht, welch eine Liebe hat uns der Vater erwiesen, dass wir Gottes Kinder heißen sollen - und wir sind es auch!“ (1. Johannes 3,1)
 
Weihnachten ist Kinderzeit. In einem kleinen Kind kommt Gott zur Welt, machtlos und auf die Hilfe anderer angewiesen. Das ist eine deutliche Botschaft: Gott will, dass diese Welt ein Ort ist, an dem Kinder sicher leben, frei und fröhlich aufwachsen und liebevoll begleitet werden!
 
Aber an Weihnachten geht es um mehr: es geht um eine Welt, in der Menschen wie Kinder ohne Angst leben können. Ohne die Angst zu versagen; ohne die Angst, etwas schuldig zu bleiben, für das es keine Versöhnung gibt; ohne die Angst, alles im Griff haben und immer besser sein zu müssen als die anderen.
 
Weihnachten heißt: Wir sind Gottes Kinder! Wenn schon menschliche Eltern ihr Kind nicht loslassen, auch wenn es etwas anstellt oder die Ansprüche der Gesellschaft nicht erfüllt, wenn sie trotzdem an ihm festhalten, wie viel mehr ist das von Gott zu erwarten, der uns liebt wie ein Vater und wie eine Mutter.
 
Jesus, dieses hilflose Kind in der Krippe ist unser göttlicher Bruder und steht für uns ein. In seiner Liebe sind wir geborgen. Sie sucht die Armen und ermutigt die Leidenden; sie führt die zusammen, die sich streiten; sie holt die in die Gemeinschaft, die ausgeschlossen sind. Sie tut alles, damit sich die Liebe ausbreitet – bis hin zu den Feinden. Am Ende werden nicht Macht, nicht Gewalt oder Geld die Welt regieren, sondern Christi Liebe, die uns zu Kindern Gottes macht.