Menschen wie du und ich

Junge sitzt auf Fensterbank und malt blauen Davidstern an Fenster

Landeskirche & Ökumene & Religionen | Politik & Gesellschaft

Kennen Sie eine Jüdin oder einen Juden? Was wissen Sie über ihren Alltag? Das Projekt „Meet a Jew“ des Zentralrates der Juden in Deutschland ermöglicht persönliche Begegnungen und Einblicke in die Vielfalt des jüdischen Lebens in Deutschland.

Wer Jüdinnen und Juden schon einmal persönlich getroffen hat, ist weniger anfällig für antisemitische Vorurteile. Davon sind die Verantwortlichen von „Meet a Jew“ überzeugt. Deshalb vermitteln sie Besuche von jungen Jüdinnen und Juden in Schulen und bei Vereinen. Sie wollen zeigen, dass jüdisches Leben in Deutschland lebendig und vielfältig ist.  
 

„Meet a Jew“ in Weinheim

 
Im Frühjahr 2022 sind Miriam und Benny im Religionsunterricht der 9. Klasse der Friedrich-Realschule in Weinheim zu Gast. Für die Schülerinnen und Schüler ist es eine ganz neue Erfahrung. Zum ersten Mal lernen sie jüdische Menschen kennen und erleben sie als ganz normalen Teil der Gesellschaft. „Schüler nehmen Judentum in der Regel in Verbindung mit dem Holocaust wahr. Sie denken bei Jüdinnen und Juden an tote Juden“, berichtet Schuldekanin Sabine Bayreuther. Ihr ist die Begegnung und der Austausch aber noch aus einem anderen Grund wichtig: Immer wieder erlebt sie, dass sich Schülerinnen und Schüler antisemitisch äußern. Das geschehe gar nicht aus Überzeugung, sondern in Folge eines subkutanen Antisemitismus. Sie ist sich sicher: „Dem kann man am besten entgegenwirken, wenn Schülerinnen und Schüler Jüdinnen und Juden begegnen.“  
Sehen Sie hier Eindrücke vom Besuch von Miriam und Benny bei den Schülerinnen und Schülern in Weinheim.
 
 

Gemeinsam für den Zusammenhalt einstehen

 
Antisemitismus bekämpfen, das wollen auch die Kirchen und Religionsgemeinschaften, die an baden-württembergischen Schulen Religionsunterricht verantworten. In einer neu aufgelegten Erklärung sehen sie sich „in der Verantwortung, den Zusammenhalt von Menschen unterschiedlichen Glaubens und unterschiedlicher Weltanschauung wo immer möglich zu fördern und jedweder Form von Diskriminierung entgegenzuwirken.“
Lesen Sie hier die Fellbacher Erklärung in der Fassung vom 31.05.2022.
 
 

Wettbewerb für Schülerinnen und Schüler ab Klasse 8

 
Mit der Erklärung startete auch der Wettbewerb „Abraham hat viele Kinder – Glaube verbindet“. Bis Mitte Januar 2023 können Schülerinnen und Schüler ab Klasse 8 sich mit der Frage auseinandersetzen, „was die abrahamitischen Religionen miteinander verbindet und welchen Beitrag sie für ein friedliches und respektvolles Miteinander in der Gesellschaft leisten können.“ Die Beiträge können schriftlich, künstlerisch oder digital umgesetzt werden.      
 
 
 
Weitere Informationen:  www.meetajew.de