Plötzlich und unerwartet

Ein Paar Schuhe stehen in einer Pfütze, in der sich eine Person spiegelt.

Lebensformen & Lebensfragen

Vor Kurzem ist in meinem Bekanntenkreis eine junge Mutter schwer an Krebs erkrankt. Dass jemand plötzlich unerwartet aus dem Alltag gerissen werden kann, erlebe ich nicht zum ersten Mal. Und doch berührt es mich diesmal anders. Ich beginne mich zu fragen: Was bleibt, wenn ich einmal nicht mehr da bin? Was kann ich schon vorher entscheiden und regeln?

In meinem Schrank steht seit Monaten ein fast unangetasteter Vorsorgeordner mit allen Dingen, die ich für mich und meine Familie klären kann. Beim ersten Durchblättern kreisen meine Gedanken um meine kleine Tochter. Wie kann ich ihr und den Anderen Entscheidungen und Vorbereitungen für die Zeit abnehmen, wenn ich mich selbst nicht mehr äußern kann?
 
Beruflich habe ich eigentlich immer wieder mal mit dem Thema Vorsorge zu tun und trotzdem ist der Ordner noch weitestgehend leer. Das will ich jetzt ändern und bin dankbar, dass ich ergänzend zum Vorsorgeordner ein PDF-Formular von der Seite www.nichtsvergessen.de herunterladen kann. Durch Ausfüllen und Weiterklicken passt es sich auf meine Lebenssituation an und leitet mich durch die offenen Punkte.
 
So sind die relevanten Verträge und Informationen zu Finanzen und Versicherungen schnell erfasst. Es hilft mir, mit den Checklisten auf einen Blick zu sehen, was benötigt wird. Für mich ist es ein gutes Gefühl, als die ersten Bank-Vollmachten geklärt und abgeheftet sind.
 
Bei der Patientenverfügung merke ich, dass ich durch Corona manche Entscheidung für mich jetzt anders treffen werde als vor einigen Jahren. Mit der Vorsorgevollmacht, in der ich meine Vertrauensperson benannt habe, fühle ich mich erleichtert - da ich weiß, wer für mich sprechen wird, wenn ich es einmal nicht mehr kann.
 
Und dann sind da noch die Verfügungen für den Todesfall. Es fällt mir schwer, darüber mit meiner Familie das Gespräch zu suchen, obwohl es wichtig ist. Zum Glück kann ich in diesem Herbst mit Expertinnen und Experten zu dem Thema ins Gespräch kommen. Mit diesen Impulsen und der Unterstützung meiner Freunde und Familie bin ich zuversichtlich, dass der Ordner in diesem Herbst vollständig wird. Ich freue mich schon jetzt auf das gute Gefühl, dann alles geregelt zu haben.
 
"Was bleibt." und "Nicht(s) vergessen" sind Initiativen von 12 Landeskirchen und ihren Diakonischen Werken.“
 
Kostenlose Online-Seminare und eine Telefonaktion zu den Themen Vorsorge und Vererben finden Sie unter www.nichtsvergessen.de. Hier kann auch der Vorsorgeordner bestellt und das PDF-Formular heruntergeladen werden.
 
  

Christoph Zacheus-Hufeisen

Fördermittelberatung, Fundraising-Fortbildungen und Kollektenwesen