Lesen trotzt Kälte und Krisen

Wolf-Dieter Steinmann
Anregungen aus dem biblischen Buch Zefanja
Lesen wärmt, weil es Lust macht auf Leben. Ich konnte noch nicht lesen, da habe ich das gespürt. Besonders, wenn mir ein Mädchen aus der Nachbarschaft vorgelesen hat, gerade auch in der kalten, dunklen Jahreszeit.
Wärmt lesen, weil Bücher durchs (Vor)lesen schön werden? Oder wird das Lesen schön durch ihre Inhalte? Oder beides?
Jedenfalls glaube ich und habe das mit vielen Büchern und anderen Lesestoffen erlebt: Lesen trotzt Kälte und Krisen. Es tröstet. Es kann uns die unzerstörbare Zukunftslust
in den Kopf setzen: „Es wird gut.“
in den Kopf setzen: „Es wird gut.“
Das kleine Buch Zefanja in der Bibel ist auch ein Lesestoff, der Kälte kennt und ihr mit Wärme begegnet. Zefanja war ein „kleiner“ Prophet in Jerusalem, anscheinend zugewandert.
Aber Abgrund und Kälte sind nicht das Ziel der Wege Gottes. Nur ein paar Zeilen weiter verströmt das Buch auf einmal herzliche Wärme: „Dann aber will ich den Völkern reine Lippen geben, dass sie alle des Herrn Namen anrufen.“ Und: „Zur selben Zeit wirst du dich all deiner Taten nicht mehr zu schämen brauchen, denn die stolzen Prahler will ich weg tun.“ (Zefanja 3,9)
Allerdings liegen zwischen den Worten des Zefanja, der sich zur „letzten“ Generation“ rechnete, und diesen Zukunftsworten an die 10 Generationen. Manche Bücher brauchen lange, bis sie an ein gutes Ende geschrieben werden können.
Immerhin: Zefanjas „letzte“ Generation war doch nicht die letzte. Nach ihm ist viel passiert. Schreckliches und viele kleine Neuanfänge.
Immerhin: Zefanjas „letzte“ Generation war doch nicht die letzte. Nach ihm ist viel passiert. Schreckliches und viele kleine Neuanfänge.
Zefanja lebt nicht mehr, aber ihn zu lesen wärmt und lehrt: Arme Menschen und leidende Geschöpfe sind Gottes besondere Lieblinge.
Unsere auch?
Unsere auch?