10 Tipps für deinen Start ins Ehrenamt

Engagement & Freizeit
Gemeinsam kann man mit kleinen Schritten viel erreichen. Anderen etwas Gutes tun, ist erfüllend und sinnstiftend. So erleben es viele ehrenamtlich Engagierte in den Gemeinden unserer Landeskirche. Doch wie startet man eigentlich ins Ehrenamt bei der Kirche und welche Möglichkeiten gibt es? Zum “Tag des Ehrenamts” am 05. Dezember haben wir dir 10 Tipps für deinen Start ins Ehrenamt zusammengestellt.
1. Bevor man sich auf die Suche nach einem passenden ehrenamtlichen Engagement macht, sollte man sich folgende Fragen stellen: Was sind meine Stärken, die ich einbringen möchte? Was meine Vorlieben? Und wie viel meiner Zeit möchte ich einbringen? Möchte ich eventuell besondere Kompetenzen im Rahmen eines Ehrenamts erwerben?
2. Mit ersten Ideen kannst du dich jetzt mit den Kirchenverantwortlichen in deinem Ort vernetzen. Das örtliche Pfarramt ist immer eine gute Anlaufstelle. Alternativ bieten nach einem Gottesdienst viele Kirchengemeinden ein Kirchencafé an, bei dem man mit Gemeindegliedern ins Gespräch kommen kann. Hier kannst du dein Engagementwillen kundtun und dich nach der richtigen Ansprechperson erkundigen. Wenn du noch neu in deinem Ort und nicht so vertraut mit den kirchlichen Strukturen bist, hilft dir bei der Suche gerne Frau Anne Lepper von der Fachstelle Ehrenamt unserer Landeskirche – ihre Kontaktdaten findest du am Ende des Artikels.
3. Du kannst dich zum Einstieg gerne punktuell engagieren. In den Gemeinden vor Ort wird oft spontane und alltagsnahe Unterstützung gesucht, z.B. beim Projektchor in der Weihnachtszeit mitsingen, die Krippenspielproben unterstützen, mit den Konfis Weihnachtsbäume auf dem Gemeindegebiet einsammeln, bei einem handwerklichen Einsatz rund um das Gemeindehaus mithelfen, im Frühjahr tatkräftig beim Grünschnitt rund um den Kirchturm mitwirken, als Betreuerin oder Betreuer auf einer Konfifreizeit mitgehen, Geburtstagsbriefe an Gemeindeglieder eintüten, einen Kuchen backen für den Seniorentreff und verteilen oder bei Kirchentagen bzw. Kirchenevents aushelfen.
4. Vielleicht bist du der Typ, um etwas Neues (mit-)anzustoßen, etwas mit einer Befristung? Es wäre beispielsweise die Gründung eines Projektchor inklusive Durchführung eines Konzerts in der Kirche denkbar. Oder du könntest für interessierte Gemeindeglieder einen Vortrag halten, in einer Ferienwoche bei einer Kinderbibelwoche mitarbeiten, auch für Jugendfreizeiten und der Campingkirche in den Sommerferien werden immer wieder Teamerinnen und Teamer gesucht. Denkbar wäre auch das Mitsingen bei einer Band im Gottesdienst oder der Aufbau eines Technikteams für Onlineübertragungen. Dir begegnen sicher vor Ort noch weitere Möglichkeiten.
5. Vielleicht bist du nach einer Schnupperphase in deiner Kirchengemeinde für ein kontinuierliches Ehrenamt bereit, verbunden mit der Übernahme von Verantwortung. Eine Möglichkeit ist das Engagement als Leitung einer Gemeindegruppe, die regelmäßige liturgische Mitgestaltung in Gottesdiensten, ein Engagement im Besuchsdienst mit Geburtstagsbesuchen von Gemeindegliedern oder ein Engagement im Posaunenchor. Auch eine Hauskreisleitung oder die Organisation eines Glaubenskurses wie „Stufen des Lebens“ sind denkbar. Manche Gemeinden sind in der Hausaufgabenbetreuung oder Flüchtlingshilfe aktiv und suchen hierfür Mitstreiterinnen und Mitstreiter. Grüne Damen stehen Patienten und Patientinnen im Krankenhaus als Ansprechpersonen zur Verfügung und auch hier ist eine Mitarbeit denkbar.
6. Entscheidungen werden in der Evangelischen Kirche nicht von einer Person getroffen, sondern Leitung wird auf allen Ebenen gemeinsam von Haupt- und ehrenamtlich Engagierten wahrgenommen. Sie werden in Leitungsgremien gewählt, ernannt oder berufen – meist für einen festen Zeitraum von mehreren Jahren. Die Gremien treffen sich meistens einmal im Monat. Aus den Gremien heraus kann man als Vertreterin bzw. Vertreter der Kirche in andere Gremien entsendet werden, wie z.B. auf lokaler Ebene in den Stadtjugendring, den Stadtseniorenrat oder in die Arbeitsgemeinschaft mit den anderen christlichen Kirchen (ACK). Aus den jeweiligen Ältestenkreisen der Gemeinden wird in den Kirchengemeinderat mit seinen diversen Ausschüssen, von dort in die Bezirkssynode eines ganzen Kirchenbezirks, von dort in den Bezirkskirchenrat und die Landessynode und von dort in den Landeskirchenrat - immer per Wahl - entsendet. Weitere Gremien, in die man sich wählen lassen kann, sind u.a. die Evangelische Gemeindejugend aber auch der Elternbeirat in der Kita. Vielleicht ist ein solches Leitungsamt etwas für dich.
7. Es gibt auch einige „spezialisierte“ Ehrenämter, bei denen man in einer Ausbildung besondere Kompetenzen erwirbt. Beispielsweise übernehmen Prädikantinnen und Prädikanten nach Absprache mit den Verantwortlichen im Kirchenbezirk Gottesdienste, Taufen, Hochzeiten und Bestattungen. In mehreren Wochenendmodulen werden die benötigten Kompetenzen im Rahmen der Ausbildung vermittelt. Auch im Seelsorgedienst, wie z.B. der Telefon-, Altenheim- oder Notfallseelsorge, werden ehrenamtlich Engagierte qualifiziert. Ehrenamtliche müssen keine Profis werden. Aber ehrenamtlich ausgeübte Seelsorge bedarf professioneller Grundkenntnisse und -fähigkeiten.
8. In vielen Kirchengemeinden gibt es kirchliche Kitas oder Altenheime. Dort freut man sich auch über Unterstützung. So könntest du mit Bewohnerinnen bzw. Bewohnern eine Runde „Mensch-ärgere-dich-nicht“ spielen, eine Runde spazierengehen oder einfach nur bei einer Tasse Kaffee Zuhörzeit verschenken. Am besten nimmst du mit der Heimleitung direkt Kontakt auf. Auch in den Kitas freut man sich über ehrenamtliche Unterstützung. Vor allem Kinder genießen es, wenn sie jemanden zum Spielen oder Vorlesen haben. Auch hier unser Tipp: Einfach mal in der Kita bei dir um die Ecke anklopfen.
9. Für alle ehrenamtlich Engagierte gibt es Fortbildungsangebote, u.a. von den Evangelischen Frauen, der Evangelischen Erwachsenenbildung, der Diakonie oder auch Fachbereichen wie der Abteilung Kommunikation & Fundraising oder der Missionarischen Dienste (AMD). Im Kalender unter www.ekiba.de/kalenderkannst du das vielfältige Fortbildungsangebot einsehen, viele der Angebote sind kostenlos.
10. Alle zwei bis drei Jahre lädt die Landeskirche ehren- und hauptamtlich Engagierte zum „Tag für Engagierte“ ein, das große Netzwerktreffen für Menschen aus allen Ecken und Arbeitsfeldern unserer Landeskirche. Der nächste Tag für Engagierte wird am Samstag, den 22. März 2025 in Mannheim stattfinden.
2. Mit ersten Ideen kannst du dich jetzt mit den Kirchenverantwortlichen in deinem Ort vernetzen. Das örtliche Pfarramt ist immer eine gute Anlaufstelle. Alternativ bieten nach einem Gottesdienst viele Kirchengemeinden ein Kirchencafé an, bei dem man mit Gemeindegliedern ins Gespräch kommen kann. Hier kannst du dein Engagementwillen kundtun und dich nach der richtigen Ansprechperson erkundigen. Wenn du noch neu in deinem Ort und nicht so vertraut mit den kirchlichen Strukturen bist, hilft dir bei der Suche gerne Frau Anne Lepper von der Fachstelle Ehrenamt unserer Landeskirche – ihre Kontaktdaten findest du am Ende des Artikels.
3. Du kannst dich zum Einstieg gerne punktuell engagieren. In den Gemeinden vor Ort wird oft spontane und alltagsnahe Unterstützung gesucht, z.B. beim Projektchor in der Weihnachtszeit mitsingen, die Krippenspielproben unterstützen, mit den Konfis Weihnachtsbäume auf dem Gemeindegebiet einsammeln, bei einem handwerklichen Einsatz rund um das Gemeindehaus mithelfen, im Frühjahr tatkräftig beim Grünschnitt rund um den Kirchturm mitwirken, als Betreuerin oder Betreuer auf einer Konfifreizeit mitgehen, Geburtstagsbriefe an Gemeindeglieder eintüten, einen Kuchen backen für den Seniorentreff und verteilen oder bei Kirchentagen bzw. Kirchenevents aushelfen.
4. Vielleicht bist du der Typ, um etwas Neues (mit-)anzustoßen, etwas mit einer Befristung? Es wäre beispielsweise die Gründung eines Projektchor inklusive Durchführung eines Konzerts in der Kirche denkbar. Oder du könntest für interessierte Gemeindeglieder einen Vortrag halten, in einer Ferienwoche bei einer Kinderbibelwoche mitarbeiten, auch für Jugendfreizeiten und der Campingkirche in den Sommerferien werden immer wieder Teamerinnen und Teamer gesucht. Denkbar wäre auch das Mitsingen bei einer Band im Gottesdienst oder der Aufbau eines Technikteams für Onlineübertragungen. Dir begegnen sicher vor Ort noch weitere Möglichkeiten.
5. Vielleicht bist du nach einer Schnupperphase in deiner Kirchengemeinde für ein kontinuierliches Ehrenamt bereit, verbunden mit der Übernahme von Verantwortung. Eine Möglichkeit ist das Engagement als Leitung einer Gemeindegruppe, die regelmäßige liturgische Mitgestaltung in Gottesdiensten, ein Engagement im Besuchsdienst mit Geburtstagsbesuchen von Gemeindegliedern oder ein Engagement im Posaunenchor. Auch eine Hauskreisleitung oder die Organisation eines Glaubenskurses wie „Stufen des Lebens“ sind denkbar. Manche Gemeinden sind in der Hausaufgabenbetreuung oder Flüchtlingshilfe aktiv und suchen hierfür Mitstreiterinnen und Mitstreiter. Grüne Damen stehen Patienten und Patientinnen im Krankenhaus als Ansprechpersonen zur Verfügung und auch hier ist eine Mitarbeit denkbar.
6. Entscheidungen werden in der Evangelischen Kirche nicht von einer Person getroffen, sondern Leitung wird auf allen Ebenen gemeinsam von Haupt- und ehrenamtlich Engagierten wahrgenommen. Sie werden in Leitungsgremien gewählt, ernannt oder berufen – meist für einen festen Zeitraum von mehreren Jahren. Die Gremien treffen sich meistens einmal im Monat. Aus den Gremien heraus kann man als Vertreterin bzw. Vertreter der Kirche in andere Gremien entsendet werden, wie z.B. auf lokaler Ebene in den Stadtjugendring, den Stadtseniorenrat oder in die Arbeitsgemeinschaft mit den anderen christlichen Kirchen (ACK). Aus den jeweiligen Ältestenkreisen der Gemeinden wird in den Kirchengemeinderat mit seinen diversen Ausschüssen, von dort in die Bezirkssynode eines ganzen Kirchenbezirks, von dort in den Bezirkskirchenrat und die Landessynode und von dort in den Landeskirchenrat - immer per Wahl - entsendet. Weitere Gremien, in die man sich wählen lassen kann, sind u.a. die Evangelische Gemeindejugend aber auch der Elternbeirat in der Kita. Vielleicht ist ein solches Leitungsamt etwas für dich.
7. Es gibt auch einige „spezialisierte“ Ehrenämter, bei denen man in einer Ausbildung besondere Kompetenzen erwirbt. Beispielsweise übernehmen Prädikantinnen und Prädikanten nach Absprache mit den Verantwortlichen im Kirchenbezirk Gottesdienste, Taufen, Hochzeiten und Bestattungen. In mehreren Wochenendmodulen werden die benötigten Kompetenzen im Rahmen der Ausbildung vermittelt. Auch im Seelsorgedienst, wie z.B. der Telefon-, Altenheim- oder Notfallseelsorge, werden ehrenamtlich Engagierte qualifiziert. Ehrenamtliche müssen keine Profis werden. Aber ehrenamtlich ausgeübte Seelsorge bedarf professioneller Grundkenntnisse und -fähigkeiten.
8. In vielen Kirchengemeinden gibt es kirchliche Kitas oder Altenheime. Dort freut man sich auch über Unterstützung. So könntest du mit Bewohnerinnen bzw. Bewohnern eine Runde „Mensch-ärgere-dich-nicht“ spielen, eine Runde spazierengehen oder einfach nur bei einer Tasse Kaffee Zuhörzeit verschenken. Am besten nimmst du mit der Heimleitung direkt Kontakt auf. Auch in den Kitas freut man sich über ehrenamtliche Unterstützung. Vor allem Kinder genießen es, wenn sie jemanden zum Spielen oder Vorlesen haben. Auch hier unser Tipp: Einfach mal in der Kita bei dir um die Ecke anklopfen.
9. Für alle ehrenamtlich Engagierte gibt es Fortbildungsangebote, u.a. von den Evangelischen Frauen, der Evangelischen Erwachsenenbildung, der Diakonie oder auch Fachbereichen wie der Abteilung Kommunikation & Fundraising oder der Missionarischen Dienste (AMD). Im Kalender unter www.ekiba.de/kalenderkannst du das vielfältige Fortbildungsangebot einsehen, viele der Angebote sind kostenlos.
10. Alle zwei bis drei Jahre lädt die Landeskirche ehren- und hauptamtlich Engagierte zum „Tag für Engagierte“ ein, das große Netzwerktreffen für Menschen aus allen Ecken und Arbeitsfeldern unserer Landeskirche. Der nächste Tag für Engagierte wird am Samstag, den 22. März 2025 in Mannheim stattfinden.