Eine Bundesgartenschau – bei Gott, die sieht so aus:
Zuerst: Es gibt sie dreifach! Allerdings etwas über die Jahrtausende verteilt – mit dem Vorteil, dass die Gärten, um die es bei Gott geht, ihre Wirkung behalten, über alle Zeitläufte hinweg. Da ist nicht nach zehn oder zwanzig Jahren schon fast nichts mehr zu sehen, was ja sonst das Schicksal der Bundes- und Landesgartenschauen ist.
Drei Bundesgartenschauen Gottes also!
Die erste ist:
Paradies – ganz am Anfang, der Garten Eden. „Und Gott sah an alles, was er gemacht hat, und siehe – es war sehr gut!“ Noch vor dem Bund mit Abraham, noch vor dem Bund mit Noah schließt Gott einen Bund mit aller Welt, mit der ganzen Schöpfung, unter der Überschrift: Hey, sehr gut! So gut, dass Gott sich etwas zurücklehnt am siebten Tag und einfach mal genießt, was so alles geworden ist: Bäume und Kraut, Rinder allzumal, Viehzeug, Vögel und Gewürm, Menschen sogar, alles nach seiner Art– alles gut, so gut, dass es sich lohnt, es zu bebauen und, vor allem: zu bewahren.
Zweite Bundesgartenschau:
Der Ostergarten – mitten in der Zeit, nach Passion, Kreuz und Tod. Da bricht Leben hervor, zuerst ganz klein, glaube ich: ein kleiner Halm aus dem Asphalt, eine verletzliche Knospe am Rosenstrauch, eine allererste weiße Apfelblüte – und dann durchzieht das Leben den ganzen Garten, es duftet nach Kräutern und Neuanfang, das junge Licht des Tages kitzelt in der Nase. Es ist eine Bundesgartenschau der Hoffnung – und Gott schließt seinen Bund mit allem, was vom Tode bedroht sind, und mit allen, die seufzen und leiden. Einen Bund, der nach vorne weist, der Frucht und Ernte verheißt, Lebendigkeit.
Dritte Bundesgartenschau:
Die ist apokalyptisch – aber in herausragend gutem Sinn: Johannes, der Seher, der mit den wachen Augen, erzählt in der Offenbarung davon: Er sieht einen „Strom lebendigen Wassers“ er sieht „Bäume des Lebens“. Die zwölfmal im Jahr, jeden Monat also, Früchte tragen; und die Blätter der Bäume, heißt es, dienen medizinischen Zwecken: Sie helfen „zur Heilung der Völker“ (Offenbarung 22). Da bringt Gott seinen Bund mit Schöpfung und Menschheit zur Vollendung. „Und es wird nichts Verfluchtes mehr sein!“ hört Johannes eine starke Stimme sagen! Das ist der Bund: Dort werden Mensch und Welt, dort wird jede und jeder zuhause sein. „Und wen da dürstet, der komme, und wer da will, der nehme vom Wasser des Lebens umsonst.“ Da winken uns allerherrlichste Erfrischungen! So – dafür verbürgt Gott sich – sieht unsere Zukunft aus!
Drei Bundesgartenschauen, die vor allem eines zeigen: Gott ist ein „Liebhaber des Lebens“, wie es im (apokryphen) Buch der Weisheit einmal heißt! Falls Sie mal ganz zufällig über eine Bundesgartenschau gehen: Feiern Sie das! Feiern Sie ihn!
