Zwei Konfessionen unter einem Dach

Innenraum St. Pius mit Altar

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Sie ist die erste Ökumenekirche Deutschlands: Unter dem Dach der ursprünglich katholischen St. Pius Kirche in Mannheim Neuostheim feiern sowohl Katholiken als auch die Protestanten der Thomas-Gemeinde ihre Gottesdienste. Was so einfach klingt, war ein langer Weg. Denn jede Konfession hat ihre Besonderheiten und liturgischen Bedürfnisse. Doch in einem Kernthema sind sich alle einig, erklärt Pfarrer Stefan Scholpp.

„Die Taufe ist das ökumenische Sakrament, sie ist der Beginn des Christseins, sie feiert die Gemeinschaft jedes Menschen mit Gott und wird von allen christlichen Kirchen gemeinsam anerkannt. Insofern ist sie wirklich der zentrale Ausdruck der Gemeinsamkeit der christlichen Konfessionen.“
 
Der Taufstein aus Muschelkalk stammt aus den 1960er Jahren. Er stand schon immer in St. Pius,
hat jetzt aber einen zentralen Platz in der Mitte des alten Altarbereichs. Der Altar wurde neu angefertigt. Er besteht aus dem Material der beiden Altäre aus der Thomaskirche und aus St. Pius.
 
Auch wenn die beiden Gemeinden auf eine jahrzehntelange ökumenische Tradition zurückblicken können und die protestantische Thomas-Gemeinde schon seit einigen Jahren Gottesdienste in der katholischen Kirche St. Pius feiert, war es letztlich ein Wasserschaden in der Thomaskirche, der die Ökumene nachhaltig beschleunigte.
 
Jetzt haben gemeinsam einen Ort der Ökumene geschaffen mit vielen architektonischen Besonderheiten.
  
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