Die Stadtkirche in Offenburg
Charakteristischer Blickpunkt in der Innenstadt
Von nahezu jedem Punkt der Hauptstraße ist die Stadtkirche zu sehen und bildet einen charakteristischen Blickpunkt für die Offenburger Innenstadt. Erbaut wurde sie im 19. Jahrhundert im neugotischen Stil mit kreuzförmigem Grundriss. Direkt über dem Hauptportal am Südende erhebt sich der dominierende, stark gegliederte Turm.
An der Planung waren mehrere Architekten beteiligt. Die ursprünglichen Pläne stammten aus dem Jahr 1855 vom Karlsruher Baurat Jakob Friedrich Eisenlohr. Nach dessen Tod übernahm der Heidelberger Architekt Eduard Hermann die Planung und gestaltete insbesondere den Turm wesentlich um. Baubeginn war 1857. Doch nach dem Tod Hermanns im Jahr 1860 verzögerte sich die Fertigsstellung noch um viele Jahre. Nach längerer Unterbrechung wurden die Bauarbeiten unter der Leitung des Emmendinger Baurats Ludwig Arnold fortgesetzt. Nach sieben Jahren Bauzeit konnte die Stadkirche im Jahr August 1864 endlich eingeweiht werden.
Auch Geldmangel war ein wesentlicher Grund für die lange Bauzeit. 1854, als die Evangelische Kirchengemeinde die Genehmigung zum Bau erhielt, waren nur zehn Prozent der Offenburger Bürger protestantisch. Mit Hilfe von großzügigen Spenden aus den Nachbargemeinden, aus Großstädten wie Zürch, Riga, Paris, London und vor allem vom "Gustav-Adolf-Verein" (1832 gegründet zur Unterstützung evangelischer Gemeinden in konfessionell anders denkender Umgebung), gelang es dennoch, die Kirche zu finanzieren. 2001 wurde die Stadtkirche renoviert.
Ein besonderes Kleinod ist die Orgel, die 1902 von der renommierten Orgelbaufirma Steinmeyer gebaut und 1962 erweitert wurde.
Die Stadtkirche ist auch außerhalb der Gottesdienste täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet.





