Die Lutherkirche in Konstanz
Ein Zuhause für die Kirchenmusik
Im Jahr 1548 schickt der Landesherr König Ferdinand zu Wien eine 2.000 Mann starke Truppe nach Konstanz. Die reformatorischen Strömungen werden gewaltsam aus der Stadt verbannt. Konstanz wird zur rein-römisch-katholischen Stadt - für die nächsten 230 Jahre. Kaiser Joseph II. gestattet im Jahr 1781 schließlich der Konstanzer Bevölkerung die Ausübung anderer Konfessionen - allerdings mit Auflagen für alle nicht-römischkatholischen Christen.
Durch die von Österreich verlorene „Dreikaiserschlacht“ werden die Gebiete rechts des Rheins samt Konstanz im Jahr 1806 badisch. Der Großherzog von Baden ist - wie alle seine Vorfahren seit der Reformation, lutherischen Bekenntnisses und außerdem in Konfessions- bzw. Religionsfragen tolerant. Die Lage der kleinen Schar reformierter, evangelischer Christen in Konstanz verbessert sich dadurch schlagartig.
Freiheitsglocke
Alter Taufstein
Emporen
Das Kreuz
Die Kreuzigung gilt in der damaligen Zeit als besonders barbarische Todesstrafe. Der an einem Kreuz Hängende stirbt in aller Öffentlichkeit nach langem, qualvollem Todeskampf. Das Kreuz in der Lutherkirche ist leer: Der gekreuzigte Jesus hängt nicht mehr am Kreuz, sondern hat den Tod überwunden. Das Kreuz hier verkündet wortlos diese für die Welt entscheidende Botschaft: Christus ist auferstanden, er ist wahrhaftig auferstanden!
Steht man unter dem Kreuz kann man eine Fensteröffnung über dem Kreuz erkennen. Der Himmel wird sichtbar. Dort oben ist Christus nun: „Aufgefahren in den Himmel; er sitzt zur Rechten Gottes, des Vaters; von dort wird er wiederkommen zu richten die Lebenden und die Toten.“ Welche Gedanken gehen Ihnen durch den Kopf, wenn Sie direkt unter dem Kreuz stehen? Welche Botschaft steckt für Sie persönlich in der Auferstehung Jesu?Orgelempore
Die Orgel ist lediglich als Begleitinstrument für den Gemeindegesang gedacht. Sie hat ursprünglich nicht aus konzertanten Gründen Eingang in die Kirche gefunden






