Die Liebfrauenkirche in Neckarkatzenbach

Kirche am Neckarsteig

  
Liebfrauenkirche in Neckarkatzenbach von Außen
Evang. Kirche Neckarkatzenbach von Außen
Maria mit dem Leichnam Jesu Christi auf dem Schoß
Die Entstehung der am Neckarsteig gelegenen Liebfrauenkirche in Neckarkatzenbach beginnt mit einem Marienbild, das Anfang des 16. Jahrhunderts auf wundersame Weise in einem Baum gefunden wurde. Wallfahrer pilgerten zu dem Bildnis, so dass man sich 1511 dazu entschloss, eine Kirche dafür zu bauen. Mit der Einführung der Reformation wurde der Bau der Wallfahrtskirche gestoppt und der bis dahin fertiggestellte Chorraum wird seither von der evangelischen Gemeinde als Kirche genutzt.

Die Form des Gebäudes  mit dem abrupten Ende auf der Westseite lässt erkennen, dass die Kirche ursprünglich noch größer geplant war. In den Schlussbogen des Chorraums wurde der heutige Eingang der Kirche eingebaut.

Das Innere der Kirche

Die Orgel von 1847, gebaut von Orgelbaumeister Voit aus Durlach. Das Altarkreuz wurde 1947 von Werner Müller geschnitzt und gestiftet. Altar, Taufstein und Kanzel wurden bei der Kirchenrenovierung 1963/1964 aus Sandstein errichtet.

Fresko

Bei der Renovierung 1990/1991 wurde ein Fresko freigelegt, ebenso wie die Nische, in der sich das Abendmahlsgeschirr befindet. Die beiden Kelche und Kanne des Abendmahlgeschirrs wurden aus Zinn gefertigt. Die Einzelkelche mit Gießkelch entstanden 2013 in der Keramikwerkstatt Schließler (Krösselbach). Nachdem in Neckarkatzenbach 1799 eine katholische Kirche errichtet wurde, wurde das Marienbild in einer feierlichen Prozession in die katholische Kirche gebracht und in einen alten barocken Altar eingefügt. In der Liebfrauenkirche hängt heute wieder ein Marienbild, gefertigt in Oberammergau von Josef Albl und Franz Schindler.

Turm, Glocken und Uhr

Der kleine Turm befand sich ursprünglich in der Mitte der Kirche und trug ein Kreuz. 1793 wurde der kleine Turm an seinem heutigen Platz neu errichtet und mit einer Wetterfahne versehen. Seit 1913 trägt der Turm einen Wetterhahn.
 
Seit 1794 besaß die Kirche zwei Glocken. Die große Glocke musste 1917 für den Ersten Weltkrieg eingeschmolzen werden. Sie wurde 1925 ersetzt durch eine neue Glocke, die jedoch  im Zweiten Weltkrieg (1941) ebenfalls eingeschmolzen werden musste. Seit 1951 hängt die 1885 gegossene Läuteglocke aus Neunkirchen im Turm der Liebfrauenkirche. Auf der kleineren Glocke, die seit 1794 ihren Dienst tut ist zu lesen: „Zum Gebrauch der reformierten Gemeinde in Neckarkatzenbach wurden wir zwei Glocken gegossen. Anselm Speck in Heidelberg 1794.“ Das alte Uhrwerk stammt aus dem Jahr 1927.
 
 
 
 
 
 
  

Ihr Weg zur Kirche

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