
Eine Kirche für drei Konfessionen - für katholische, für evangelische und für orthodoxe Christen
Seit vielen Jahrzehnten existiert in Mannheim-Neuostheim eine fruchtbare Ökumene zwischen der St.Pius-Gemeinde, dem Ökumenischen Zentrum Kyrill und Methodis und der evangelischen Thomasgemeinde. Seit die Thomaskirche 2010 einen schweren Wasserschaden erlitt, feierte die evangelische Gemeinde ihre Gottesdienste in der St. Pius-Kirche.
In einem innovativen und mutigen Prozess beider Gemeinden entwickelte sich Schritt für Schritt das ökumenische Zentrum Neuostheim: 2018 wurde der Bau des Ökumenischen Kinderhauses und des Ökumenischen Pfarrbüros fertig gestellt. Und schließlich entstand die Idee die Piuskirche gemeinsam für alle drei Konfessionen umzugestalten. Ein ökumenischer Bauausschuss wurde gegründet. Nach einer Exkursion begann die Planung.
Der Kirchenraum und seine liturgische Anordnung sollte sowohl für kleinere Gottesdienste mit 25 Teilnehmenden als auch für größere Gottesdienste mit bis zu 300 Teilnehmenden geeignet sein. Es finden Gottesdienste in den jeweiligen Konfessionen statt als auch ökumenische Feiern. Für Werktagsgottesdienste im byzantinischen Ritus entstand zusätzlich eine kleine Kapelle unter der Empore.
2023 erhielt die Ökumenekirche ihren künstlerischen Abschluss. Prominent im Eingangsbereich und gegenüber einer Plastik des namensgebenden Pius gelegen, stellt eine Skulptur "Zweifelswirbel" einen Bezug zum zweifelnden Apostel Thomas und zur evangelischen Thomasgemeinde her.
In einem innovativen und mutigen Prozess beider Gemeinden entwickelte sich Schritt für Schritt das ökumenische Zentrum Neuostheim: 2018 wurde der Bau des Ökumenischen Kinderhauses und des Ökumenischen Pfarrbüros fertig gestellt. Und schließlich entstand die Idee die Piuskirche gemeinsam für alle drei Konfessionen umzugestalten. Ein ökumenischer Bauausschuss wurde gegründet. Nach einer Exkursion begann die Planung.
Der Kirchenraum und seine liturgische Anordnung sollte sowohl für kleinere Gottesdienste mit 25 Teilnehmenden als auch für größere Gottesdienste mit bis zu 300 Teilnehmenden geeignet sein. Es finden Gottesdienste in den jeweiligen Konfessionen statt als auch ökumenische Feiern. Für Werktagsgottesdienste im byzantinischen Ritus entstand zusätzlich eine kleine Kapelle unter der Empore.
Aus den Altären beider Konfessionen wurde ein neuer gegossen
Deutschlandweit einzigartig dürfte die Entstehung des neuen Ökumenealtars in St. Pius sein. Seine Platten wurden aus dem gemahlenen Stein der beiden Vorgängeraltäre gegossen. Indem sich Strukturen des roten Sandsteins und des dunklen Travertins vermischen, soll deutlich werden: Hier ist etwas Neues entstanden, dessen Ursprünge zwar noch zu erkennen sind, das aber zu einer untrennbaren Einheit verbunden wurde.
Ähnlich verhält es sich mit dem Geläut der Ökumenekirche. Für das fünfstimmige Ensemble wurden die katholische Pius-Glocke und die beiden Glocken der evangelischen Thomasgemeinde zusammengeführt und um zwei neu gegossene Glocken ergänzt. Mit den programmatischen Inschriften "Ein Herr – ein Glaube – eine Taufe" und "Wir sind eins durch ihn" rufen sie zukünftig zum ökumenischen Gebet.
Ähnlich verhält es sich mit dem Geläut der Ökumenekirche. Für das fünfstimmige Ensemble wurden die katholische Pius-Glocke und die beiden Glocken der evangelischen Thomasgemeinde zusammengeführt und um zwei neu gegossene Glocken ergänzt. Mit den programmatischen Inschriften "Ein Herr – ein Glaube – eine Taufe" und "Wir sind eins durch ihn" rufen sie zukünftig zum ökumenischen Gebet.
2023 erhielt die Ökumenekirche ihren künstlerischen Abschluss. Prominent im Eingangsbereich und gegenüber einer Plastik des namensgebenden Pius gelegen, stellt eine Skulptur "Zweifelswirbel" einen Bezug zum zweifelnden Apostel Thomas und zur evangelischen Thomasgemeinde her.
Daten und Fakten
Fertigstellung 2022/23
Architekturbüro: Erzbischöfliches Bauamt Heidelberg
Beratung: Bau, Kunst und Umwelt im Evangelischen Oberkirchenrat
Kunst Zweifelswirbel: Studierende der Fakultät für Gestaltung Hochschule Mannheim, Professorin Götz
Fotografie: Studio Kepler, Heidelberg
Bauherrin: Katholische Kirche in Mannheim in Zusammenarbeit mit der Evangelischen Kirche in Mannheim
Architekturbüro: Erzbischöfliches Bauamt Heidelberg
Beratung: Bau, Kunst und Umwelt im Evangelischen Oberkirchenrat
Kunst Zweifelswirbel: Studierende der Fakultät für Gestaltung Hochschule Mannheim, Professorin Götz
Fotografie: Studio Kepler, Heidelberg
Bauherrin: Katholische Kirche in Mannheim in Zusammenarbeit mit der Evangelischen Kirche in Mannheim