Krieg in der Ukraine

- 02.05.2022 - 

Informationen und Hilfsmöglichkeiten

Die Bilder aus der Ukraine berühren, ja, erschüttern uns. So nahe ist uns dieser Krieg. Viele Gemeindeglieder und Gemeinden sind schon aktiv geworden. Friedensgebete werden veranstaltet, die Kirchenglocken läuten, Spendensammlungen laufen an und die Hilfsbereitschaft ist groß. 
 
Mit den folgenden Hinweisen möchten wir Sie über die Situation in der Ukraine informieren und geben Ihnen Hilfestellungen, wie Sie persönlich oder in Ihren Gemeinden sinnvoll helfen können. 
 

Geldspenden

Geldspenden sind aktuell die effektivste Form der Hilfe. Für die Menschen, die in die Nachbarländer geflohen sind, bereitet die Diakonie Katastrophenhilfe Bargeldhilfen vor, damit sie sich lebenswichtige Güter nach Bedarf kaufen können. Die Diakonie Katastrophenhilfe arbeitet vor Ort mit bewährten Partnerorganisationen zusammen. Diese kennen ihr Land und die Gefahrenlage am besten und wissen, was die Menschen am dringendsten benötigen 
  
Direkt online unter: www.gutes-spenden.de/ukraine  
 
Spendenkonto Diakonie Katastrophenhilfe: 
Evangelische Bank, IBAN: DE68520604100000502502
 
 
 

Sachspenden für Hilfstransporte in die Ukraine

Hilfstransporte werden aktuell überall in Baden-Württemberg vor Ort organisiert, häufig auch unter Beteiligung von Kirchengemeinden, der Diakonie vor Ort oder der Evangelischen Jugend etc. 
 
ACHTUNG: Es wird dringend davor gewarnt, auf eigene Faust über die Grenze in die Ukraine zu fahren, um dort direkt zu helfen. Die Ukraine ist überall ein hoch umkämpftes Kriegsgebiet; jede Reise dorthin ist lebensgefährlich. Hilfstransporte, die privat organisiert werden, bringen die Hilfsgüter zu Sammelplätzen an der Grenze zur Ukraine und von dort bringen ukrainische Hilfsorganisationen die Hilfe ins Land. 

 

Sachspenden für Geflüchtete in Deutschland

Aktuell gibt es keinen Bedarf an speziellen Sachspendensammlungen für Geflüchtete in Deutschland. Die hier ankommenden Geflüchteten erhalten Sozialleistungen, soweit sie dieser bedürfen. Soweit vor Ort gezielt Sachspenden in einer bestimmten Form gesucht werden, gibt es dazu Hinweise auf den Internetseiten der jeweiligen Einrichtungen/Initiativen vor Ort. An vielen Orten gibt es Second Hand Kleiderkammern (z.B. bei Diakonie und Caritas), an die man spenden kann und an die ukrainische Flüchtlinge verwiesen werden können.
 
 

Unterstützung der Partnerkirchen in der Ukraine sowie in ihren Nachbarstaaten bei der Versorgung von Geflüchteten

Das Gustav-Adolf-Werk (GAW) ist im permanenten Kontakt mit Partnern sowohl in der Ukraine als auch in den Nachbarländern Polen, Slowakei und Ungarn. Dort gibt es eine enorme Solidarität mit der Ukraine, und die Partnergemeinden haben damit begonnen, den Schutzsuchenden Hilfe zu leisten. Hier können Sie die Arbeit des GAW unterstützen: https://www.gustav-adolf-werk.de/projekt-des-monats.html
 
Ihr Konto zum Helfen:
Evangelische Bank Karlsruhe, Kto.Nr. 506788, BLZ 520 604 10
IBAN: DE67 5206 0410 0000 5067 88          
BIC: GENODEF1EK1
 
Hier finden Sie weitere Informationen über die Arbeit des Gustav-Adolf-Werks in der Ukraine und deren Nachbarländern:
 
 
 

Gemeindeglieder und Initiativgruppen begleiten die hier ankommenden Geflüchteten – unterstützt durch die örtlichen Beratungsstellen - z.B. bei Behördengängen, bei der Suche nach Möglichkeiten einer ersten Unterbringung, privatem Wohnraum, beim Sprachelernen, bzgl. Kita, Schule, Ausbildungsplätze, Arbeitsmöglichkeiten und Freizeitangeboten.
 

Sie möchten sich selbst ehrenamtlich vor Ort engagieren?


Ehrenamtliches, nachbarschaftliches Engagement für die Geflüchteten aus der Ukraine und anderen Kriegs- und Krisenregionen der Welt trägt dazu bei, dass die hier ankommenden Menschen, schnell Schutz und Aufnahme finden und sich in die Gesellschaft integrieren können. Die Kirchengemeinden, Initiativen und die Diakonie vor Ort freuen sich über Menschen, die sich zusammen mit den hauptamtlichen Strukturen für die Ankommenden vor Ort engagieren möchten. 

Mögliche Einsatzfelder sind (nach Bedarf vor Ort unterschiedlich):
  • Sprachpartnerschaften und Deutschförderung
  • Unterstützung von Kindern und Jugendlichen beim Deutsch-Lernen und bei den Hausaufgaben
  • bei Behördengängen
  • bei Ausbildungs-, Arbeits- und Wohnungssuche
  • bei der Schaffung von Begegnungsmöglichkeiten, bei der Integration in die Gesellschaft
  • u.v.m. 
Wenn Sie sich einbringen möchten, wenden Sie sich bitte an die Flüchtlingsinitiativen vor Ort, an ihre Kirchengemeinden bzw. die Hauptamtlichen im örtlichen diakonischen Werk. 
 
Hinweis: Ehrenamtliche müssen ein erweitertes Führungszeugnis vorlegen, einen Impfnachweis gegen Covid-19 , ggf. ist je nach Einsatzgebiet auch ein Impfschutz gegen Masern erforderlich.
 
Die wichtigsten Informationen zum Thema Aufenthalt, Unterbringung, Kita, Schule, Ausbildung Arbeit, Sozialleistungen, Gesundheitsversorgung sowie die Beratungsstellen, die Sie dabei unterstützen, finden Sie hier: 
 
 

 

Informationen zu Aufenthalt und Unterbringung

 
Die wichtigsten Informationen zum Thema Aufenthalt, Unterbringung, Kita, Schule, Ausbildung Arbeit, Sozialleistungen, Gesundheitsversorgung sowie die Beratungsstellen, die Sie dabei unterstützen, finden Sie von der Diakonie Baden und Württemberg zentral aufbereitet und aktualisiert unter ekiba.de/migration, auch ein Kurzinformationsblatt für Flüchtlinge aus der Ukraine in deutsch, ukrainisch und englisch . Weitere Informationen auf ekiba.de/ukraine.

Weitere Infos auf deutsch, ukrainisch, englisch und russisch auch auf
 
 

 

Hilfsangebot für geflüchtete Frauen und Kinder bei (sexueller) Gewalt

 
Flucht erzeugt Abhängigkeit, die leider in manchen Fällen auch ausgenutzt wird. Gerade im Kontext von Flucht kommt es vermehrt zu Erfahrungen mit sexualisierter Gewalt. Bitte machen Sie in Ihrem Umfeld mit folgendem Banner in ukrainischer Sprache auf das Hilfsangebot aufmerksam, das geflüchtete Frauen und Kinder aus der Ukraine bei Erfahrungen mit (sexueller) Gewalt unterstützt. Weitere Informationen: www.kok-gegen-menschenhandel.de
 
 
 

 

Telefonseelsorge für russischsprachige Menschen


Frauenstiftung GRATIA fördert Hilfsaktionen für geflüchtete Frauen und Mädchen aus der Ukraine

GRATIA fördert ab sofort Hilfsaktionen innerhalb der badischen Landeskirche, die für geflüchtete Frauen und Mädchen aus der Ukraine oder auch aus anderen Herkunftsländern organisiert werden. Jede Aktion wird pauschal mit 300 Euro bezuschusst. Kirchengemeinden oder Kirchenbezirke, die entsprechende Hilfsaktionen anbieten, können sich per E-Mail an Birgit Weber unter frauen@ekiba.de wenden. 

Leiten Sie diese Information gerne weiter, damit möglichst viel Unterstützung geleistet werden kann. Alle Details zur Hilfsaktion von GRATIA finden Sie unter www.gratia-stiftung.de 
 
 
 
 

Für den Schutz, die Aufnahme und Integration der hier ankommenden Flüchtlinge ist es sehr hilfreich, wenn die Personen nicht in die Notaufnahme oder eine große Flüchtlingsunterkunft müssen, sondern die Möglichkeit haben, privat eine Wohnung bzw. ein Wohnmöglichkeit zu bekommen. Von daher ist es eine große Hilfe, wenn Sie eine erste Unterkunftsmöglichkeit oder längerfristige Wohnmöglichkeiten zur Unterbringung von Flüchtlingen zur Verfügung stellen können. Sofern die Personen kein eigenes Einkommen haben, werden angemessene Kosten vom Leistungsträger übernommen. 
 
Unsere Kirchengemeinden und wir als Diakonie nehmen gerne auch Angebote entgegen, um für Flüchtlinge, die dringend eine Wohnung hier vor Ort benötigen, ein Angebot machen zu können. 
Auch die Rathäuser der Gemeinden hier im Landkreis nehmen Angebote für die Unterbringung von Flüchtlingen entgegen.
 
Sie können sich auch direkt Angebote melden an https://unterkunft-ukraine.de/. Hilfreiche Tipps finden Sie auf der proAsyl-Seite
 
 

 
 
Angebote von ersten Unterkunftsmöglichkeiten und privaten, längerfristigen Wohnmöglichkeiten (angemessene Kosten werden vom Leistungsträger übernommen) werden von der Evangelischen Jugend in Baden gesammelt und vermittelt. Konkrete Angebote gerne an zentrale.ekjb@ekiba.de. Die Flüchtlings- und Migrationsberatungsstellen der Diakonie vor Ort sind auch dankbar für konkrete Angebote, um Geflüchtete aus Kriegs- und Krisengebieten unterbringen zu können. 
 
 
 
 

Handreichung für evangelische Gemeinden in der Begleitung Trauernder orthodoxen Glaubens

Der Beitrag von Wolfram Langpape (Orthodoxiebeauftragung EKD) bietet Hinweise für die Begleitung von trauernden Ukrainer:nnen und enthält am Ende einige russische und ukrainische Übersetzungen von Bibeltext und Gebeten.
 

 

Gottesdienste und Friedensgebete

Wenn Sie Inspirationen für Gottesdienste oder Friedensgebete benötigen, finden Sie solche u.a. unter:
 
Friedensgebete und Impulse für die Kinder- und Jugendarbeit:
 
 
Hinweise zu Glockenläuten und Friedensgebet: 
 
 
 

 

Traumasensible Seelsorge

Materialien für Seelsorger*innen in der traumasensiblen Seelsorge mit Kriegsflüchtlingen aus der Ukraine

 
 

Stellungnahmen aus der Kirchenleitung (chronologisch geordnet)

 
 
 
 
 
 
 
 
 

 

Weitere Stellungnahmen

 
 
  • Stellungnahme aus der badischen Landeskirche zur friedensethischen Positionierung von Prof. Dr. Christoph Strohm, Theologische Fakultät der Universität Heidelberg, 11.03.2022: 
 
 
 

 

Rundfunkbeiträge

 
Wie gut die Beziehungen zwischen Russland und der Ukraine im Kleinen sein können, zeigen Anastasia und Pascha, ein russisch-ukrainisches Paar, das zusammen in Deutschland lebt. Im erb-Interview sprechen sie über die aktuelle Situation, ihre Freunde in beiden Ländern, ihr Mitgefühl und auch über Vermittlungschancen der Kirche. Hier können Sie den Beitrag hören:
 
 
 
 
Der rheinland-pfälzische Pfarrer Rudi Job pflegt seit vielen Jahren intensiven Austausch mit der Ukraine. In einem Interview mit Christian Besau spricht er über persönliche Erfahrungen und Perspektiven. Zu hören war der Beitrag am 6. März in der Sendung "Mittendrin" bei Radio Regenbogen. Hier können Sie das Interview nachhören:
 
 

 

Ökumenische Stimmen zum Krieg in der Ukraine

 
 
 
 
 
 
 
 
  • Ostererklärung der CCME (Churches Commission for Migrants in Europe)
    Das Statement unter der Überschrift “As you did it to one of the least of these … you did it to me. ALL refugees welcome” wird von mehr als 30 Leitenden Geistlichen und Kirchen aus ganz Europa unterstützt. Neben der Würdigung der großen europäischen Hilfsbereitschaft für die mittlerweile mehr als 4,6 Millionen Geflüchteten aus der Ukraine, wird in der Erklärung gute Aufnahme und Versorgung für alle Schutzsuchenden in Europa gefordert – unabhängig vom Herkunftsland. Aus der EKD haben sowohl Auslandsbischöfin Petra Bosse-Huber, wie auch Bischof Christian Stäblein als Flüchtlingsbeauftragter das Statement unterzeichnet. Den Text der englischsprachigen Erklärung finden Sie unter https://ccme.eu/wp-content/uploads/2022/04/ALL-refugees-church-leaders-Easter-2022-incl-signatories.pdf.
     
Weitere Stellungnahmen von Kirchen aus vielen Konfessionen aus aller Welt können angefragt werden bei mission-oekumene@ekiba.de 
 
 

 

Gemeindebriefvorlage: Evangelische Minderheitenkirchen helfen zu Zeiten des Krieges in der Ukraine (Gustav-Adolf-Werk in Baden)

 
 
 
 
 

Livestream „Flucht und Trauma – was können Eltern tun?“

Informationen für geflüchtete Eltern aus der Ukraine
 
Am Freitag, 20. Mai 2022 um 15 Uhr bietet das Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration Baden-Württemberg in Kooperation mit der Klinik für Kinder-​ und Jugendpsychiatrie/Psychotherapie des Universitätsklinikums Ulm eine digitale Informationsveranstaltung zum Thema „Flucht und Trauma – was können Eltern tun?“ an.
 
Die Veranstaltung richtet sich primär an geflüchtete Eltern und wird über die Homepage https://sozialministerium.baden-wuerttemberg.de/de/flucht-und-trauma/ parallel in ukrainischer, russischer und deutscher Sprache gestreamed.
 

 
Friedensethik in der Diskussion - Online-Veranstaltung zum Krieg in der Ukraine am Montag, 25. April 2022 von 18.00 bis 19.30 Uhr
 
 
 

 
  • Materialien für Eltern und Seelsorger zum Thema Krieg und Traumatisierung von der Evangelischen Seelsorge in der Bundeswehr: www.evangelisch.de/ukraine-hilfe