Gewinner im Schülerwettbewerb Christentum und Kultur ausgezeichnet
Ökumenischer Wettbewerb für die gymnasiale Oberstufe existiert seit dem Schuljahr 2003/200

Staatssekretär Volker Schebesta vom Ministerium für Kultur, Jugend und Sport, sagte in einem Grußwort: „Ich halte es für wichtig, unseren Schülerinnen und Schülern durch Projekte dieser Art das nötige Werkzeug des kritischen Hinterfragens an die Hand zu geben und damit einen Beitrag zur schulischen Demokratiebildung zu leisten und zu Toleranz und Akzeptanz innerhalb der Demokratie beizutragen. Es ist eine besondere Leistung des Christentums innerhalb unserer Kultur, genau dies gestärkt zu haben."
Den zweiten Preis des Wettbewerbs erhielt Lena Geiger vom Ludwig-Uhland-Gymnasium in Kirchheim/Teck. In ihrer Arbeit mit dem Titel „Wo wohnst du, Herr? Wo finde ich dich?“ spürte sie dem Paradoxon nach, wie sich zurzeit der nationalsozialistischen Diktatur die Zugehörigkeit zur SS mit dem christlichen Glauben vereinbaren ließ. Der dritte Preis wurde in diesem Jahr zweimal verliehen: Jonas Risinger vom Gymnasium St. Michael in Schwäbsch Hall hatte unter dem Leitthema „Mensch 4.0“ untersucht, welche Einflüsse und Veränderungen sich aus der Digitalisierung für Gesellschaft und Kirche ergeben, und dafür eigens eine Umfrage entwickelt. Lilli Seiter vom Helmholtz-Gymnasium in Karlsruhe verfasste ein Musical mit dem Titel „PAU-SE“, in dem sie selbst komponierte und getextete Lieder in eine liturgisch durchdachte Andacht für Jugendliche umsetzte, und wurde dafür ebenso ausgezeichnet.
Ein Sonderpreis für Arbeiten mit künstlerisch-musischer Ausrichtung ging zudem an Lukas Hadinger vom Parler-Gymnasium in Schwäbisch Gmünd. Der Titel seiner Arbeit lautete: „Offenbarungssinfonie. Orchesterfantasie in vier Sätzen. Gottesbegegnungen in alttestamentlichen Bibeltexten theologisch reflektiert und musikalisch umgesetzt.“
Darüber hinaus gingen Buchpreise an die folgenden Teilnehmerinnen und Teilnehmer: Gina Abele und Mara Mäder von den beruflichen Schulen Achern; Wencke Groeneveld vom Schiller-Gymnasium in Offenburg; Lea Marie König von der Käthe-Kollwitz-Schule in Bruchsal; Max Mayerhöfer vom Burghardt-Gymnasium in Buchen (Odenwald). Insgesamt hatten sich 65 Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit 48 Arbeiten beteiligt.
Zum Hintergrund
Den Wettbewerb „Christentum und Kultur“ hatten die Evangelischen Landeskirchen in Württemberg und Baden, die Erzdiözese Freiburg und die Diözese Rottenburg-Stuttgart erstmals im Schuljahr 2003/2004 ausgeschrieben. Ziel ist, Schülerinnen und Schüler der gymnasialen Oberstufe an allgemeinbildenden und beruflichen Gymnasien in Baden-Württemberg dazu anzuregen, sich mit dem Zusammenhang von Religion und Kultur in der Gesellschaft zu beschäftigen. Darüber hinaus soll der Wettbewerb das Interesse an religiösen und interreligiösen Fragestellungen wecken und die ökumenische Zusammenarbeit stärken. Kultusministerin Dr. Susanne Eisenmann ist derzeit Schirmherrin, der katholische Bischof Dr. Gebhard Fürst (Rottenburg) sowie der evangelische Landesbischof Professor Dr. Cornelius-Bundschuh (Karlsruhe) sind derzeit Schirmherren des Wettbewerbs. Die siebenköpfige Jury besteht aus Vertreterinnen und Vertretern des kulturellen Lebens, aus Wissenschaft und Forschung, des Kultusministeriums sowie der Schulabteilungen der Regierungspräsidien und der Kirchen. Für die Organisation ist jeweils ein Vertreter der evangelischen Landeskirchen und der Bistümer aus dem Bereich Religionspädagogik verantwortlich. Der erste Preis ist mit 500 Euro, der zweite Preis mit 300 Euro und der dritte Preis mit 200 Euro dotiert.