Verbindender Geist trotz geschlossener Grenzen

Die Versöhnung zwischen Frankreich und Deutschland hat nach dem 8. Mai 1945 viele Gesichter bekommen und eine erfreuliche Selbstverständlichkeit erlangt. Vor der Corona-Krise gingen Menschen aus dem Elsass selbstverständlich in Deutschland einkaufen, Arbeitnehmer aus Baden oder der Pfalz fuhren selbstverständlich zur Arbeit ins Elsass und auch umgekehrt. Nun sind die Grenzen geschlossen, Passierscheine wurden eingeführt.

v.li. Kirchenpräsident Christian Schad (Pfalz), Kirchenpräsident Christian Albecker (Elsass) und Landesbischof Jochen Cornelius-Bundschuh (Baden) (Archivfoto) 

Die drei evangelischen Kirchen aus dem Elsass, aus der Pfalz und Baden haben sich am 6. Mai in einer Videokonferenz von ihrem Umgang mit der Pandemie berichtet, die Vollversammlung des Ökumenischen Rats der Kirchen, die grenzüberschreitend in Karlsruhe 2021 stattfinden wird, vorbereitet und ein gemeinsames Versöhnungsprojekt (Chapelle de la Rencontre im Rheinhafen) in Straßburg abgestimmt. Sie verbindet ein gemeinsamer Geist der Versöhnung auch in Zeiten von Corona.

Dieser wird zum Ausdruck gebracht am 8. Mai 2020 durch gemeinsame Gottesdienste (www.dekanat-bza.de; www.evangelische-ortenau.de) und eine am 21. April 2020 veröffentlichte gemeinsame Erklärung.

Christian Albecker - Président UEPAL

Jochen Cornelius-Bundschuh - Landesbischof Evangelische Landeskirche in Baden

Christian Schad - Kirchenpräsident Evangelische Kirche der Pfalz

Lesen Sie dazu auch: 

Gemeinsame Erklärung der drei Kirchen vom 21. April

Wort zum 8. Mai 2020 von Landesbischof Jochen Cornelius-Bundschuh