Landesbischof zu Jom Kippur
„Zusammenstehen gegen alle menschenverachtenden Kräfte“
Karlsruhe, (25.09.2020). Genau ein Jahr nach dem „brutalen und unmenschlichen Überfall“ auf die Synagoge in Halle hat der Landesbischof der Evangelischen Landeskirche in Baden, Jochen Cornelius-Bundschuh, betont, dass die christlichen Gemeinden sich „nicht damit abfinden wollen und werden, wenn jüdische Menschen unter uns in Gefahr leben müssen.“

Anlässlich des Beginns des jüdischen neuen Jahres und mit Blick auf den großen Versöhnungstag Jom Kippur am kommenden Montag, 28. September 2020, wendet sich Landesbischof in einem Schreiben an die jüdischen Gemeinden im Land. Noch immer sei er entsetzt über das, was am letztjährigen Jom Kippur in Halle geschehen ist. Angesichts der Gefahren, denen sich jüdische Menschen ausgesetzt sähen und des Hasses gegen alles Jüdische sei wichtig zum Ausdruck zu bringen: „Wir gehören zusammen und wir stehen zusammen gegen alle menschenverachtenden Kräfte!“
Für die christlichen Gemeinden bekräftige er gerade in diesen Tagen erneut „unsere Freundschaft und Verbundenheit mit Ihnen“. Er verwies auf den traditionellen Wunsch an Jom Kippur, „der allem Bösen trotzig widersteht und unsere Hoffnung stärkt: gmar chatima tova – mögen wir im Buch des Lebens eingeschrieben sein zu einem guten Ende.“
(Doris Banzhaf)
Im Folgenden lesen Sie das Schreiben im Wortlaut: Brief von Landesbischof Cornelius-Bundschuh zu Jom Kippur