Landessynode berät kirchlichen Doppelhaushalt
Karlsruhe, (15.05.2021). Die badische Landessynode beschäftigt sich während des zweiten Teils ihrer Frühjahrstagung mit den kirchlichen Finanzen. Vom 19. bis 21. Mai werden die Synodalen bei ihrer Online-Tagung die Eckdaten für den Doppelhaushalt 2022/23 beschließen, teilten die Verantwortlichen am Mittwoch in Karlsruhe bei einer Online-Pressekonferenz mit. Der jährliche Haushalt der badischen Landeskirche für die Jahre 2022 und 2023 beträgt jeweils rund 490 Millionen Euro.
Zugleich sollen langfristig die finanziellen Perspektiven für die kirchliche Arbeit bis zum Jahr 2032 geklärt werden, sagte Finanzreferent Oberkirchenrat Martin Wollinsky. Ziel sei es, die Ausgaben um 20 Prozent zu reduzieren, weitere 10 Prozent müssten umgeschichtet werden. Grund dafür seien der Rückgang der Kirchensteuer, die veränderte Personalstruktur und Sanierungen von Gebäuden. „Hier müssen wir uns als Organisation umstellen, damit wir wirksam bleiben“, so Wollinsky.
Die Landeskirche werde neue Wege ausprobieren, wie sie verlässlich, aber mit weniger Ressourcen als evangelische Kirche erkennbar bleibe, sagte die Personalreferentin Oberkirchenrätin Cornelia Weber. Daher sei mehr Teamarbeit gefragt. Auch müssten die unterschiedlichen Orte stärker zusammengedacht werden.
Taufen und Konfirmation von Kindern sei nicht mehr für alle selbstverständlich. Dies sei eine Herausforderung für die Volkskirche, so Weber. Auch wenn Kirche bei vielen Menschen nicht mehr zum Alltag gehöre, blieben religiöse Fragen weiter für sie wichtig. Für die religiöse Bildung spielten daher Kitas und der Religionsunterricht eine wichtige Rolle.
Quelle: epd
Die Berichterstattung zum 2.Teil der Frühjahrstagung der badischen Landessynode finden Sie hier: www.ekiba.de/landessynode/fruehjahrstagung2021
