Raum für Begegnung in herausfordernden Zeiten
Interkulturelle Woche wird in zahlreiche Veranstaltungen in ganz Baden gefeiert
Karlsruhe, (29.09.2021). Von 26. September bis 3. Oktober werden im Rahmen der Interkulturellen Woche (IKW) deutschlandweit vielseitige Veranstaltungen angeboten; die Evangelische Landeskirche in Baden ist mit 85 Veranstaltungen badenweit beteiligt. Unter dem diesjährigen Motto #offengeht sollen Begegnungen ermöglicht und Interkulturelle Öffnung, Rassismus und Diskriminierung sowie Rechtspopulismus thematisiert werden.

„Die IKW macht Mut zur Begegnung!“, betont Landesbischof Jochen Cornelius-Bundschuh. „#offengeht - nicht nur im Urlaub, nicht nur mit denen, die so sind wie wir! #offengeht hat uns Jesus in der Bibel vorgelebt. Er hat uns in eine Welt der Vielfalt mit dem Auftrag geschickt, aufeinander zuzugehen, zu entdecken, wie Fremde und Fremdes uns bereichern, und Gemeinschaft und Versöhnung zu suchen. Dazu bietet die IKW viele Gelegenheiten. Ich wünsche mir, dass sie viel in Bewegung bringt und viele spüren: #offengeht!“
Rund um das Thema der Interkulturellen Woche wird es in den Kirchengemeinden in Baden ein vielfältiges Programm geben. So wird neben zahlreichen Eröffnungsgottesdiensten unter anderem auch in mehreren Gemeinden der Film „Wir sind jetzt hier. Geschichten über das Ankommen in Deutschland“ gezeigt. Er behandelt die Erfolgsgeschichten männlicher Geflüchteter, ihre Wünsche, ihr Ankommen und ihre gelungene Integration. Im Film wird die Perspektive auf junge, männliche Geflüchtete zurechtgerückt und dem negativen Fokus entgegengewirkt, in dem diese Gruppe in den Medien häufig steht. Der Film ist zu sehen in Ilvesheim (30.9), Waldshut (2.10.), Rheinfelden, Waldkirch-Kollnau (3.10) und Mosbach (4.10).
Nicht nur zum Anschauen, auch zum Mitmachen und Einbringen bietet die IKW ihren Besucherinnen und Besuchern an vielen Orten Gelegenheit: Ein interkulturelles Training bietet das Projekt „Gemeinsam Kirche“ in Pforzheim am 30.9. an, Mehrnousch Zaeri regt in Lörrach mit ihrer DENKwerkstatt „Integrieren müssen wir uns alle“ zum Nachdenken über Integration an (25.9) und in Pforzheim lernen Interessierte bei der Veranstaltung „Populistischen Parolen Paroli bieten“, wie man rechten Parolen gut begegnen kann (29.9). Eine Führung zu Stolpersteinen in Pforzheim (28.9.) und ein Stadtrundgang zu Fluchtbiografien im Nationalsozialismus in Heidelberg (29.9.) nehmen Antisemitismus in den Blick und behandeln das Thema der gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit.
Die bundesweite Interkulturelle Woche (IKW) ist eine Initiative der Deutschen Bischofskonferenz (DBK), der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und der Griechisch-Orthodoxen Metropolie. Sie findet seit 1975 jedes Jahr Ende September statt und wird von Kirchen, Kommunen, Wohlfahrtsverbänden, Gewerkschaften, Integrationsbeiräten und -beauftragten, Migrantenorganisationen, Religionsgemeinschaften und Initiativgruppen unterstützt und getragen. Der Ökumenische Vorbereitungsausschuss (ÖVA) zur Interkulturellen Woche ist für die bundesweite Vorbereitung zuständig.
Die IKW hat sich die Verbesserung politischer und rechtlicher Rahmenbedingungen des Zusammenlebens von Deutschen und Zugewanderten zum Ziel gesetzt. Begegnungsveranstaltungen und Kontakte im persönlichen Bereich sollen zu wachsender Akzeptanz und gegenseitigem Verständnis beitragen, denn – so lautet die Grundüberzeugung der vielen Beteiligten - nur durch Begegnung können gemeinsame, gute Erfahrungen in der Vielfaltsgesellschaft gemacht werden.
Das Programm der Interkulturellen Woche (IKW) in Baden ist eingestellt unter www.ekiba.de/html/content/interkulturelle_woche.html. Informationen zur Arbeit des Fachbereichs „Flucht und Migration“ der Landeskirche finden Sie unter www.ekiba.de/flucht-migration.de.
Über bundesweite Veranstaltungen können Sie sich unter www.interkulturellewoche.de informieren.