Erzbischof Burger und Landesbischöfin Prof. Dr. Springhart feiern gemeinsamen Gottesdienst

- 02.06.2022 - 

Positive Erfahrungen der Ökumene bei Feier in den ViDia Christliche Kliniken Karlsruhe betont

Freiburg/Karlsruhe, (02.06.2022). Anlässlich der Gebetswoche für die Einheit der Christen haben Landesbischöfin Prof. Dr. Heike Springhart und Erzbischof Stephan Burger an die vielfältigen positiven Erfahrungen gelebter Ökumene erinnert. In einem gemeinsamen Gottesdienst in den ViDia Christliche Kliniken Karlsruhe heute (02.06.) wurde zudem der Neubau der Klinik in den Blick genommen. „Diakonische Krankenhäuser machen Gottes Liebe erfahrbar, weil sie sich um den ganzen Menschen kümmern. Ökumenische Häuser zeigen darüber hinaus die Kraft, sich zusammen für andere stark zu machen“, sagte Landesbischöfin Prof. Dr. Springhart.

Erzbischof Stephan Burger und Landesbischöfin Heike Springhart

Quelle: PhotoLounge Sabrina Hoch

„Den Ökumenischen Gottesdienst vor Pfingsten, der in der Evangelischen Landeskirche Baden und der Erzdiözese Freiburg schon eine lange Tradition hat, verbinden wir heute mit der Einweihung des Neubaus der ViDia Christliche Kliniken“, so Erzbischof Stephan Burger. Er verwies in seiner Predigt darauf, dass ein Krankenhaus „eine Welt in sich“ sei. So stehe immer der Mensch im Mittelpunkt des Krankenhauses und der Mitarbeitenden dort: „Sein Wohl, seine Heilung, sein Heil. Um den erkrankten, hilfsbedürftigen, hilfesuchenden Menschen dreht sich das Uhrwerk Krankenhaus, nicht um einen Fall, nicht um irgendein Objekt.“

Der Neubau der ViDia Christliche Kliniken

Die ViDia Christliche Kliniken Karlsruhe decken als Kliniken der Schwerpunktversorgung das komplette Spektrum der Akutversorgung für die Region Mittlerer Oberrhein/Nordschwarzwald ab. Mit mehr als 3.200 Mitarbeitenden an vier Standorten in Karlsruhe sind sie einer der größten Arbeitgeber in der Region. Die ViDia Kliniken sind aus einer Fusion der St. Vincentius-Kliniken Karlsruhe und dem Diakonissenkrankenhaus Karlsruhe-Rüppurr im Jahr 2016 entstanden. Die Kliniken firmieren unter dem gemeinsamen Namen Vincentius-Diakonissen-Kliniken gAG. Die St. Vincentius-Kliniken und das Diakonissenkrankenhaus verbindet eine lange Tradition: Beide Kliniken wurden im Jahr 1851 gegründet. Sie begründen die Basis ihres Handelns in einem christlichen Menschenbild und christlicher Nächstenliebe. 
 
Der Neubau in der Steinhäuserstraße wurde auf einer 43.000 Quadratmeter großen Grundfläche errichtet und umfasst mehr als 1000 Räume, darunter 13 OP-Säle sowie 192 moderne Ein- und Zweitbettzimmer. Vor Ort können die ViDia Kliniken ein breites Leistungsspektrum anbieten. Dafür wurden medizinische und pflegerische Kompetenzen gebündelt, die zuvor an verschiedenen Standorten in Karlsruhe verteilt waren. Vor Ort befindet sich das neue Muskuloskelettale Zentrum für die Therapie des gesamten Bewegungsapparates. Dort arbeiten Orthopädie, die Wirbelsäulentherapie, die Unfall- und Handchirurgie und Sportmedizin sowie die Geriatrie fachübergreifend zusammen. Dazu kommt die Klinik für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Halschirurgie, plastische Gesichtschirurgie sowie das zertifizierte Kopf-Hals-Tumorzentrum. Zusätzlich sind in der Steinhäuserstraße die Klinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie, die Klinik für Anästhesie, Intensiv- und Notfallmedizin sowie das Pathologische Institut beheimatet.

Hintergrund

Die Gebetswoche für die Einheit der Christen wird weltweit jedes Jahr zwischen Christi Himmelfahrt und Pfingsten (oder vom 18. bis 25. Januar) gefeiert. Anlässlich der Gebetswoche für die Einheit der Christen wurde bereits im Jahr 2004 auf Basis der „Charta Oecumenica“ die erste Rahmenvereinbarung für ökumenische Partnerschaften zwischen einzelnen Pfarrgemeinden der Evangelischen Landeskirche in Baden und römisch-katholischen Pfarreien in der Erzdiözese Freiburg geschlossen. Seither sind zwischen evangelischen und katholischen Gemeinden über 120 solcher Rahmenvereinbarungen unterzeichnet worden. Zum Reformationsgedenken 2017 wurde das Konzept aktualisiert und erweitert. So ist jetzt die Vereinbarung einer ökumenischen Partnerschaft neben der Gemeindeebene auch im Bereich von Dekanaten, Verbänden und der kategorialen Seelsorge möglich.
 
  

Dr. Daniel Meier

Ehemaliger Pressesprecher der Landeskirche (2012-2023)