„In den Augen des göttlichen Kindes spiegelt sich die Hoffnung der Welt“

- 23.12.2024 - 

Die Weihnachtsbotschaft von Landesbischöfin Heike Springhart

Karlsruhe, (23.12.2024). „In den Augen und im Strahlen des göttlichen Kindes in der Krippe spiegelt sich die ganze Hoffnung der Welt“, schreibt Heike Springhart, Bischöfin der Evangelischen Landeskirche in Baden, in ihrer diesjährigen Weihnachtsbotschaft. „Frieden im Großen und im Kleinen beginnt da, wo über alle Positionen hinweg nach dem gesucht wird, was der Menschlichkeit, dem Leben und dem Frieden dient.“ Hier die komplette Weihnachtsbotschaft von Landesbischöfin Heike Springhart im Wortlaut:

Landesbischöfin Heike Springhart im weihnachtlich geschmückten Europark
Landesbischöfin Heike Springhart im weihnachtlich geschmückten Europark
„Die Geburt Christi verändert alles. Das ist die Hoffnung und die Verheißung von Weihnachten. Durch die Brüche und Risse der Welt strahlt das Licht des Friedensbringers Jesus Christus, des Heilands der Welt. Er setzt allen menschlichen Heilsversprechen eine Grenze. Dass Gott Mensch geworden ist, bedeutet für uns vor allem, dass wir endliche Menschen sein können und dass endlich Menschlichkeit möglich wird. Auch in diesem Jahr feiern wir an so vielen Orten Weihnachten im Unfrieden. Die Welt ächzt und sehnt sich nach Frieden.
 
Die Kinder in Bethlehem und Jerusalem, in Beirut und im Gaza-Streifen, in Syrien, in der Ukraine und im Sudan sind die Leidtragenden in den gewalttätigen Auseinandersetzungen. Und manche Kinder in den Wohnungen in unserem Land, wo sie hinter verschlossenen Türen Gewalt erleben anstatt Geborgenheit, Verzweiflung anstatt Zuversicht.
 
Die Menschlichkeit hat da eine Chance, wo die Grenzen der menschlichen Möglichkeiten ernstgenommen werden. Wir sind nicht Gott, und das ist gut so. Frieden im Großen und im Kleinen beginnt da, wo über alle Positionen hinweg nach dem gesucht wird, was der Menschlichkeit, dem Leben und dem Frieden dient.
 
In den Augen und im Strahlen des göttlichen Kindes in der Krippe spiegelt sich die ganze Hoffnung der Welt. Gott kommt im Stall von Bethlehem als Kind zur Welt und wurde als Mensch geboren. Das feiern Christinnen und Christen an Weihnachten. ,Welt ging verloren, Christ ist geboren – Freue dich, freue dich, o Christenheit!‘“
 
Sehnsucht wachhalten - Weihnachtsgruß von Landesbischöfin Heike Springhart
 
 
  

Stefan Herholz

Pressesprecher / Bereichsleitung Presse und Öffentlichkeitsarbeit