Situation in Nahost ist für Landesbischöfin Heike Springhart „unerträglich“

- 23.07.2025 - 

„Wir dürfen uns den Blick auf die Menschen nicht nehmen lassen“

Karlsruhe, (23.07.2025). „Die Bilder aus Gaza und Syrien werden in diesen Tagen und Wochen immer schrecklicher. Wir dürfen uns den Blick auf die Menschen nicht nehmen lassen“, mahnt Heike Springhart, Landesbischöfin der Evangelischen Landeskirche. Laut Weltgesundheitsorganisation WHO waren im Gazastreifen jüngst eine Mitarbeitendenunterkunft beschossen und ein zentrales Warenlager beschädigt worden. Im Süden Syriens sind Hunderte Menschen bei den tagelangen Unruhen ums Leben gekommen.  

Landesbischöfin Heike Springhart im Talar

Quelle: ekiba

„Es geht um Menschen – um Kinder, die ein Recht auf eine Zukunft ohne Terror haben, um Frauen, die ein Recht auf Bildung und Freiheit haben, um Männer, die ihre Leben nicht in Kriegen opfern sollen. Um Menschen mit Namen, mit einer Geschichte, mit Würde“, betont Heike Springhart. Die UN-Einrichtungen im Gazastreifen seien Hoffnungsstätten für Menschen auf der Suche nach dem Lebensnotwendigen. Wasser, Brot, Salz. Das Völkerrecht und die Menschenrechtskonventionen brauchten solche Orte. 
 
„Es ist unerträglich, dass Menschen als Geiseln festgehalten werden. Es unerträglich, dass Menschen ihr Leben aufs Spiel setzen müssen auf der Suche nach etwas Essbarem gegen den Hunger. Es ist unerträglich, dass die sicheren Korridore immer mehr eingeengt werden. Es geht um Menschen. Seht die Menschen! Seht den Menschen.“
  

Stefan Herholz

Pressesprecher / Bereichsleitung Presse und Öffentlichkeitsarbeit