50. „Interkulturelle Woche“ wirbt für einen anderen Ton beim Thema Zuwanderung

- 18.09.2025 - 

Sigrid Zweygart-Pérez wird am 28. September als landeskirchliche Beauftragte für Flucht, Migration und Integration eingeführt

Karlsruhe (18.09.2025). Vom 21. bis 28. September 2025 findet zum 50. Mal deutschlandweit die „Interkulturelle Woche“ statt. Unter dem Motto „dafür!“ wirbt sie für anderen Ton in den Debatten rund um das Thema Zuwanderung. Auch in Baden gibt es zahlreiche Veranstaltungen. Diese reichen von Bildungsangeboten über Konzerte, Lesungen und Begegnungsangeboten bis hin zu interkulturellen Gottesdiensten. Im zentralen Gottesdienst der Evangelischen Landeskirche in Baden, der am Sonntag, 28.09.2025, ab 10 Uhr in der Heidelberger Christuskirche stattfindet, wird Pfarrerin Sigrid Zweygart-Pérez in ihr neues Amt als landeskirchliche Beauftragte für Flucht, Migration und Integration eingeführt. Vorgenommen wird die Einführung von der neuen Oberkirchenrätin Sabine Jung, Leiterin des Referats Diakonie und Seelsorge im Evangelischen Oberkirchenrat und Vorstandsvorsitzende des Diakonischen Werks Baden. 

Logo Interkulturelle Woche
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„Gerade in Zeiten, in denen Zuwanderer*innen und Flüchtlinge zu Sündenböcken für viele Problem im Land gemacht werden, ist es umso wichtiger, dass wir Haltung zeigen“, betont Sigrid Zweygart-Pérez zu Beginn der interkulturellen Woche. „Wir, das sind wir alle, die schon seit Generationen hier leben, oder Menschen, die vor Jahren, Jahrzehnten oder jetzt zugezogen oder hierher geflüchtet sind. Wir dürfen es nicht zulassen, dass Menschen aufgrund ihrer Herkunft, ihrer Hautfarbe oder ihres Glaubens diskriminiert oder ausgegrenzt werden. Die Menschenwürde und die unveräußerlichen Grundrechte gelten für uns alle. Ausgrenzung, Hass und Rassismus gefährden unser demokratisches Gemeinwesen. Hier können wir alle an einem gelingenden Miteinander mitwirken, in unserer Nachbarschaft, in alltäglichen Begegnungen, auf Social Media und in unseren Gemeinden.“
 
Oberkirchenrätin Sabine Jung betont: „50 Jahre Interkulturelle Woche sind ein starkes Zeichen für gelebte Vielfalt und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Die kulturelle Diversität hat unsere Gesellschaft über Jahrzehnte hinweg bereichert und neue Perspektiven eröffnet. Als evangelische Kirche stehen wir in ökumenischer Verbundenheit und gemeinsam mit vielen zivilgesellschaftlichen Partnerinnen und Partnern für einen respektvollen und menschenwürdigen Umgang in den Debatten rund um Zuwanderung. Wir ermutigen und stärken all jene, die sich trotz Anfeindungen weiterhin engagieren – sei es in der Beratung, in der ehrenamtlichen Begleitung oder in der Seelsorge. Unser Einsatz gründet in der festen Überzeugung, dass jeder Mensch Ebenbild Gottes ist – nicht eine Zahl in der Statistik oder Projektionsfläche für populistische und menschenfeindliche Politik.“
 
Die Interkulturelle Woche geht auf eine Initiative der Deutschen Bischofskonferenz, der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und der Griechisch-Orthodoxen Metropolie von Deutschland zurück. In den vergangenen Jahren ist Flucht zu einem Schwerpunktthema der Interkulturellen Woche geworden, in der am 26. September auch der „Tag des Flüchtlings“ begangen wird. 
 
Mehr Informationen zur Interkulturellen Woche erhalten Interessierte im Internet unter www.interkulturellewoche.de. Eine Übersicht über die Veranstaltungen im Bereich der Evangelischen Landeskirche in Baden und Wissenswertes zum Arbeitsbereich Flucht und Migration gibt es unter www.ekiba.de/migration
  

Stefan Herholz

Pressesprecher / Bereichsleitung Presse und Öffentlichkeitsarbeit