Badischer Dialog mit Joachim Gauck

Veranstaltungsreihe rückt „Verlust der demokratischen Kultur“ in den Mittelpunkt

Freiburg/Karlsruhe. Alt-Bundespräsident Joachim Gauck und Bundesarbeitsgerichts-Präsidentin Inken Gallner liefern am 5. März beim „Badischen Dialog – Kirche und Staat in Europa“ Impulse und beziehen Position zu einem aktuellen Thema. Das Tagesprogramm der vierten Auflage dieser Veranstaltungsreihe steht unter dem Titel „Verlust der demokratischen Kultur – Christinnen und Christen in der Verantwortung“. In einer Podiumsrunde mit dabei sind Erzbischof Stephan Burger, Landesbischöfin Heike Springhart und Frank Richter, ehemaliger Leiter der Landeszentrale für politische Bildung in Meißen. Die Impulsvorträge und das Podiumsgespräch werden per Livestream übertragen und sind später online abrufbar. 

Badischer Dialog
Der Theologe Gauck wird zu „Demokratie unter Druck – unsere Verantwortung in Zeiten von Unsicherheit und Bedrohung“ seinen Impulsvortrag halten, der mit den Teilnehmern später vertieft werden soll. Gleiches gilt für den Vortrag von Gallner, die zum Thema „Die Krise der liberalen, rechtsstaatlich verfassten Demokratie“ Position bezieht. Gemeinsam mit dem Erzbischof und der Landesbischöfin diskutieren Gallner und Richter anschließend in einer Podiumsdiskussion unter Moderation von Annika Schmitz (Herder Korrespondenz, Freiburg) zum Tagesleitmotto. Hier sollen die unterschiedlichen Perspektiven aus Wissenschaft, Politik, Kirche und Praxis beleuchtet werden. 
 

Die Ausrichtung des Badischen Dialogs

Autoritär-populistische Strömungen gewinnen in Teilen Europas an Zustimmung in der Bevölkerung. Neben institutionellen Vorkehrungen zum Schutz der Demokratie ist auch ein entschiedenes Handeln auf gesellschaftlicher und individueller Ebene unverzichtbar, heißt es von Seiten der Veranstalter. Gerade für Christinnen und Christen, deren ethische Grundüberzeugungen untrennbar mit der Achtung der Menschenwürde, Gerechtigkeit und Freiheit verbunden sind, gelte diese Verantwortung in besonderer Weise, wird betont.  
Ziel der gemeinsamen Veranstaltung der Erzdiözese Freiburg und der Evangelischen Landeskirche in Baden ist es auch, den wissenschaftlichen und praxisbezogenen Diskurs über aktuelle Themen zum Verhältnis von Kirche und Staat in Europa zu fördern. Ebenso sollen Impulse für die inner- und außerkirchliche Diskussion gesetzt werden. 
 

Infos und Anmeldung 

Weitere Informationen gibt es unter www.ebfr.de/badischer-dialog
Um Anmeldung bis zum 6. Februar wird gebeten. Online: www.ebfr.de/badischer-dialog, per Mail: badischer-dialog@seelsorgeamt-freiburg.de oder telefonisch unter: 0761 5144-204.  
Die Veranstaltung findet am 5. März, 10 bis 16.30 Uhr, im Erzbischöflichen Priesterseminar Collegium Borromaeum, Schoferstraße 1, in Freiburg statt – Kosten: 50 Euro. Studierende, Schülerinnen und Schüler erhalten eine Ermäßigung von 50 Prozent.  

  

Stefan Herholz

Pressesprecher / Bereichsleitung Presse und Öffentlichkeitsarbeit