Die „TelefonSeelsorge Freiburg“ und die „TelefonSeelsorge Rhein-Neckar“ feiern Jubiläen
Karlsruhe/Freiburg/Mannheim (19.03.2026). Einsamkeit, Ängste, Erkrankungen oder auch Depressionen lassen Menschen zum Hörer greifen und die Nummer der Telefonseelsorge nutzen. Mit einer Kampagne zum 50-jährigen Bestehen will die „TelefonSeelsorge Freiburg“ noch stärker ins Bewusstsein der Menschen rücken. Die „TelefonSeelsorge Rhein-Neckar“ feiert ihr 65-jähriges Bestehen mit mehreren Veranstaltungen.
Gestartet ist die „TelefonSeelsorge Freiburg“ im Jahr 1976 mit rund 30 Mitarbeitern – mittlerweile liegt deren Zahl bei knapp 100. In Mannheim sind rund 160 ehrenamtliche Seelsorgerinnen und Seelsorger aktiv. Von Ärger und Aggressionen bis zu Armut oder Kinderwunsch reicht die große Bandbreite der Themen in den Gesprächen. Seit vielen Jahren stehen laut den anonymisierten statistischen Auswertungen die Themen Einsamkeit und Isolation an erster Stelle der Gründe, warum Menschen Kontakt zur Telefonseelsorge aufnehmen.
Insgesamt 15.600 Seelsorgegespräche wurden im vergangenen Jahr in der Freiburger Telefonseelsorge geführt. Hinzu kamen 1.240 Gespräche im Chat. Die „TelefonSeelsorge Rhein-Neckar“ zählte rund 20.000 Kontaktaufnahmen per Telefon, per Mail oder im Chat.
Mit einer neuen Öffentlichkeitskampagne will die „TelefonSeelsorge Freiburg“ dieses Jahr auf ihr besonderes Angebot aufmerksam machen. Dabei gehe es darum, das offene Angebot der Kirchen allen Menschen, egal in welchem Alter oder welcher Konfession, immer wieder vorzustellen, erläutert der Leiter Helmut Ellensohn von der Erzdiözese Freiburg. So würden Kinder, Erwachsene und Senioren in der Krise wissen, an wen sie sich wenden können. Gerade mit der Möglichkeit des anonymen Gesprächs sei es laut Ellensohn für viele Menschen möglich, auch schambesetzte Themen anzusprechen.
Innerhalb der Evangelischen Landeskirche in Baden und der Erzdiözese Freiburg gibt es Telefonseelsorgestellen in Freiburg, Karlsruhe, Konstanz, Lörrach, Offenburg, Pforzheim und Rhein-Neckar. Die ökumenische Telefonseelsorge wird von der evangelischen und der katholischen Kirche gemeinsam getragen und finanziert, ist aber zusätzlich auf Spenden bzw. Drittmittel angewiesen, unter anderem für die kostenfreie Ausbildung der Ehrenamtlichen und die aufwändige technische Ausstattung.
Die Telefonseelsorge ist telefonisch rund um die Uhr und an allen Tagen im Jahr kostenfrei erreichbar unter den Rufnummern 0800/1110111 und 0800/1110222 sowie online unter www.telefonseelsorge.de.
Veranstaltungen zur Feier des 50-jährigen Jubiläums in Freiburg:
Donnerstag, 16. April, 19 Uhr: Öffentlicher Vortrag in der Pauluskirche Freiburg mit Prof. Dr. Dr. Katharina Domschke zum Thema „,Können Sie mir helfen?‘ – Eine Begegnung mit der Angst“.
Dienstag, 12. Mai: Jubiläumsfeier mit Gottesdienst und Empfang (für geladene Gäste) in der Maria-Magdalena-Kirche in Freiburg unter Leitung von Generalvikar Neubrand und Prälat Marc Witzenbacher.
Nächster Infoabend für interessierte Telefonseelsorge-Ehrenamtliche am Dienstag, 24. März, ab 18 Uhr in den Räumen des Paritätischen Regionalverbunds Südbaden, Kaiser-Joseph-Straße 268, Freiburg (gelbes Forum).
Veranstaltungen zur Feier des 65-jährigen Jubiläums in Mannheim:
Freitag, 20. März, 16 Uhr: Festgottesdienst zum Gründungstag in der Schlosskirche Mannheim mit Dialogpredigt von Pfarrerin Annemarie Czetsch-Lawrenz, Leiterin der Telefonseelsorge, und Pfarrerin Anne Ressel vom Vorstand der Telefonseelsorge
Dienstag, 19. Mai, 17.30 Uhr: „Chancen und Risiken der KI“. Diskussion und anschließend Tanz im EinTanzHaus