Kirchen erinnern in Kehl an Opfer von Flucht und Vertreibung

- 12.06.2026 - 

Ökumenischer Gottesdienst und Mahnmal zum Weltflüchtlingstag – Begegnungsprogramm mit Landesbischöfin Springhart und Erzbischof Burger

Kehl, (12.06.2026). Unter dem Motto „Beim Namen nennen“ laden die Evangelische Landeskirche in Baden und die Erzdiözese Freiburg für Freitag, 19. Juni 2026, zum Gedenken an die Opfer von Flucht und Vertreibung nach Kehl ein. Am Vorabend des Weltflüchtlingstages (20. Juni) wird auf dem Marktplatz und in der Friedenskirche ein vielfältiges Programm angeboten, das mit einem ökumenischen Gottesdienst (18 Uhr) seinen Abschluss findet. Der Gottesdienst wird von Heike Springhart, Landesbischöfin der Evangelischen Landeskirche in Baden, und Stephan Burger, Erzbischof der Erzdiözese Freiburg, gestaltet. Die badische Landeskirche und die Erzdiözese richten das Gedenken stellvertretend für die vier großen christlichen Kirchen in Baden-Württemberg aus.

Logo der Evangelischen Landeskirche in Baden und der Erzdiözese Freiburg
Im Mittelpunkt der Veranstaltung steht ein temporäres Mahnmal, das am 19. Juni in Kehl errichtet wird. Stoffstreifen, beschriftet mit Namen und Todesumständen von Geflüchteten, werden ab 10 Uhr an der Außenfassade der Friedenskirche befestigt. Sie sollen wie in den vergangenen Jahren an die mehr als 65.000 Menschen erinnern, die seit 1993 bei dem Versuch, nach Europa zu gelangen, ums Leben gekommen sind. Interessierte sind eingeladen, sich aktiv an dem Mahnmal zu beteiligen.
 
Ab 15.30 Uhr lädt dann ein Begegnungsprogramm auf dem Marktplatz unter den Platanen rund um den Brunnen „Mutter Kinzig“ zu Gesprächen ein. Geflüchtete und Einheimische können dort miteinander sowie mit der badischen Landesbischöfin Heike Springhart und dem Freiburger Erzbischof Stephan Burger ins Gespräch kommen, bevor um 18 Uhr der ökumenische Gottesdienst in der Friedenskirche beginnt.
 
  

Stefan Herholz

Pressesprecher / Bereichsleitung Presse und Öffentlichkeitsarbeit