Lieben, Lachen, Leuchten - Wie FamilyLight Familien stärkt

Wenn ein Kind geboren wird, beginnt für Familien eine besondere Zeit: voller Freude, aber auch mit Fragen und neuen Herausforderungen. FamilyLight ist genau dann da: mit persönlicher Begleitung, Gemeinschaft und dem Gefühl, gesehen und gesegnet zu sein. Wir haben über dieses Projekt im Kirchenbezirk Ortenau mit Diakonin Ulrike Grössel gesprochen.
Frau Grössel, was ist die Grundidee von FamilyLight?
FamilyLight will Familien wieder mehr in Kontakt mit Kirche und Glauben bringen. Familien werden gestärkt, wenn sie Gemeinschaft und Fürsorge erfahren. Familien bekommen Halt, wenn ihre Alltagsfragen gehört und geteilt werden. Familien erhalten Orientierung, wenn sie Rituale erleben und angeregt werden, über Gott und Glaube im eigenen Leben nachzudenken – das erleben Familien bei FamilyLight.
Kontinuierliche, persönliche Kontakte sind der Schlüssel, damit Beziehungen entstehen können. Um dies zu realisieren, stellen Kirchengemeinden Familienbegleiter:innen ein, die Familien besuchen, sie zur Eltern-Kind-Gruppe einladen und so Verbindungen aufbauen.
Zu Beginn sind Familien mit Neugeborenen im Blick, später auch die Familien mit größeren Kindern.
Wichtig ist dabei immer, die Situation und Bedürfnisse der Familien im Blick zu behalten.
Kontinuierliche, persönliche Kontakte sind der Schlüssel, damit Beziehungen entstehen können. Um dies zu realisieren, stellen Kirchengemeinden Familienbegleiter:innen ein, die Familien besuchen, sie zur Eltern-Kind-Gruppe einladen und so Verbindungen aufbauen.
Zu Beginn sind Familien mit Neugeborenen im Blick, später auch die Familien mit größeren Kindern.
Wichtig ist dabei immer, die Situation und Bedürfnisse der Familien im Blick zu behalten.
Wie sieht ein typischer Kontakt mit einer Familie aus?
Die Familie erhält einen Brief mit dem Glückwunsch zur Geburt und der Ankündigung eines Besuches mit Terminvorschlag. Dann kommt die Familienbegleiterin persönlich vorbei, mit einem Willkommensgeschenk. Beim Besuch soll die Familie das Gefühl bekommen, wahrgenommen und in ihrer aktuellen Lebenssituation gesehen zu werden. Die Eltern können erzählen, was sie sich für ihren Alltag an Angeboten oder Unterstützung wünschen. Die Familienbegleiterin hat Flyer dabei und lädt zur Eltern-Kind-Gruppe ein, zu der man ohne Ankündigung einfach kommen kann, wenn es passt.
Welche Unterstützung bekommen Familienbegleiter:innen, damit sie auch mit sensiblen Situationen gut umgehen können?
Die Familienbegleiter:innen werden von Familiencoaches angeleitet. Zumeist sind das Diakon:innen. Das Coaching ist in Modulen aufgebaut. In den ersten beiden Modulen wird die neue Familienbegleiterin in die Basisthemen von Gruppe und Besuchen eingeführt. Außerdem besuchen alle Familienbegleiter:innen eine Präventionsschulung zum Thema „Sexualisierte Gewalt“. Die weiteren Module – teils online, teils in Präsenz - finden gemeinsam mit anderen Familienbegleiter:innen statt und vertiefen die Gruppen- und Besuchsarbeit. Behandelt werden aber auch Themen wie Taufe, Arbeiten in Netzwerken oder die Lebenswelt von Familien heute. Die Familienbegleiter:innen werden zudem angeregt, über die eigene Rolle und religiöse Prägung nachzudenken. Drüber hinaus ist bei den Coaching-Treffen immer auch Raum für den Austausch und aktuelle Fragen.
Neben den Schulungen ist der Familiencoach jederzeit erster Ansprechpartner für alle fachlichen Fragen, die rund um die Tätigkeit als Familienbegleiter:in auftreten.
Neben den Schulungen ist der Familiencoach jederzeit erster Ansprechpartner für alle fachlichen Fragen, die rund um die Tätigkeit als Familienbegleiter:in auftreten.
Können Sie ein Beispiel nennen, in dem spürbar wird, welchen Unterschied FamilyLight für eine Familie machen kann?
Ich denke an eine Mutter, die regelmäßig in die Gruppe kommt. Sie sagt uns immer wieder, dass die offenen Gespräche untereinander für sie sehr wertvoll sind. Eine besondere Erfahrung für sie war, dass ihr "Problemkind" nach einem durch die Familienbegleiterin vermittelten Termin bei den „Frühen Hilfen“ auf Hochbegabung getestet wurde, mit positivem Ergebnis. Seither ist das Familienleben entspannter, weil Klarheit herrscht.
Die Eltern-Kind-Gruppen heißen „Glühwürmchen“. Was erleben Familien dort?
In jeder „Glühwürmchen“-Gruppe gibt es feste Rituale. Unverzichtbar ist der „Herzensort“, bei dem die Eltern Schönes wie Schwieriges teilen können. Die Anliegen aus dieser Erzählrunde werden dann je nach Situation auch Gott „ans Herz gelegt“. Daneben haben christliche (Bewegungs-) Lieder und die wichtige Kaffee-Zeit zur lockeren Begegnung ihren Platz im Ablauf. Jede Gruppenstunde endet mit einem Segen oder Segenslied. Auf diese Weise entstehen meist in kurzer Zeit persönliche Gespräche und Beziehungen. Außerdem sind die Rituale für viele Familien eine schöne, niederschwellige Gelegenheit, um neue Erfahrungen mit dem Glauben zu machen.
Wofür steht das Motto von FamilyLight „Lieben, Lachen, Leuchten“?
„Lieben“ steht dafür, dass wir alle Teilnehmenden in ihrer Alltags- und Lebenssituation wahrnehmen und alle gleich wertvoll sind.
Wir wollen gemeinsam „lachen“. In der Begegnung, im Teilen von Erfahrungen und in gemeinsamen Aktionen erleben sich die Teilnehmenden als Teil einer starken Gemeinschaft.
Und wir wollen Gottes Liebe „leuchten“ lassen, wo es an Hoffnung fehlt. Fragen und mögliche Sorgen teilen, bringt Licht und Stärkung in den Alltag der Familien. Eltern und Kinder erleben in unseren Gruppen, dass sie alles, was sie bewegt, Gott anvertrauen dürfen. Auch die gemeinsame Freude, die in und durch die Gruppenangebote erlebt wird, strahlt nach außen und lädt andere Familien zum Mitmachen ein.
Wir wollen gemeinsam „lachen“. In der Begegnung, im Teilen von Erfahrungen und in gemeinsamen Aktionen erleben sich die Teilnehmenden als Teil einer starken Gemeinschaft.
Und wir wollen Gottes Liebe „leuchten“ lassen, wo es an Hoffnung fehlt. Fragen und mögliche Sorgen teilen, bringt Licht und Stärkung in den Alltag der Familien. Eltern und Kinder erleben in unseren Gruppen, dass sie alles, was sie bewegt, Gott anvertrauen dürfen. Auch die gemeinsame Freude, die in und durch die Gruppenangebote erlebt wird, strahlt nach außen und lädt andere Familien zum Mitmachen ein.
Was verändert sich, wenn Kirche junge Familien nicht erst zu bestimmten Anlässen einlädt, sondern sie von Anfang an begleitet?
Viele Erfahrungen zeigen, dass Eltern in der frühen Familienphase besonders offen sind für Begleitung und Segen. Dadurch, dass wir auf die Eltern zugehen und sie besuchen, erreichen wir viele Familien, die von sich aus keinen Kontakt zur Kirche gesucht haben. Die Familienbegleiter:innen halten auch nach dem ersten Besuch noch weiter den Kontakt zu den Familien und entwickeln gemeinsam mit den Familiencoaches neue Angebote.
So können wir „gemeinsam groß werden“ und haben die Bedürfnisse der Familien von Anfang an im Blick. Wir sehen das als große Chance, mit den Familien – also mit Kindern, Jugendlichen und den Eltern - Kirche neu zu gestalten.
So können wir „gemeinsam groß werden“ und haben die Bedürfnisse der Familien von Anfang an im Blick. Wir sehen das als große Chance, mit den Familien – also mit Kindern, Jugendlichen und den Eltern - Kirche neu zu gestalten.
Mehr Informationen zu FamilyLight findest du hier.