GemeinSinnPreis an Andrea und Wolfgang Schweidtweiler verliehen

- 02.10.2026 - 

Pforzheimer Ehepaar für besonderes Engagement geehrt

Karlsruhe/Ettlingen, (02.10.2026). Am Donnerstag, 1. Oktober, wurde im Rahmen des Forums für Engagierte und Stifter*innen in Kirche und Diakonie in Baden der Evangelische GemeinSinnPreis an das Ehepaar Andrea und Wolfgang Scheidtweiler aus Pforzheim verliehen. Das Ehepaar Scheidtweiler engagiert sich seit Jahrzehnten mit großem Einsatz für den Erhalt kirchlichen und kulturellen Erbes sowie für soziale Projekte. 

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Oberkirchenrätin Anke Spory (links), ständige Stellvertreterin der Landesbischöfin, überreicht Andrea und Wolfgang Scheidtweiler am Donnerstag in Ettlingen den Evangelischen GemeinSinnPreis. Das Ehepaar engagiert sich seit Jahrzehnten mit großem Einsatz für den Erhalt kirchlichen und kulturellen Erbes sowie für soziale Projekte.   

Quelle: ekiba / Hansjörg Fuchs

Martin Weiblen, Walter Moch, Torsten Sternberg, Bernd Beyer, Luise Bröther, Karl Kreß, Rüdiger Heger.
Im Rahmen des Forums für Engagierte und Stifter*innen in Kirche und Diakonie in Baden wurden die Stiftungsvorstände Prof. Dr. Martin Weiblen (links) und Bernd Beyer (2. von links) sowie die Stiftungsräte Karl Kreß (2. von rechts) und Rüdiger Heger (rechts), die Stiftungsrätin Thea Groß (fehlt) und Walter Moch (Stiftungsaufsicht/Mitte) feierlich von Torsten Sternberg (Geschäftsführender Vorstand/3. von links) und Luise Bröther (Vorstandsmitglied/3. von rechts) verabschiedet. 

Quelle: ekiba / Hansjörg Fuchs

„Mit dem GemeinSinnPreis zeichnen wir zwei Menschen aus, die viel bewegen und dabei wenig Aufhebens um sich selbst machen. Menschen, die Verantwortung übernehmen, wo sie gebraucht werden, und die so helfen, dass die Menschen, denen geholfen wird, im Mittelpunkt bleiben“, sagte Anke Spory, Oberkirchenrätin und ständige Stellvertreterin der Landesbischöfin, in ihrer Laudatio für das Ehepaar Scheidtweiler.
 
Andrea Scheidtweiler stammt aus der Konstanzer Brauereifamilie Ruppaner und gehörte zu den ersten Diplom-Brauereimeisterinnen Deutschlands. Ihren Mann Wolfgang Scheidtweiler, dessen Familie eine Brauerei in Gemünd führte, lernte sie im gemeinsamen Brauereistudium an der TU München-Weihenstephan kennen. Neben dem Betreiben von traditionsreichen Brauereien u.a. in Pforzheim, Eppingen und Konstanz, führt das Ehepaar auch Hotels und Gastronomiebetriebe wie beispielsweise das Parkhotel Pforzheim und den Pforzheimer Ratskeller. 2014 kaufte das Ehepaar den historischen Gasometer in Pforzheim und baute ihn für 360°-Panoramen um.
 
„Uns macht es Freude, Dinge zu machen, an denen sich ganz viele Menschen erfreuen, und das Unmögliche möglich zu machen“, so Wolfgang Scheidtweiler. Und seine Ehefrau erklärt ihre Grundhaltung folgendermaßen: „In meinem Leben ist es wichtig, durch meine Existenz ein bisschen mehr Sonne für meine Mitmenschen zu bringen.“ Neben eigenen Projekten zur Erhaltung beispielsweise von Kulturdenkmälern wie den Gasometer in Pforzheim unterstützt das Ehepaar auch Projekte anderer engagierter Menschen.
 
„Heute gilt unsere Auszeichnung Ihnen beiden. Zwei Persönlichkeiten mit eigenem Profil, die gemeinsam Verantwortung tragen. Was Sie aufgebaut haben, beeindruckt. Was Sie anderen damit ermöglichen, ist der besondere Grund, aus dem wir Sie heute ehren“, stellte Anke Spory in ihrer Laudatio fest. „Besonders dankbar sind wir für Ihre Unterstützung dort, wo Menschen mit sehr konkreten Sorgen leben.“ Beispielsweise in der Pforzheimer Vesperkirche, bei der Hospizarbeit oder beim Tauffest im Pforzheimer Stadtgarten. „Und Ihre Verbundenheit reicht weit über die eigene Region hinaus. Seit vielen Jahren unterstützen Sie ein Waisenhaus auf den Philippinen und ermöglichen Kindern Versorgung, Schulbildung und Ausbildung. Sie helfen ihnen, einen eigenen Weg zu finden.“
 
Bei all dem falle auf, wie selbstverständlich das Ehepaar helfe, ohne die Hilfe zur Selbstdarstellung zu nutzen, so Anke Spory. „Diese Zurückhaltung ist kostbar. Denn wer Hilfe braucht, braucht nicht auch noch eine Bühne, auf der die eigene Not vorgeführt wird. Sie achten die Würde der Menschen auch in der Art, wie Sie ihnen helfen.“
 
Der Evangelische GemeinSinnPreis ist nicht mit einem Geldbetrag verbunden. Er ist ein eigens geschaffenes Kunstwerk des Karlsruher Glaskünstlers Michael Schwarzmüller. 
 

Der Preis ist eine Auszeichnung der Stiftung der Evangelischen Landeskirche in Baden und der Stiftung Diakonie Baden und wird in der Regel alle zwei Jahre im Rahmen des Forums für Engagierte und Stifter*innen in Kirche und Diakonie in Baden verliehen. ​Er würdigt Persönlichkeiten, die sich in besonders vorbildlicher und erfolgreicher Weise engagieren – entweder in der Evangelischen Kirche oder in der Gesellschaft. 
 
Das Forum für Engagierte und Stifter*innen am gestrigen Donnerstag begann mit einer geführten Besichtigung durch das Ettlinger Schloss. Neben Workshops rund um das Thema Stiften gab es für die Teilnehmenden außerdem Impulse und Musik von Moderator, Autor und Songwriter Arnim Töpel, bevor der GemeinSinnPreis verliehen wurde. Im Rahmen des Forums wurden außerdem die Stiftungsvorstände Prof. Dr. Martin Weiblen und Bernd Beyer sowie die Stiftungsräte Karl Kreß und Rüdiger Heger, die Stiftungsrätin Thea Groß und Walter Moch (Stiftungsaufsicht) feierlich verabschiedet.
 
Weitere Informationen: www.gutes-stiften.org
 
  

Frau Alexandra Weber

Stellvertretende Pressesprecherin